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Franz Clemens Brentano

Frtanz Brentano Franz Clemens Brentano (* 16. Jan. 1838 in Boppard am Rhein; † 17. März 1917 in Zürich)  war ein deutscher Philosoph, Psychologe und Begründer der Aktpsychologie – und Rätselautor, der die »Wiener Schule« begründete.

Siehe auch: Wikipedia, Wikisource, AnthroWiki, Wien Geschichte Wiki, Österreichisches Biographisches Lexikon, Uni Würzburg, Uni Graz

 

Clemens Franz Brentano ist nicht zu verwechseln mit seinem Onkel Clemens Wenzeslaus Brentano de La Roche.

Brentano hat das Büchlein mit dem Titel Neue Räthsel unter dem Pseudonym Aenigmatias veröffentlicht; die Ausgabe von 1962 hat den Titel Aenigmatias und die Autorenangabe Franz Brentano.

Das Pseudonym Brentanos ist vom griechischen Wort αἴνιγμα (Ænigma, Enigma, Ainigma) = Rätsel abgeleitet. Aenigmatias bedeutet in etwa Rätselfreund.

 

Neue Räthsel

1. Auflage

Verlag: Gerolds Sohn, Wien
Datum:
Seiten: 192
Das Buch enthält ~200 erstklassige und meist schwierige Rätselgedichte aus der Feder von Franz Brentano ohne Lösungen.
 

Aenigmatias

5. Auflage

Verlag: Francke Verlag, Bern und München
Datum:
Seiten: 190
Das Buch enthält ~400 erstklassige und meist schwierige Rätselgedichte aus der Feder von Franz Brentano ohne Lösungen.
 

Rätsel in den verschiedenen Auflagen

Die einzelnen Auflagen unterscheiden sich teilweise drastisch, was die Anzahl der Rätsel betrifft; es handelt sich eher um »erweiterte Ausgaben« denn Auflagen.

  1.
1879
2.
1909
3.
1919
4.
1933
5.
1962
Rätsel 20 33 46 46 46
Homonyme 24 28 41 41 41
Homoinyme 17 26 27 27 27
Scharaden 50 68 72 69 69
Scharadoiden 22 39 44 44 44
Verdopplungs
Scharaden
3 5 11 11 11
Verdopplungs
Scharadoiden
6 28 23 23 23
Palindrome 12 25 28 28 28
Palindrome
von und nach der Mitte
4 4 4 4 4
Buchstabenrätsel 13 21 31 31 31
Füllrätsel 30 56 64 62 62
Schlingfüllrätsel 0 16 16 16 16
Summe 201 339 407 402 402

Die gleiche Anzahl bedeutet nicht, dass die Rätsel identisch sind; einige wenige wurden gelöscht und durch andere ersetzt.

Die Klassifikation entspricht der von Brentano, die größtenteils, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mit der unsrigen übereinstimmt.

Lösungen

Brentano hat keine Lösungen angegeben. Alle bei uns angegebenen Lösungen stammen aus Rätsel-Sammelwerken bzw. haben wir bzw. unsere Besucher gefunden. Die Lösungen müssen daher nicht notwendigerweise mit denen von Brentano beabsichtigten Lösungen übereinstimmen.

Quellen und Copyright

Die 1. Auflage ist bei Google Books kostenlos als PDF erhältlich. 5. Auflage: Antiquarisch erworbenes Buch.

Das Werk ist gemeinfrei, da dessen Verfasser vor mehr als 70 Jahren verstorben ist.

Rätsel von Franz Brentano

Falls Sie Javascript aktiviert haben, können Sie die folgende Tabelle sortieren, indem Sie auf eine Spaltenüberschrift klicken.

