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Karl Tobiasch

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Karl TobiaschUns sind keine biographischen Daten von Karl Tobiasch bekannt.
 
 

300 Knacknüsse

Gewachsen auf den Gedankenbüschen von Karl Tobiasch

Verlag: "Wie"-Verlag, Toplitz-Schönau
Datum:
Seiten: ?
Das Buch befindet sich leider nicht in unserem Besitz.
Zu den Rätseln
 

200 Knacknüsse

Für Schule und Haus

Verlag: A. Pichlers Witwe & Sohn, Wien
Datum:
Seiten: 93
Das Buch enthält 200 Rätsel aller Art, ca. die Hälfte davon sind Rätselgedichte. Zu allen Rätsel gibt es auch die Lösungen.
Zu den Rätseln
 

Quellen und Copyright

Die Werke von Karl Tobiasch sind (wahrscheinlich) gemeinfrei, da deren Verfasser (wahrscheinlich) vor mehr als 70 Jahren verstorben ist.

Rätsel aus "200 Knacknüsse"

In Vorbereitung.

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# Erste Zeilen des Rätsels
     
     
     
# ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
ist die Nummer des Rätsels in 300 Knacknüsse von Karl Tobiasch von 1924.

Vorwort

Liebe Leser(innen) und Löser(innen)!

Rätsel find Wetz- und Prüfsteine des Geistes. Sie erproben des Lösers Scharssinn: Was hat der Rätselmann gemeint? Wo sind feine Spuren zu erspähn, auf dass wir ihm folgen, bis wir ihn finden? Der Rätseldichter — der allerdings nicht selten nur ein. ärmer Rätselreimer ist — hüllt sich gern in halbdunkle Geheimnisse und fordert dann fröhlich auf: Nun, vermögt ihr die verhüllenden Nebel zu durchdringen?

Das Rätselraten ist eine beliebte Beschäftigung von jung und alt; bringen doch viele Zeitschriften regelmäßig Rätsel Dieses Raten Verbindet glücklich das Angenehme mit dem Nützlichen: Es unterhält und scheucht die Langeweile, es schärft jedoch und stärkt auch den Verstand, fesselt und fördert die Aufmerksamkeit und lehrt Geduld und zähes Bekarren. — Wer an dem anregenden Rätselraten lein Gefallen findet, ist meist langsamen Geistes oder trägen Denkens. Wer sich jedoch fest in ein Rätsel verbeißt und trotz aller Irrgänge unermüdlich dem wirklichen Weg zum Ziele zustrebt, der zeigt guten, festen, zähen Willen. Aus solchen Buben und Mädeln, aus solchen Burschen und Mädchen können einmal tüchtige, tatkräftige Männer und Frauen werden und solche brauchen wir Deutsche, soll dem furchtbaren Niederbruch wieder ein hoffnungsfrohes Erheben folgen. An tatenlosen Träumern und leichtverführten Irren haben wir übergenug

Seit Jahren pflege ich das Rätselraten im häuslichen Kreise und auch meinen Zöglingen gebe ich hie und da, besonders über eine mehrtägige Freizeit, wie Weihnachten und Ostern, Rätselnüsse zum Knacken Unter besonders günstigen Umständen gibt es sogar Rätsel mit kleinen Preisen in Form künstlerischer Karten oder guter Büchlein

Wer Rätselnüsse knacken will, muss vor allem den Nüssen Geschmack abgewinnen und ein gut Gebiss haben, d. h. Lust zum Lösen, und den wirklichen Willen haben, den Kern zu gewinnen. Gelingt die Lösung auch nicht gleich, so lass dich's nicht verdrießen, heutzutage kommen keine gebratenen Vögel mehr in den Mund geflogen, denn das Schlaraffenland ist eben nicht mehr.

Wie sagt doch unser lieber Schiller? »Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis.« Mit dem wollen wir’s halten.

