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Rätselgedicht Nr. 6561

von Josef Heinrich Wolff

Logogriph?

Ein Taufname des zarten Geschlechtes

Dieses Ganze kann dir nicht entgehen,
Durch zwei mal zwei wird es genennt,
Die aus zwei mal zwei mal zwei bestehen,
Ein E zu Anfang und zu End'.

Ja ich darf nur auf die Oper deuten,
Auf Joseph Weigels Meisterstück;
Zieht ein Alpenmädchen in die Weiten,
Und Jakob, Jakob bleibt zurück.

An der vielgeliebten Eltern Seite
Geht sie ja mit ins ferne Land;
Traurig wandern muss sie in die Weite,
Doch nicht an des Geliebten Hand.

Tränen netzen ihre Rosenwangen,
Weil sie nicht den Geliebten sieht;
Aus der Heimat Bergenland gegangen,
Wo ihr ein treues Herz erblüht.

Alles, alles mag sich so gestalten
Wie man's in ihrer Heimat sah',
Kann die Ruhe doch in ihr nicht walten,
Das Liebste ist ihr nimmer nah'.

Doch getrost, die Ruhe kehret wieder;
Durch unerwartetes Geschick;
Sie vernimmt des Treuen Klagelieder,
Und – siehet des Geliebten Blick.

Er verließ der trauten Heimat Hütte,
Ihn reizt' nicht mehr die schöne Flur;
Er beflügelt seine bangen Tritte
Und folgt der treuen Liebe Spur.

Solche Liebe lässt man sich gefallen;
Wo grünet sie in unsrer Zeit?
Ja wo solche grünt, da welkt vor allen
Nur Tändelei und Zank und Streit.

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Emmeline

Anmerkungen

Joseph Weigl (* 28. März 1766 in Eisenstadt; † 3. Feb. 1846 in Wien) war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Er komponierte u. a. die Oper Die Schweizer Familie.

Verweise

Logogriphe, Wolff