# Erste Zeile des Rätsels SW
38 Schwörst du's in der Hitze, magst du dich fragen, wird's L-13 AD
41 Es bleibt es am Grab der Weise; es ist am Ringe der H-37 ABD
45 Rat, wenn du kannst! Es nennen einen Wanst L-14  
49 Ein Schmerz, ein Ausruf und ein ewig Nein wird stets Si-10 AD
51 Wenn du vorwärts mich beherrscht darfst du fröhlich P-07 BH
56 Zwei Schwestern kenn' ich, kannst du es fassen? Die R-21 ABDH
65 Es tut's der Mond, die Sonne, das Herz, das Eis, der D
77 Vorwärts Trauer über Trauer, rückwärts Glück P-14 DH
78 Ich bin ein Gewinn bei Whist und Skat; und, lässt H-09 AD
95 Was vorwärts über Rhein und Main die Brücke hat P-02  
167 Ich sag dir nicht, was ich dir sage, Was ich dir sage, DH
175 Er geht in Pelz gehüllet; Sie aber, gleich den Damen H-40  
184 Schmeicheln und Streicheln, lieblicher Kinder, nenn L-15 AD
216 Wer mit des Moses grauser Tat verband Die Woge, P-01  
278 Mit A hat's die Lösung gefunden; mit E hat's den L-30 D
300 Wer rät, wie das Letzte im Glas, ein Schrei, und eine Si-26 D
368 Im ersten Lenz entsprossen, Aus kleiner Wurzel R-09  
407 Ich bin nicht, ich war nicht, ich werde nicht sein. Du  
410 Sage mir, was soll das sein? Scheint es doch ein H-36 ABS
451 Das Erste malt in Rot, die Kunst scheint dir zu S-68  
452 Vom Ersten fällt ein süßer Tau, dem Zweiten huldigt  
456 Der eine schlendert, der andere geht schnell; und R-03 DH
535 Vergeblich hat Gefahr Dem Ithaker gedroht, Weil er H-35 D
560 Welch ein Geschöpfchen! Wie auch geboren, nie R-16 ADHS
616 Nicht stumpf ist's und nicht schneidig, Oft hart H-34  
618 Auf was ich vorwärts ihm mein gutes Geld gegeben P-13 DH
634 Kam es mit A dem Kinde nah, ruft es mit E nach der L-24 D
675 Weiß ein beutelüstern Tier, Liegen hinter dichten R-12  
683 Getrennt der Mann zwar mächtig überwiegt; allein Hi-10 D
696 Beständig ist's in sich gekehrt, es ist frühmorgens H-38 AD
753 Von vorn ist eins ohn alle Kraft, Wo nichts unendlich P-03  
756 Himmel, dass ich selig sei, Halt mein Herz von Vorwurf P-04  
770 Vorwärts sagt es: Setze in den Kopf! Rückwärts setz' P-15  
798 Nicht meine erste nenn ich Mutter mir, Die Wölfin, Bild S-02  
902 Kannst du die drei Geschwister nennen? Sie zeigen R-11 A
922 Als Nacht gebreitet lag auf stiller Flur eilt' ich hinaus S-09 D
925 Ein erstes Paar zog einst mit zwei Gefährten Das S-25  
944 A, E, I, 0, U sind da, hab nur acht, wie es gescheh' Froh L-22 D
945 Wenn etwas ist, so ist es, wenn nicht, so ist es nicht. R-37 AD
963 Die Müllerin am Bach, die hat ein Kind wie Gold; dem S-11 AD
973 Kein Gold, kein Silber kann heller, kein Vogel in Lüften D
978 Das erste ein Getränk, ein sonderbar Gemisch, ob ihr's Si-05 D
982 Mit O bring ich dir Veilchen; viel bunten Flor mit A, L-07 D
997 Kind winkt zum Kind und lacht viel sagt ein solches H-41 D
1005 Kenn eine Musikbande, Darin auch Überspannte, Sah R-14 S
1006 Kennst du die Natter ohne Zahn? Sie schmiegt sich R-15  
1012 Ein Regen ist und der ist Sonnenschein, Kein Regen R-08  
1017 Das Erste wird eingefasst, Das Zweite wird eingefasst, S-05  
1022 Was ohne mich, steht so schon fest, Was mit mir, sich R-28  
1035 Bin eine Jungfrau hold und fein, Und hab nach alten H-01  
1044 Ist es die Karte, muss man frisch beginnen. Ist es die H-02  
1048 Womit in Schloss und Dom die Wand Oft herrlich P-16  
1059 Das Wort des Abschieds sage Inmitten der heiligen Zeit, S-01  
1063 Das letzte Paar, ist auch sein Herz nicht lind, Bringt S-04  
1068 Sie hüpften in ihm mit E behend; Doch zählt ich sie mir L-08  
1074 Mein Aug ist stiller Blume Traum Und wenn mein Odem R-18  
1080 Es geht, sobald du nicht willst schweigen, Und bleibet L-10  
1088 Verzweifelt garstiger Geselle! Es hilft nichts, wie ich P-09  
1092 Durch mich wird Tugend schlechte Sitte Die Wahrheit P-08  
1099 Ein braver Bursche lebt und webt zufrieden. Und, ob ihm S-07  
1104 Was ist zerstört zugleich und aufgerichtet, Sorgsam H-16  
1117 Der Meister sendet uns zwei für zwei, dass unser Werk R-17  
1123 Wen warf man in Wasser zum Sieden erhitzt? Wem hat R-13 A
1136 Ein sonderbar Getränk! es will mir grauen; Doch dieses H-04  
1144 Mein Leben ist Terpsichore geweiht; Doch, kann mein R-44  
1152 Es türmt sich kunstgefügt Empor der ersten Kraft, S-03  
1161 Die ersten nimmt die Gärtnerin; Nach letzter griff des S-08  
1174 Philalethes spricht: Fortschritt in Wissenschaft! einst P-05 S
1186 Vorwärts und rückwärts Bin ich stets seitwärts. 1) P-10  
1198 Instrument bei Instrument Ruhet reif in schwangrem P-18  
2210 Nennt man dich ängstlich sehr, Sei nicht beleidigt! H-12  
2219 Ich führe in die Ferne, Ich bring einander nah; H-22  
2228 Ein schönes Kind, doch mit geschminkten Wangen, R-04  
2233 Ich kenn ein Ding, wer nennt das Ding? Oft ist's ein R-26  
2246 Die Ersten führen einen Speer, Die Letzten einen Schild. S-12  
2257 Nur Wandrer sind wir auf dem ersten Teil, S-27 B
2265 Von vorn ist's ein Kuvert und sorglich oft verpicket; P-28  
2272 Wählst die Lagerstätte du, Lass Ästhetik dich in Ruh. P-17  
2284 Man hält es sich für Lohn im Haus. Ein Zeichen mehr, L-04  
2291 Was mit A den Fortschritt trägt, Grob mit E aufs Ohr L-18  
2302 Kleinste Zeit in kleinster Zeit Genügt das zur Si-14 DH
2327 Ein Haus ich, schlendernd am Waldesrand, R-02 BD
2340 Gar manches stolze Schiff, das sich ins Meer gewagt, Si-06 D
2349 Wohn, ein zierlich Mädchen, In dem Hirtental R-05 AH
2358 Säumt die Gefallenen nicht vereint, Eh es am Himmel Hi-24 AD
2366 Vorwärts wie rückwärts, beständig verfehlt es die Mitte H
2374 Wenn du es sagtest, wärest du nicht klug DH
2383 Vorwärts am Menschenfuß, am Pferdehuf; P-12 DS
2391 Kunstvoll der Reim sich schlinget wenn mich vereint Hi-13  
2402 Bei den Sängern guter Art rühmt man meine Milde; L-11 BS
2413 Ich habe euch so viel gemessen, Und jetzt habt ihr mich H
2424 Mit A verlangsamt's unsern Lauf mit E will's, dass wir an L-20 D
2435 Mein erstes beherrscht unendliche Weite es liegt mit S-46 D
2447 Wir tun es bei dem Papagei Und, führen uns die Schritte H-18 B
2456 Du Rätsellöser, besser Als Oedip in der Fabel R-33 AS
2468 Was aus dem ersten kriecht Fliegt. Wer viel im Letzten S-45 S
2480 Sah mit Feuer Metall anschweißen lebendigem Fleische R-46 AS
2489 Man schnürt, versiegelt, nagelt, streicht bei mir auf Hi-04 D
2494 Einen Monat und fünfhundert Hat schon mancher Knabe Si-28 S
2620 Mein Leben ist ein Steigen und Fallen doch auch mein R-06 S
2622 Vereint ein Reich des Ostens nennest du Hi-21 AS
2626 Froh quillt das erste doppelt aus der Flasche Sv-10 S
2630 Das sind dir schlechte Freunde, die dich nur ausnützen F-05 S
2643 Es ist kein Geld mehr unter den Leuten. F-24 S
2649 Wir weilten an der See und hatten eine Zeitlang Fs-03 S
2651 Du batest mich um ein empfehlendes Wort F-04 B
2654 Eile mit Weile, wer Freund ist den beiden! S-52 B
2662 Was hilft's? sprach der Papa zur milderen Mama, Hi-03 B
2673 Erlauben Sie, dass wir Sie als Mitglied unseres Komitees F-20 B