Die Kunst der Rätsel ist schon in grauer Vorzeit geübt worden. Finden sich doch schon in der Edda, unserer nordischen Bibel, Rätselgespräche. Aber auch in späterer Zeit und selbst bei verschiedenen bedeutenden Dichtern begegnen wir dieser Kleinkunst An erster

Stelle steht Friedrich Schiller mit seinen formvollendeten Rätseln — auch von Goethe ist mir ein schönes bekannt —, dann wären noch besonders zu nennen: der gemütvolle Volksdichter Hebel, der Sprachkünstler Rückert, der Freiheitssänger Körner und der Denker Schleiermacher. Das sind Beweise, dass wir es nicht mit mäßiger Spielerei, sondern mit wirklichen Dichtungen zu tun haben-

Die Knacknüsse treten in bunter Mannigfaltigkeit auf. Da gibt es Buchstaben- und Silbenrätsel, doppelsinnige und mehrdeutige, also Sinnrätsel, Krebs-, Wende- oder Rücklaufrätsel, Einschluss- oder Einschalträtsel, Umstell- und Streichrätsel, Gleichklinger und Scherzfragen, Zaubergevierte, Zerleg- und Zusammensetzaufgaben, Rechnungen und Zeichnungen, Rösselsprünge und Königszüge u. a. m.

»Ja, wo sind denn dis Scharaden und mag ... « Halt ein! Hörst du denn nicht, dass diese Wörter mit ihrem fremden Klang verraten, dass sie fremd sind, also in der deutschen Sprache nichts zu suchen haben? Merke dir:

  1. ist esmeine Pflicht als Deutscher, deutsch zu sprechen
    und zu schreiben;
  2. sind die deutschen Namen schöner, ausdrucksvoller und verständlicher;
  3. habe ich gar kein Recht, meine herrliche Muttersprache zu beflecken und zu berauben; denn jedes Welschwort ist ein unreiner Fleck auf ihrem Kleid und
    verdrängt mindestens ein deutsches, wodurch die Muttersprache verarmt.

Nun noch einen guten Rat. Ist es dir ernst mit dem Lösen, so nimm dir fest vor, erst nach dem Knacken einer bestimmten Zahl (etwa 10) von Nüssen nachzusehen; so wird das Raten zur rechten Willensschulung. Gut wär’s, du verklebtest die Lösungsliste. Und nun Glück an zur frisch-fröhlichen Fahrt in der Verheißung Land! Möchten alle Leser(innen) zu Löser(inne)n werden!

K. T.

Rätsel aus "300 Knacknüsse"

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# Erste Zeilen des Rätsels
     
     
     
# ist die Nummer des Rätsels hier bei uns
ist die Nummer des Rätsels in 300 Knacknüsse von Karl Tobiasch von 1919.

Vorwort

Meine lieben Leser(innen) und Löser(innen)!

Rätsel sind Wetzsteine des Geistes. Hier erprobt sich des Lösers Scharfsinn; denn er sucht die Gedanken des Rätselmanns zu erforschen. Es ist ein Versteckspiel. Der Rätseldichter — oft freilich ist er kaum ein rechter Reimer — hält sich gleichsam verborgen und ruft nun schelmisch: Such mich! Die Rätselrater spüren nun und spähn nach seiner Spur. Welche Freude, wenn sie ihn endlich doch aufstöbern!

Das Rätselraten ist eine beliebte Beschäftigung von alt und jung. Das sehen wir schon daran, dass viele Zeitschriften regelmäßig Rätsel bringen. Dieses Raten ist aber nicht bloß unterhaltend und zeitkürzend, es ist auch nützlich und heilsam; es schärft den Verstand, fördert die Aufmerksamkeit und lehrt Geduld. Wer an Rätseln kein Gefallen findet, ist fast immer geistig schwerfällig oder aber denkfaul. Wer sich jedoch in ein Rätsel verbissen hat und sich sagt: Das muss ich lösen! der zeigt nicht nur guten, der zeigt auch festen, zähen Willen; aus dem kann einmal ein tatkräftiger, tüchtiger Mensch werden, und solche brauchen wir Deutsche, soll sich unser geliebtes Volk nach dem furchtbaren Niederbruch wieder erheben. An tatenlosen Träumern haben wir übergenug.

Seit ein paar Jahren halte ich es so, dass ich meinen Zöglingen über eine mehrtägige Freizeit, wie z. B. Weihnachten, Ostern, Rätselnüsse zu knacken gebe. Die Beteiligung ist freigestellt. Ist die Möglichkeit, die Lösungen mit Preisen zu lohnen, so werden die Arbeiten auch nach ihrer Form gewertet: Da offenbart gar mancher zeichnerisches Können, nette Schrift und Geschmack im Anordnen und Verteilen von Stoff und Bildschmuck.

Heuer habe ich eine Neuerung eingeführt: Ich habe u. a. den Vorwurf für ein Rätsel zur Bearbeitung aufgegeben. Die beste Lösung lasse ich hier folgen:

Dreisilbig.

