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Rätselgedicht Nr. 5689

von Alois Cobres

Scharade (1+1 Silben)

Rein, und schuldlos schuf im Lustgefilde,
(Richtiger genannt das Paradies)
Einst nach seinem höchsten Ebenbilde
Gott die Erste, die er Adam hieß.

Dieser wünschte sich zum Zeitvertreibe
Bald die beiden Silben im Verein,
Eine Rippe aus dem eignen Leibe
Gab ihm selbe schleunig auf Latein.

Er erwachte aus dem süßen Traume
Seiner Seligkeit nur gar zu bald,
Denn das Ganze gab vom bösen Baume
Ihm die Frucht, die ihm das Leben galt.

Traurig, höchst beschämt, mit Fluch beladen
Sahen sich die beiden Silben an,
Denn, sie mochten sich in Tränen baden,
Die betrübte Sünde war getan:

Und mit ihr dem menschlichen Geschlechte
Durch sein leider schnell verführtes Haupt
Seine Unschuld, alle seine Rechte
Auf des Himmels Seligkeit geraubt.

Ohne Rettung warst du Mensch! verloren
Durch das Ganze, doch der liebe Gott,
Hatte später sich es auserkoren,
Und er riss die Menschheit aus der Not.

Dich des Satans Klauen zu entreißen,
Der uns allen das Verderben schwor,
Brachte, uns Versöhnung zu verheißen,
Selbes einst das erste Wort hervor,

Das der Sünde Folgen zu vernichten,
Die durch alle Menschen sich ergoss,
Ein Versöhnungsopfer zu entrichten
Allerbarmend willig sich entschloss.

Lösung anzeigen

Vir + Go = Virgo

Anmerkungen

Lösungswort ist Lateinisch.

lat. virgo = Jungfrau, Mädchen

lat. vir = Mann

Verweise

Scharaden, Cobres