2677 Der erste Teil, des Glanz die Sonne preist, Den alles S-54  
2681 Vorwärts spricht's und rückwärts spricht's: P-11  
2685 Jemand, der den Rhein besucht, erzählt von den F-35  
2702 Musik für Wölfe hört nicht gerne Der Knecht, sitzt er H-15 A
2711 Im Felde tön ich weich, Hart an des Hauses Tor; Hi-07 A
2724 Wer mich hat, der möchte mich bekommen, Müht sich R-35 A
2733 Gib acht, dass du erhascht des Rätsels Fädchen! Nie S-29 A
2746 Gehn Marie und Jolante Durch den Garten mit der Tante, H-23 A
2755 Ein steinerner Glasschrank, Ein hölzerner Schwanz; S-06 A
2768 Zu Aristot's berühmter Neuerung Füg Archimed's S-37 A
2777 Ich kündete von Dächern neues Leben, Das Gottes Huld H-21 A
2790 Kommt an einen starken Bruch Ein bekannter Schneider, S-41 A
2796 Vereint, die Sammlerin, die emsig schafft, Getrennt, der Hi-16 A
3007 Das Erste berührt die Grenze; Das Zweite ist die Grenze; S-47  
3018 Es fehlte vom Silberzeug; mein Verdacht fiel auf den F-08  
3024 Hei – Lass das Ganze und zweimal das Vierte Mir nicht Siv-02  
3033 Zwölf gehn drauf, Mehr als tausend hinein. L-09  
3042 Macht die Frau es übermäßig, Trifft sie herber Tadel; H-10  
3051 Das, was Gespenster scheuchet in der Nacht, Schwört P-06  
3076 Viel ist, was groß und mächtig lebt, Und nichts gleicht Si-04  
3085 Zwei Brüder ziehen durch das Land, Einer des andern R-20  
3092 Mit Erstem doppelt mögen niedre Knechte weihn Dem Sv-01  
3306 Ich nahe dir, ein Kind, das schelmisch necket, Oft hinter R-01  
3325 Der Kritiker, wenn ihm das Werk missfällt, Der Künstler H-17  
3343 Von vorne sagt es schlechtes Glück;Doch mit verstellter P-19  
3361 Als ich noch nicht dein Ganzes war, Gefiel das Reiten S-13  
3387 Trennt uns! so kann der Musikant Dadurch Kontrast Hi-15  
3409 Da, wo sein erster Teil entschieden spricht, Lässt Si-12  
3426 Der Mutter Odem das Ganze lind Kühlet das doppelte L-19  
3450 Mit A ist's weit von klug und reif; Mit E gar fein und Sv-04  
3468 Ein Herr war mit seinem Kammerdiener in eine Hafen F-06  
3483 Wenn einem die ersten fehlen, So hat er schlechtes S-19  
3533 Saget mir, wie dienen zum Schießen – Runde Gefäße S-44  
3551 Wovor kein Reich besteht, ja keine Welt, Dess' erste Si-33  
3631 Rate, Freund! Was wird das sein? Frag' und Antwort im Si-21  
4015 Mit I dir fern; doch siehst du mich entzückt Mit E dir L-01  
4028 Oft ruft aus süßem Schlummer dreist Dich unser früher Pm-01  
4059 Worin, schreibst du's mit A, Sich unverhofft manch L-23  
4063 Nettchen führt' der Großpapa, Wollt ihm Äpflein kaufen; P-26  
4082 Das Erste doppelt ruft mit Lust das geliebte Kind, Das Siv-01  
4097 Das Erste nie genehm, doch nützlich dann und wann. Si-40  
4110 Ist eine Uhr das Ganze, wird sie weitergehn; Ihr Erstes Sv-02  
4118 Das erste Paar, Quell allem Erdenleid; Die dritte immer S-67  
4136 Ein Akt nur ist's. Doch oft ist's nicht ein Akt, Nein viele, H-08  
4143 Ein Weiser bin ich, der von Weisen stammt, Doch zu R-39  
4151 Was hat nur unser Nachbar? Sonst pflegt er so sanft F-01  
4174 Ein Kind lauschte einem Märchen. Das erzählte aber F-57  
4196 In tausend, weiß ich, stecket Ein Herz, das spöttisch Si-29  
4805 Vertrau' ihm nicht! denn häufig ist es Lug. Trau' ihm! H-03  
4828 Kennst du das Land, wo Hässlichkeit der Nacht Den S-14  
4831 Ein Meister führet hinaus das Schwerste; O Lehrling, Sv-05  
4854 Wenn vorn an einem Stabe Wir eine Spitze schauen, So Si-18  
4867 Das Erste doppelt, teils groß, teils klein, Schließest du Siv-18  
4889 Worauf gerichtet sei des Weisen Trachten? – Die Welt P-22  
4893 Auswärts und einwärts Wandeln wir heimwärts, Irdischen Pm-04  
4904 Mit A ein Denker nicht mehr zählt. Mit E ist's, der ein L-28  
4919 Nach Amerika sehne ich mich nicht. Aber jener weite F-36  
4933 Soll's zum Unendlichen finden den Pfad, Ändert den Hi-02  
4941 Das erste Paar spielt um des Mägdleins Nacken, Der S-22  
4956 Ich erstes! rief, beglückt vom Funde, Ein Rätselfreund in S-66  
4972 Im Kopf manch Buch, in der Taille schmal. Gleich Si-24  
4988 Schreib es mit A und acht darauf bei jedem Tun; Mit E ist L-29  
5002 Gleich totem Fisch treibt mich die Flut. Doch, schweb' R-10  
5014 Man nimmt es, dort zu sein, wo man's nicht findet; Und H-05  
5046 Vereint zeig ich, wie Leben siegt, Wie Tod in ew'gem Hi-20  
5058 Auf den ersten beiden fuhr ich Gestern meinem Lieb S-15  
5079 Ein Wandersmann, der überall willkommen, Gesellt ein S-57  
5087 Die erste Hälfte rufen Zorn und Staunen aus. Die zweite Si-23  
5100 Ein altes Zwölftel und jüngster Zeit. Suchst du danach, Si-42  
5111 Erstes doppelt schauerlich; Doch mich macht's nicht Siv-19  
5133 Vorwärts hat sie für mich, Rückwärts für alle andern, P-20  
5145 Hat glücklich ein Dieb in den Sack mich gebracht. So hat L-6  
5157 Seh ich ihm zu mit A, ahn ich, es werde schießen; Mit E L-26  
5169 Ihr werdet Euern Hader doch nicht ewig währen lassen? F-23  
5190 Etliche junge Herren bewohnten dasselbe geräumige F-50  
5192 Ein Jüngling quälte sich mit Gedanken, ob er es wagen Fs-11  
5201 Süß bin ich und dem Kindeshunger Wonne, Da schwind R-24  
5213 Wenn so des Dionysos Kind gedeiht, Und neuen Schmuck H-26  
5235 Bist du's getrennt, machst du dich selten; Machst du's Hi-22  
5257 Auf zitterndem Brett siehst du die erste stehn, Siehst S-36  
5262 O schnöde Grausamkeit, die sich zum Fehle Nicht Si-19  
5279 Das Erste mehrmals zeigt nicht Gunst. Es lehnet ab und Siv-21  
5290 War einmal ein Dirigent, Dem nur fromme Kunst behagte P-25  
5296 Das Käuzchen schreit. Mir bangt. Gewiss wird einer von F-17  
5312 Der Kaufmann, drauf erpicht, mit A sich's will erraffen, L-21  
5324 Einem Mädchen hatte ein böser Zauberer den Geliebten F-26  
5336 Wie glücklich sind wir Kinder, denen so liebevolle Eltern, Fs-06  
5348 Und dien ich oft auch hocherhabnem Meister, Stets tu ich H-33  
5370 Pfui, schlechtes erstes Paar! ich bin voll Wunden. Nimm S-34  
5387 Ihr kennt des Märchens Wolf, der Zicklein fraß Und dann Si-25  
5393 Mit A und E in Würde, Belastet mit heiliger Bürde. Schon L-02  
5605 Man sieht mich gern in Händen irdischer Frauen, Doch in R-22  
5618 Für das Beste, das ihr gäbet, Lohnt es euch als selges Hi-19  
5630 Zeitlich sagt's eine Spanne kaum, Doch unbegrenzt H-19  
5651 Was die erste ist, Ist nicht verloren; Was die zweite ist, S-16  
5666 Sie schrieb an ihn mit vorwurfsvoller Hand: »Du fischest Si-34  
5678 Zweimal der erste Teil will schrecken; Das Zweite Siv-14  
5697 Der Zeichen viermal vier Schreib im Quadrate mir. Dass P-27  
5703 Hoch in Brasilien Und in Castilien, Tief in Austrasien Pm-03  
5715 Ich werde den Kriegern vorangetragen, Wenn sie mit L-17  
5729 Ein Bauer wollte Tauben in die Stadt einschmuggeln. Er F-14  
5750 Ein Mann, der seine Frau in allem zu kommandieren Fs-12  
5754 Mit A ist es Entäußerung; Mit E gebietet's halt mit L-25  
5773 Das Erste spendet Feuerschein, Das Zweite schmückt Si-08  
5792 Die erst' und dritte Schließt oft die Bitte. Auf zweiter S-43  
