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Rätselgedicht Nr. 6683

von Gustav Feuerlein

Homonym

Den Schmuck, des' sich manch' kleines oder großes,
Vierfüßig, fliegend, kriechend [1]Tier erfreut;
Den Schmuck, den ihrem Mann ein Weib, ein loses,
Vielleicht auch er ihr zum [2]Ersatz verleiht;
Ein Attribut von [3]Jupiter und [4]Moses;
Den [5]Schmuck, den dem Altar der Jude weiht;
Den Silberschmuck, den Dichter oft vergöttern,
Glänzt er am [6]Himmel, nennen Euch vier Lettern.

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Horn

Anmerkungen

1. Tierhörner; 2. Redensart »jemanden Hörner aufsetzen«; 3. Horn des Überflusses / Füllhorn; 4. der gehörnte Moses; 5. Horn des Altars; 6. Silberhorn (metaphorisch für den Mond)

Die Darstellung des Moses mit Hörnern in manchen älteren christlichen Kunstwerken der Westkirche (z. B. die Skulptur von Michelangelo in San Pietro in Vincoli) geht auf die Übersetzung des hebräischen Verbs »qāran« (קָרַן) in der Vulgata mit »cornuta« (»gehörnt«) statt »coronata« (»strahlend«) zurück.

Jupiter ist der Name der obersten Gottheit der römischen Religion und entspricht dem Zeus in der griechischen Mythologie. Von einem gehörnten Jupiter haben wir nichts in Erfahrung bringen können, aber vielleicht hat Feuerlein gemeint, dass Jupiter seiner Ehefrau jede Menge »Hörner aufgesetzt hat«.

Verweise

Homonyme, Feuerlein