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Kapselrätsel und Kernrätsel

Kapselrätsel

Bei einem Kapselrätsel ist ein Wort in einem anderen enthalten, wobei der "Rest" des enthaltendes Wortes – zusammengefügt – ein sinnvolles Wort ergeben muss. Alle drei Wörter werden im Rätseltest definiert bzw. umschrieben. Beispiel:

Kapselrätsel sind irgendwie ein Mittelding zwischen Scharadoide und Logogriph.

Jeder Teil kann ein Homonym sein (z.B. reif = innerlich gefestigt; Reif = Ring) und wird dann ggf. auch als Homonym klassifiziert (aber nur dann, wenn von der Homonymeigenschaft im Rätseltext auch Gebrauch gemacht wird).

Im 19. Jahrhundert kommen Kapselrätsel noch nicht vor bzw. werden die wenigen Exemplare nicht als solche bezeichnet.

Sigmund Alfred Bondy und Alfred Neumann haben Kapselrätsel wie folgt definiert: Durch Wegfall eines oder mehrerer Anfangs- und Endbuchstaben (die Hülle oder Kapsel, die stets ein Wort für sich sein muss) verbleibt ein Rest, der ebenfalls ein Wort von Bedeutung sein muss. Beispiel:

Beide Definitionen sind äquivalent.

Schachtelrätsel

Schachtelrätsel, eine Variante der Kapselrätsel, dürften von Heinz Minden erstmals als eigene Kategorie klassifiziert worden sein. Hier wird die Verwandtschaft mit einem Logogriph bzw. Anagramm noch deutlicher, da die verbleibenden Buchstaben auch umgestellt werden dürfen. Beispiel:

Kernrätsel

Kernrätsel unterscheiden sich von Kapselrätseln dadurch, dass der Rest keine Wort von Bedeutung bildet (nach Siegmund A. Bondy). Beispiel:

Kapselrätsel

4513, 4630,

Schachtelrätsel

4472,

Kernrätsel

4567, 4578, 4874, 5115, 5304, 5335, 5362, 5511, 5523,