7203 Ich bin ein Meer, ein Ozean, Der schier die halbe Erde R-23  
7225 Sag', ob dich das nicht wundernimmt? Zwei sind, die H-20  
7240 Märchenhaft spricht's von Vergangenheit, Wahrhaft zeugt Hi-05  
7251 Der ersten schwache Kraft trug einst das Schwert; dem S-10  
7284 Könnt ich aufs Ross mich schwingen, Zu Hades' Wohnung Sv-03  
7308 Zeigt die erste Silbe, wie im Streite Eins kann siegen Si-13  
7326 Das Erste einmal: Ob du wohl bangst? Das Zweite Siv-22  
7332 Die Wurzel nenn ich, der das Heil entsprungen, Als aller P-23  
7351 Wer mit I Sie ruft und A, Rufet sie, Wie ihr Papa. Wer L-12  
7367 In einem asiatischen Städtchen wohnte ein Mann, der F-58  
7409 Dieser Professor ist ein sehr gelehrter Herr, ein wahrer Fs-15  
7414 Weil ein klein, unscheinbar Ding, Achtet man es oft R-38  
7421 Wer so setzt, der flickt, Wer so legt, verdickt, Wer so H-31  
7446 Sag'! wie bringst du das ins Hirn? Nie zeig ich entblößt Hi-25  
7463 Teil von Teil getrennt Verbindung nennt; Teil mit Teil S-49  
7480 Einem Freunde und seiner spät erkorenen Gattin, als Ich Si-38  
8020 Ein Buch bin ich, ihr lest Geschichte Der alten Zeit und R-27  
8033 Freund, nenne mir den goldnen Blütenstrauß, Gereicht R-41  
8051 Ich bin ein Thron, wo wirklich wird regiert, Ich bin ein H-27  
8072 Was sich mit einer Art Empörung spricht, Glaubt man Hi-06  
8096 Mit scharfer Zunge rügt das erste Silbenpaar, Ob auch S-32  
8107 Der Wirt in dem Dorfe V. ist mir besonders freundlich. F-39  
8130 Man nimmt mich ein, und man bedient sich mein, Soll H-32  
8167 Taler in Aussicht wiegen nicht schwer, Sicher lobt ihr Pm-2  
8173 Der erste doppelt schnödes Spotten; Der zweite doppelt Siv-17  
8181 Mein Anfang dich in Trauer kleidet, Mein Ende wonniglich Si-20  
8203 Ein Gast hatte mehrere hübsche Trinksprüche F-19  
8215 Nichts gleicht den Werken, die der Sonnenstrahl, Von S-17  
8239 Es tun zugleich und lassen, Das ist der Rat; du suche ihn R-34  
8272 Denkt sich's nur ein armer Wicht, Liebt's ein Bursche flott H-28  
8285 Erstes bringen, Zweites bringen, Die dem Gotte Opfer S-50  
8302 Wie wir dem Hirten lieb, so waren gleicherzeit Von vorn P-21  
8314 Das Erste doppelt hält mittel wert, Aufs Zweite doppelt Siv-03  
8326 Mächtiger als Melodramen erregt wohl manchen ein Si-27  
8338 Herz, Fuß und Arm und Schnabel spitz Doch nichts so R-25  
8350 Ein Maler, der an entzückendem Aussichtspunkt Tisch F-59  
8359 Es ist ein mächtig Blatt, Das oft des Königs Macht L-05  
8367 Getrennt sind es auch Tiere, doch verschwinden Getrennt Hi-08  
8375 Fast jeder Mann und jedes Tier Liebt und verteidigt mich H-29  
8383 Dem, der vereint es ist, ist die Entbehrung nicht drücken Hi-18  
8391 Die erste zwar war Immer in der Mitte; Doch letztes Paar S-33  
8408 Außer Erstem gebet auf das Hoffen; Außer Zweitem S-20  
8415 Das Erste doppelt ist feurig wild; Das Zweite doppelt Siv-23  
8431 Kühn hebt der erste sich zur höhern Welt, Und in der Si-31  
8453 Dem ersten Paar gedoppelt ruf ich Heil, Es hat gesiegt, Sv-06  
8477 Kennst du das Königreich, vom Meere rings umgeben, Auf R-36  
8502 Das Fischlein voll Schuppen, Die Wurst braun gebraten, R-30  
8524 Barbarossa zog mit mächtigem Heere gegen die F-49  
8546 Mit A sind's Flügelbeine. Mit E ist's und mit I von Lust L-27  
8568 Das Erste doppelt dringet weit hinaus; Das Zweite Siv-20  
8590 Ich hemme vorwärts eitle Redekünstelei! Ich leugne rück P-24  
8613 Das Erste ist nicht ohne Kreuz, Das Zweite Lust und Si-36  
8635 Liebliches Erstes in sonnigem Scheint Singend möcht ich Si-15  
8657 Zur Schule geht der Sohn. Er zeigt Talente; Nicht fleißig S-21  
8679 O. wohl den ersten in dem stillen Haus, dass sie der S-26  
8691 Gesondert dräng ich dich Zu der bestimmten Frist; Hi-12  
8712 Wenn trockenes Wissen und blühende Kunst Vom Zwist H-25  
8734 Wohl habe viele Reisen ich gemacht, Und weiß darum R-40  
8756 Wie gut immer meine Werke leiblicher Barmherzigkeit R-19  
8778 Ein Fassbinder vom Land war mit Bütten und Zubern zur F-44  
8800 Wer sich's mit A, ist deshalb noch nicht fort. Mit E L-31  
8803 Der erste doppelt sprudelt hell, Der zweite doppelt als Siv-15  
8825 Zwei Teile, von je zwei Silben Armen ersten in dem Si-30  
8847 In blanker Rüstung sehen Die Mannen wir um eine Fürstin R-29  
8869 Wir sind's, die herrschen; wo wir sprechen, Muss jeder H-30  
8881 Des Dichters erstes Paar Ist was die Erde tränket. Das S-28  
8912 Ach, als die Blätter fielen, ward sie mir geraubt, die all F-03  
8935 Freund erster doppelt war erwacht, – Der Name tut zur Siv-16  
8959 Zwei Freunde stritten darüber, ob blinder Zufall oder eine Fs-04  
8971 Eint ihr dem Herrn, der streng auf Ordnung hält, Den Halt Si-39  
8997 Mit mir, du trautes Mägdlein, liebst du. Vielleicht manch R-31  
9015 Ich weiß ein Kindlein liegen Geborgen in seiner Wiegen: R-32  
9021 Lehnst du ab die Forderung, Leistest du Genüge, Sag ich H-24  
9042 Ob du getrennt auch allen überlegen, Nie handle dem Hi-14  
9053 Die ersten halten wann. Die letzten scheiden Und wollen S-23  
9066 Weil ich an mich vor allem andern denke, Ich eignem S-35  
9087 Das Ganze schön, ein Morgenstern, Doch nur zum Unheil S-63  
9099 Das Erste griechisch; in Ulysses Hand Sehn wir es leicht Si-07  
9102 Auf erstem doppelt geht's vorwärts; Bei zweitem doppelt Siv-13  
9115 Man zieht es, andrer Schritte herzuwenden; Ein Zeichen L-03  
9143 Einem Vater, der seinen missratenen Sohn verstoßen F-18  
9166 Ein Student ging mit einem Kameraden, und hatte auch Fs-16  
9177 Hört an, welch wunderliche Leute Sich hier zusammen R-42  
9188 Ein Fehler ist's; wie kam's dazu? – Ei, allzu flüchtig H-39  
9199 Mit zweitausend umgekehrten Ausgezeichnet guten Hi-26  
9211 »O Kind des Ganzen?«, sprach die Schweizerin Zu ihrem Si-01  
9233 Stolz das Erste, stolz das Zweite, Stolz das Ganze, das Si-37  
9254 Ich komm wie fremdester Besuch, Bin doch des Hauses Siv-12  
9265 Das ist doch ein niederträchtiges Pack! In nicht weniger F-16  
9276 Meine Schwester Therese hielt auf einen unserer Diener F-54  
9305 Sie ist schmutzig, und er macht rein; Sie grunzt, und er Hi-01  
9332 Das Erste ist für Ordnung, und es neiget Die Menge sich S-18  
9351 Das Erste höret keiner gern. Drum hüt' du dich! Das S-56  
9364 Manch schwachen Ganzen Sieht man die Racker auf der Sv-09  
9375 Der erste Teil und zweite, gottempfangen, Machen die Si-43  
9378 Zwei Schwestern, von denen die eine verheiratet war F-15  
9399 Die Russen sind sehr musikalisch, doch ihre Lieder ohne Fs-09  
9401 Leicht wirst du finden, was ich sei, Du Löser, fein und R-43  
9415 Der Steuermann des Staates ist es gerne, Oft hilft es, H-06  
9426 Hat's den Schalk hinter ihm, Binde das Interim! Dann Hi-23  
9437 Es wagt das erste Paar, und ist das Glück ihm hold, S-24  
9459 Die erste Hälfte hebt: doch bei der zweiten Gewinnt der Si-03  
9474 Der Dichter A..... W........ machte der Dichterin W........ F-21  
9491 Ein Fürst hatte eine Tochter, bei deren Erziehung er sich F-53  