Die erste wächst fast überall
In Wald und Feld, in Berg und Tal.
Die nächsten zwei sind Dir bekannt,
Im Teiche sind sie und am Land.

Sie spielen in dem Sonnenschein
Und komm nicht nah — sie stechen fein.
Das Ganze ist ein Vogel, sprich,
Weißt Du es denn noch immer nich’?

G. Eichler

Ist Euch, meine jungen Löser und Löserinnen, die Lösung gelungen? Wenn nicht, so sag, ich Euch zum Trost: Ich selbst habe den nämlichen Stoff zu einem Rätsel verarbeitet. Wer also das ganze Büchlein bewältigt, wird mit meiner Nuss zugleich diese da knacken. Frisch ans Werk und nicht gesäumt! Vor allem: Lass Dich nicht entmutigen, wenn Dir die Lösung nicht gleich zufliegt wie ein gebratener Vogel; dag Schlaraffenland ist eben nicht mehr. Erst wag man sich selbst erarbeitet hat, freut einen recht und je härter die Fron, je größer die Freude. »Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis,« singt unser großer Dichter Friedrich Schiller. Mit dem halt’ ich's und mit dem halt's auch Du!

Meister Schiller (1759-1805) hat selbst ein paar prächtige Rätsel gedichtet, wie auch noch andre Dichter: so der gewaltige Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe (1749—1882), der Freiheitssänger Theodor Körner (1791-1813), der formenreiche Sprachkünstler Friedrich Rückert (1788-1866) und der gemütvolle Volksdichter Johann Peter Hebel (1760-1826). Dass solche bedeutende Männer der Rätseldichtung gedachten, zeigt, dass diese Abart der Dichtkunst keineswegs nur Spielerei ist.

Nun noch ein paar Worte über die Rätsel selbst. Da gibt es

Wenn ich Dir noch einen guten Rat geben soll, so den: Verschließ den Teil mit den Lösungen (etwa durch eine Schnur oder durch festes Drüberspannen des Einfasspapiers), damit Du der Versuchung zu bald nachzusehen, leichter widerstehst. Gar wenn die Lösung leicht war, wirst Dich nur ärgern, wenn Du vorzeitig nachgeschlagen hast, und wirst denken: »Hätte ich nur noch eine Weile auggeharrt, wäre ich sicher draufgekommen!« Drum meine ich, Du solltest Dich so

zwingen lernen, dass Du erst nach je drei oder noch mehr Auflösungen nachschaust, ob sie richtig sind. Die einzelnen Lösungen angefügten Worte wollen nicht nur Dein Wissen mehren, sondern Dich auch anregen, die genannten Bücher offenen Sinnes zu lesen, die Lieder mitfühlend zu singen (oder doch so anzuhören), die Bilder sinnend zu betrachten. — Solche Schätze zu erwerben, findet sich häufig Gelegenheit: Weihnachten, der Namenstag, das Geburtsfest. Zu solcher Zeit sitzt das Geld lockerer in den Taschen von Eltern und Geschwistern, Ohmen und Muhmen, Basen und Vettern Und Du wirst alle Dir Nahestehenden umso gebefreudiger finden, se würdiger Du Dich etwaiger Geschenke gezeigt hast: Durch Fleiß und Augdauer beim Lernen, sittsames Benehmen, durch Reinhalten und Schonen von Kleidern und Büchern, durch ein gutes Zeugnis, durch ... na, Du weißt schon, wag ich meine. Es liegt also zum Großteil an Dir selbst, ob Du schon nächstens den Grundstock zu einer eigenen Büchersammlung, zur Eigenbücherei, legen kannst. Dann erst wirst Du den hohen Wert guter Bücher, Bilder und Lieder kennen lernen, dieser unwandelbaren, treuen Freunde, die uns selbst in den Tagen der Trübsal und der Trauer nicht verlassen.

Dass ich die wüsten Welschwörter Homonym. Scharade, Palindrom, Logogriph, magisches Quadrat und dgl. nicht gebrauche, ist ganz natürlich:

  1. ist es meine Pflicht als Deutscher, deutsch zu sprechen;
  2. sind die deutschen Namen schöner, augdrucksvoller und verständlicher;
  3. habe ich gar nicht das Recht, meine herrliche Muttersprache zu verschandeln und zu verhunzen.

Ich halte mich so an sag ernste Mahnwort: »Willst ein rechter Deutscher sein, halt auch Deine Sprache rein!« Das sei auch Deine Losung. Und nun Glückauf zur Lösung!

Mai 1919. Der Verfasser.