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Rätselgedicht Nr. 6550

von August Müller

Rätsel

Groß ist es am Riesen, klein ist es am Zwerge;
Du triffst es in Gründen, du schaust es am Berge;
Dir fehlt es im Wachen, du hast es im Traum,
Gewahrst es am Strauche, doch nimmer am Baum.

Dem Gläubigen mangelt's, dem Ketzer nicht;
Dir zeigt es der Kerker, das Hochgericht;
Doch lag es noch niemals in Ketten und Banden,
Und hat auch nichts Böses getan, noch gestanden.

Der Kaiser, der König erblickt es am Throne,
Im Purpur, am Szepter, im Stern', an der Krone;
Doch muss er's am Bauer und Bettler auch schaun,
An Kindern und Greisen, an Männern und Frau'n.

Du brauchst es im Sprechen, im Schrei'n und Erraten,
Entdeckst es im Wasser, im Bier und im Braten,
Und hast es im Arm, und trägst es im Haar,
Und siehst es im Sarg' und im Grabe sogar.

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Der Buchstabe R

Quelle

Neue Jugendzeitung (1815), Sp. 496.

Verweise

Sonstige, Müller