# ist die Nummer des Rätsels hier bei uns. ist die Nummer des Rätsels in der Ausgabe von 1962. Die Rätsel sind kapitelweise nummeriert: R (Sinnrätsel), H (Homonyme),  S (Scharaden), Sv (Verdopplungs-Scharaden), Si (Scharadoiden), Siv (Verdopplungs-Scharadoiden), L (Logogriphe), F (Füllrätsel), Fs (Schling-Füllrätsel), P (Palindrome), Pm (Palindrome von und nach der Mitte)

SW ist gibt an, in welchen Sammelwerken das Rätsel enthalten ist: A (Bruno Arbeiter, Rätsel deutscher Dichter), B (Ulrich Bentzien, Der Rätselkasten), D (Jürgen Dahl, Ich sag dir nicht, was ich Dir Sage), H (Hans Bauer, Rätsel der Weltliteratur), P (Jost Perfahl, Flog Vogel Federlos S (Volker Schupp, Deutsches Rätselbuch)

Vorwort zur ersten Auflage

[Anmerkungen von uns – den Website-Betreibern – in eckigen Klammern. Die Fußnoten sind von uns.]

Das Staunen, sagt Aristoteles, ist und war von Anfang, was die Menschen zum Philosophieren führte; sie fühlten einen Drang zur Lösung der Rätsel. Wo nun dieser lebendig ist, da wird er, wie im Großen, auch im Kleinen sich offenbaren. Und darum darf niemand sich wundern, wenn der, dem er wiederholt auf den Wegen der Philosophie begegnete, in diesem Büchlein als Freund von Rätsel spielen ihm nahet. Männer wie Schleiermacher und Fechner sind hier mit dem Beispiel vorangegangen.

Die einzelnen Aufgaben stammen aus sehr verschiedenen Zeiten.

Was eine lange, weite Strecke
Im Leben auseinander stand,
Das kommt nun unter einer Decke
Dem guten Leser in die Hand.

Sie sind recht eigentlich Erzeugnisse der Gelegenheit. Wiederholt fand ich mich in Kreisen, die sich mit solchen Spielen des Scharfsinnes zu unterhalten liebten; und nur dem Wunsche, ihnen gefällig zu sein, verdanken meine Rätsel ihr Entstehen. Begegnet man bei ihrer Lösung oft großer Schwierigkeit, so trägt die Geschicklichkeit derjenigen die Schuld, für die sie zunächst bestimmt waren. Die feinsten und wunderlichsten Aufgaben waren ihnen die liebsten, und keine blieb ungelöst.

Im übrigen ist, wie der erste Blick erkennen lässt, was ich biete, von sehr verschiedener Gestalt und Farbe. Hier findet man einfache Rätsel, die nicht selten an die Allegorie anstreifen, dort Homonymen, dort Scharaden, dort Palindrome und gemeine Buchstabenrätsel. Manche Abschnitte tragen auch ganz neue Namen, die zu einer kurzen Erklärung nötigen.

Die Homoionymen sind, wie dem Namen, auch der Art nach den Homonymen verwandt. Liegen diesen Worte zugrunde, die bei verschiedener Bedeutung gleichlautend sind, so gilt ähnliches von den Homoionymen. Doch besteht hier ein kleiner Unterschied des Ausdruckes, wie z. B. zwischen »Meineid« und »Mein Eid«, wo das Verbundene getrennt wird; oder zwischen »Erlangen« und »erlangen«, wo der Akzent wechselt 2); oder zwischen »Nacht-Raben« (Ziegenmelker) und »nachtraben«, wo sich die Silben anders abgrenzen 4). Endlich gehören auch solche Worte hierher, von denen das eine wie das Femininum des andern erscheint, z. B. »der Herd« und »die Herde« 3).

Ähnlich wie den Homonymen die Homoionymen, stehen die Scharadoiden den Scharaden nahe. Ihre Besonderheit ist nur die, dass sie die Worte nicht nach Silben, sondern willkürlich in Teile zerlegen, wie etwa das Wort »Eidotter« nicht in »Ei« und »Dotter«, sondern in »Eid« und »Otter« 5). Es ist leicht ersichtlich, dass dies die Lösung etwas erschwert.

Scharadoiden wurden wohl bereits viele gedichtet, und nur irrtümlich der Gattung der Scharaden untergeordnet. Dagegen weiß ich nicht, ob die Verdoppelungsscharade schon früher bekannt war. Sie ist eine Abart der Charade, die das Besondere hat, dass jeder der geschiedenen Teile erst verdoppelt seine Bedeutung gewinnt, wie solches bei dem Worte ,Besuche' einseitig bei der ersten Silbe der Fall ist (bebel).

Die Verdoppelungsscharadoide verhält sich zur Scharadoide, wie die Verdoppelungsscharade zur Charade sich verhält.

Auch den Palindromen ist eine neue Abart beigefügt, die Palindrome von und nach der Mitte. Vielleicht ist der Name an und für sich verständlich. Doch wird auch hier ein verdeutlichendes Beispiel nicht schaden. »Here« gibt von der Mitte aus gelesen »Ehref«, nach der Mitte gelesen »Heer«, und könnte so der Gegenstand eines auswärts und einwärts zu lesenden Palindroms werden.

Sehr abweichend von allen diesen Arten sind die Füllrätsel. In den Maingegenden sind sie eine beliebte Unterhaltung. Hier zu Lande waren sie bis in die jüngste Zeit unbekannt, und auch in der Rätselliteratur dürfte man ihnen nirgends begegnen. Dies ist vielleicht die Folge eines besonderen Vorzuges. Es ist nämlich bei einiger Übung leicht, solche Rätsel aus dem Stegreif zu erfinden, und gerade dies macht die Beschäftigung mit ihnen doppelt anziehend. Aber wozu das Alte sammeln und bewahren, wenn immer Neues mit Leichtigkeit gebildet werden kann? – Eben darum gehe auch ich nicht sowohl darauf aus, eine Sammlung schöner Füllrätsel zu geben, als vielmehr, durch eine genügende Zahl von Beispielen mit ihrer Eigentümlichkeit vertraut zu machen. Und, dies Ziel im Auge, werde ich, während ich bei anderen Aufgaben die Lösung vorenthalte, sie hier dem Ende des Abschnittes beifügen.

Doch was hat man sich denn unter einem Füllrätsel zu denken? – Es ist nichts anderes, als eine unvollendete Erzählung oder andere Art von Rede, die durch eine Anzahl zwei oder mehrmals in derselben Ordnung wiederkehrender Silben zu Ende geführt werden soll. Die sich wiederholenden Worte sollen wesentlich verschieden, aber dem Laute nach einander gleich sein. Buchstäbliche Übereinstimmung ist dagegen nicht gefordert; auch die Quantität und der Akzent dürfen wechseln, und gewöhnlich erlaubt man auch kleine Unreinheiten, ähnlich wie Dichter sie sich oft in den Reimen gestatten. Die Zahl der zu wiederholenden Silben und die Zahl der Wiederholungen wird angegeben.

Ein richtiges Füllrätsel wäre hiernach folgendes:

»O dieser niederträchtige Mensch!« rief der verratene Freund; »Ihr Götter! ich kann es euch nicht verzeihen, dass ihr einen solchen dal – dal.« Die ergänzende Lösung ist »Schuft schuft«.

Aber auch die folgenden mögen gelten:

Der Schäfer ruft: »Hör' auf zu werfen! du wirfst mir sonst mein dal – dal.« Lösung: Lamm lahm.

Als der reiche Kaufmann sein Vermögen einbüßte, blieben ihm von den Hunderten, die sich seine Freunde genannt hatten, nur dal – dal. Lösung: drei treu.

Verfehlt wären dagegen folgende Versuche:

Ein armer Mann kam zerlumpt an meine Türe. Da schickte ich nach dem Schneider, damit er ihn mit einem neuen dal dal – dal dal (Kleide kleide).

Der Herr, mit dem ich zu gehen hatte, eilte so sehr, dass er mich ganz außer Atem setzte. Da erklärte ich ihm, es würde mir unmöglich sein, ihn weiter zu begleiten, wenn er nicht mit minder raschem dal dal – dal dal (Schritte schritte).

Ein Pflanzer stand vor einem großen Unternehmen. Die Sache war schwierig. Auf einem Spaziergange, der ihn weit von seinem Besitztum wegführte, tat er nichts als überlegen. Plötzlich rief er: »Jetzt geht mir ein Licht auf!« Er nahte aber, als er in dieser Weise kund gab, dass ihm dal dal dal dal – dal dal dal dal (der Plan tage, der Plantage).

Die beiden ersten Beispiele sind wegen der wesentlichen Gleichheit des Wortes, das letzte wegen der Verschiedenheit der Aussprache fehlerhaft.

Die Beispiele, die ich in dem betreffenden Abschnitte gebe, werden dazu dienen, den eigentümlichen Charakter des Füllrätsels vollends klar zu machen.

Und hiermit sei mein Büchlein allen Rätselfreunden aufs beste empfohlen!

Wien, am 4. November 1878.

Franz Brentano.

Vorwort zur zweiten Auflage

[Anmerkungen von uns – den Website-Betreibern – in eckigen Klammern. Die Fußnoten sind von uns.]

Die Freunde meines Rätselbüchleins drängen mich schon seit einigen Jahren zu neuer Herausgabe. Wie sie dabei auf Bereicherung hoffen, so erscheint es wirklich jetzt um gut die Hälfte gewachsen. Und so wird es denn getrost wenigstens an altbekannter Schwelle als willkommener Gast eintreten dürfen.

Auch auf seiner ersten Reise in die Welt hatte es nicht eben schlechtes Glück. Allerdings ist es, soviel ich weiß, nie in irgend welchem Blatte zur Besprechung gelangt. Aber in Wien, wo es sich zum ersten mal in einen Buchladen wagte, machte in persönlicher Berührung einer den andern darauf aufmerksam, und so verbreitete es sich in der ganzen Stadt. Es kam sogar vor, dass ein und dasselbe Haus es in fünf Exemplaren besaß. Zugleich verschleppte es sich von der Hauptstadt mehr und mehr auch in die Provinz, so zwar, dass selbst im äußersten Süden, in dem halbitalienischen Triest, eine eigens dazu gebildete Gesellschaft sich die Lösung der Rätsel zur Aufgabe machte.

Horace de la Roche, der feinsinnige Sohn des Malers Paul de la Roche, hatte es, da ich ihn besuchte, gerade in Händen. Er lag erkrankt zu Bett, und die Unterhaltung mit den Rätseln erheiterte und kürzte ihm trübe Stunden. Er sagte mir, dass er sich besonders auch darum dafür interessiere, weil sie ihn auf das Lebendigste an die Zeiten der Enzyklopädisten, wo [Jean-Baptiste le Rond] d'Alembert und seine berühmten Freunde sich fortwährend solche Rätselaufgaben zugeschickt, erinnerten. Dies gab mir Licht für den Ursprung meines Büchleins selbst. Offenbar hängt es mit jenen Liebhabereien der Enzyklopädisten genetisch zusammen. Denn von ihrem geistigen Einfluss wurde auch das deutsche Rheinland, und insbesondere der Hof des Primas von Mainz, der damals auch Aschaffenburg beherrschte, ergriffen. Und in diesem Aschaffenburg war es, wo der unvergessliche Freund meiner Kindheit, der aus Mainz stammende Professor Joseph Merkel [Bibliothekar in Aschaffenburg], den Knaben in die Rätselspiele einführte. Wer weiß, ob nicht bei dem Kontakt, in welchem Friedrich der Große mit der französischen Aufklärung gestanden, auch Schleiermacher ähnlich von Frankreich her die Anregung zu seinen als klassisch anerkannten Rätseln gekommen ist?

Die Füllrätsel, welche einen der eigentümlichsten Teile des Büchleins bilden, waren zur Zeit meiner Kindheit – ich habe es schon in meiner ersten Vorrede berührt – am Rhein in Schwang; ja, manche der in der ersten Auflage gebotenen Beispiele waren von mir nicht neu erfunden, vielmehr sozusagen dem Volksmund selbst entnommen. In dieser Abart des Rätsels haben wir aber wohl nichts Fremdländisches, sondern etwas uns Deutschen ursprünglich Eigentümliches zu erblicken. Es wäre schade, wenn es nicht auch unsern Nachkommen als Erbteil erhalten bliebe.

Obwohl es, wie ich in der ersten Auflage sagte, nicht sowohl meine Absicht war, eine Sammlung von Füllrätseln mitzuteilen, als in weiteren Kreisen damit bekannt zu machen und zu eigener Erfindung anzuregen, so willfahre ich doch einem mir ausgesprochenen Wunsche, indem ich auch diesen Teil der Sammlung durch einige weitere Beispiele vermehre. Man findet unter diesen Zusätzen auch Versuche in einer neuen Abart, welche die Erzählung statt durch einfach sich wiederholende Worte durch Schlingreime ergänzen lässt.

Florenz, Ostern 1909.

F. B.

Vorwort zur fünften Auflage

(noch nicht gemeinfrei)

 

Der Philosoph als Rätselschmied

von Rudolf Steiner

Erstveröffentlichung in:
Das Goetheanum, II. Jahrgang, Nr. 48, 8. Juli 1923
(GA 36, S. 162-165)

– – –

Unter den Menschen, die für das geistige Leben zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts besonders charakteristisch sind, wird man den im Frühling 1917 verstorbenen Philosophen Franz Brentano nennen müssen. (Ich habe in dieser Wochenschrift von ihm anlässlich des Erscheinens seines Christusbuches gesprochen und in einem Nachruf, der den 3 . Abschnitt meines Buches »Von Seelenrätseln« bildet.)

Franz Brentano wollte eine Philosophie von der Seelen­kunde aus gewinnen. Er hat von seiner groß beabsichtigten Psychologie nur den ersten Band erscheinen lassen. Er wollte die Seelenwissenschaft nach einer Methode aufbauen, die nach dem Ideal der Naturwissenschaft orientiert sein sollte. Alles, was er an Feinem, Scharfsinnigem über die Seelenerscheinungen ersonnen hat, geht in der Richtung, die hier in dieser Wo­chenschrift als «Anthroposophie» gekennzeichnet wird. Al­lein die Naturwissenschaft, in der Brentano aufgewachsen ist, und an der er methodisch festhalten wollte, betrachtet ein Ein­dringen in die wirkliche geistige Welt als Phantastik. Und zu einer »Geisteswissenschaft«, die auf Anschauung des Gei­stes geht und dabei doch so streng verfährt wie die moderne Naturwissenschaft, konnte sich Brentano nicht verstehen. Er konnte sich mit vollem Bewusstsein nicht zu dem aufschwin­gen, wozu alle seine Ideenwege hinweisen. So blieb sein Werk unvollendet.

Aber gerade durch ihr Ringen wird die Seele dieses «Seelenforschers» zu einer Erscheinung, die den geisteswissenschaft­lichen Seelenbetrachter immer wieder aufs neue mächtig anzieht. Die kleinste Gabe seiner schriftstellerischen Leistungen bietet ein unbegrenztes Interesse.

Es gibt nun ein kleines Büchelchen »Aenigmatias« (Neue Rätsel von Franz Brentano, 2. Auflage, München 1909) von diesem Philosophen. Er sagt selbst in der Vorrede, dass die zahlreichen Rätsel, die er geschaffen und in diesem Büchlein mitgeteilt hat, »recht eigentlich Erzeugnisse der Gelegenheit« sind. »Wiederholt fand ich mich in Kreisen, die sich mit sol­chen Spielen des Scharfsinnes zu unterhalten liebten; und nur dem Wunsche, ihnen gefällig zu sein, verdanken meine Rätsel ihr Entstehen.«

Und dennoch; geht man liebevoll auf diese Rätsel ein, so findet man in ihnen die besondere Eigenart dieses Denkers wieder. – Brentano wurde durch seine strenge scholastische Schulung zu einer scharfen Behandlung des Denkens geführt. Das Stellen von Fragen an das Leben und die Welt wurde ihm zur feinsten Seelenkunst. Das Gestalten klarer, lichtvoller Be­griffe war ihm in unbegrenztem Felde eigen. Aber durch sein Eingehen auf die Naturwissenschaft seiner Zeit kam er in ein seelisches Erleben, das nicht an die Wesenheit der Dinge heran will; die »Grenzen des Erkennens« trafen bei ihm mit einem nach Unbegrenztheit treibenden Scharfsinne zusammen. Und so konnte er sich mit diesem Scharfsinn den Dingen und Vorgängen der Welt gegenüber nur fühlen wie jemand, der irgend etwas in einer leichten Umhüllung in Händen hat und der sich nun zu raten bemüht, was diese Umhüllung in sich schließt.

Wer Sinn hat für die Untertöne, die aus den Gedanken eines Menschen herausklingen, der kann aus Brentanos tiefgründigen Büchern und Abhandlungen überall den »Rätselsucher« auf besondere Art herausfühlen. Es entstehen bei ihm die Rätsel der Natur und des Geistes dadurch auf besondere Art, dass er in seinen Fragestellungen etwas wie ein Tasten hat, das an die Dinge nicht heran will, weil es glaubt, durch zu unvorsich­tiges Zugreifen die Wirklichkeit zu grob wahrzunehmen. Das wird schließlich die Grundstimmung des ganzen Brentano­schen Denkens.

Und ein solches Denken darf sich, ohne sich untreu zu werden, zur Erholung in die spielerischen Regionen zurückziehen, wo das Fragestellen zum geistreichen Umhüllen des Gemeinten wird. So empfindet man gegenüber den Brentanoschen Rätseln. Denn es ist bei ihm dieselbe Seelenverfassung auf leichtspielerische Art wirksam, wenn er den Leuten Rätsel aufgibt, die sich zum äußersten Ernst erhebt, wenn er den »Rätselfragen« des Daseins nachsinnt.

Man merkt die Gedankenfeinheit, wenn Brentano raten lässt:

Süß bin ich und dem Kindeshunger Wonne,
Da schwind' ich rasch wie Schnee im Strahl der Sonne.
Doch, schwingt die junge Phantasie die Flügel,
So schwell ich, wachse über alle Hügel
Und sperr' ihr Paradies als breiter Riegel.

Und man empfindet ernst dieselbe Feinheit, wenn Brentano die Äußerungen des Seelenlebens in Klassen einteilt.

Wenn dieser Philosoph die Leute witzig unterhalten will, so tut er es, indem er in den Scherz den Geist von seinem Philosophen-Impuls gießt. Und wenn der Philosoph empfindet, wie das Denken ein solch merkwürdiger Alchimist ist, der aus dem kleinsten Vorgang ein tiefernstes Welträtsel macht, so bringt es Brentano durch eine ähnliche Umwandlung zustande, einen Spaß so auszudrücken, dass ihn eine »Tragödie in Worten« umhüllt:

Wen warf man in Wasser zum Sieden erhitzt?
Wem hat man den Bauch mit dem Messer geschlitzt?
 (Vorhingen die innern Geweide ihm itzt;)
Wem riss man die Seel' aus dem Leibe?
Wem stutzte den Schweif man zum traurigen Stumpf?
Wen stieß man hinab in den pfuhligen Sumpf?
Wen schleifte man fort mit verstümmeltem Rumpf? —
Mich, der ich es alles beschreibe.

(Brentano sagt von manchem seiner Rätsel: »Begegnet man bei ihrer Lösung oft großer Schwierigkeit, so trägt die Ge­schicklichkeit derjenigen die Schuld, für die sie zunächst bestimmt waren. Die feinsten und wunderlichsten Aufgaben waren ihnen die liebsten, und keine blieb ungelöst.« Da ich aber bei den Lesern dieser Wochenschrift keine geringere Geschicklichkeit voraussetzen darf, so lasse ich die Lösung bei den Beispielen weg. Brentano gibt ja auch in dem Buche keine.)

Zuweilen ist es reizvoll, wie der Philosoph in das Rätsel etwas hineinträgt, was fast die Weltenschwere einer philosophischen Frage hat, zum Beispiel:

Ich bin ein Meer, ein Ozean,
Der schier die halbe Erde decket,
Ein Grab, das Tausende umfahn
In gleichem Frieden hingestrecket.

Bin eine Hexe, die den Sinn
Mit Trugesfäden dir umwebet,
Ich bin die ernste Lehrerin,
Die euch der Schöpfung Schleier hebet.

Dass eine Winzigkeit mit geradezu dialektischem Wortschwall sinnvoll umhüllt werden kann, zeigt das Rätsel:

Weil ein klein, unscheinbar Ding,
Achtet man es oft gering,
Was Verwirrung schuf
Wenn es in den Lüften schwebt,
Schweigt das Zischen, und es hebt
Sich des Staunens Ruf.

Ja ein Weiser hochgelahrt (Hegel)
Hat den Atem nicht gespart,
Sprach das große Wort,
In dem wohlgefügten Staat
Sei der Fürst, was in der Tat
Dies an seinem Ort.

Brentano wurde Rätselschmied, weil er im Grunde seines Denkquells viel mehr Kraft hatte, als er in seiner Philosophie ausleben konnte; aber er war in so hohem Grade Philosoph, dass er dies auch blieb, wenn er Witze machte. Seine Rätsel sind von der verschiedensten Art: Scharadoiden, Verdoppelungsscharaden, Füllrätsel und so weiter sind darunter; aber alle sind so, dass man fühlt: es ist da der Geist selbst, der zum Spaßmacher wird.

Anmerkungen und Fußnoten

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1) Dieses Rätsel stammt von Wilhelm Bertha; siehe Anmerkungen beim Rätsel

2) Wo der Akzent wechselt: Von anderen Verfassern Akzenträtsel genannt; bei uns sprachwissenschaftlich Homographe.

3) Von anderen Verfassern (und auch von uns) Er- und Sie-Rätsel genannt, wobei nicht nur der/die, sondern manchmal auch der/das oder die/das vorkommen.

4) Bei uns: Homographe.

5) Hier ist Brenatano inkonsequent bzw. unvollständig. »Nacht-Raben« und »Nach-traben« sind Hoimonyme, aber »Ei-Dotter« und »Eid-Otter« sind Scharadoide? Was ist der Unterschied? Der liegt im Rätseltext verborgen, d.h. wie das Rätsel formuliert ist. Bei Scharadoiden wird das Lösungswort in Teile zerlegt; bei Homoionymen nicht.