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Rätselgedicht Nr. 5601

von Friedrich Wilhelm Riemer

Scharade (3+2 Silben)

Fünf Silben stellt die Sprache der Hellenen
Verbunden dar in einer Doppelgruppe:
Es bilden drei davon die erste Truppe,
Sie zeigt das Ideal des männlich Schönen.

Der andern Silbenpaar nennt als Monarchen
Der Griechen-Stämme zweiten Patriarchen;
Er hieß zuerst der Säulen starre Wellen
An Tempel und Palast sich würdig stellen.

Das Ganze fasst sich wie von selbst zum Rahmen
In eines Malers deutungsreichen Namen,
Des ersten, der erfand, durch Licht und Schatten,
Wahrheit und Schein zum Ebenbild zu gatten.

Lösung anzeigen

Apollo + Dorus = Apollodorus

Anmerkungen

»Bei Allerhöchster Anwesenheit Ihro Majestät der Kaiserinn-Mutter Maria in Weimar, als Festspiel Charade fünfsilbiger Name eines Malers im Alterthum (1818), Vorrede zur szenischen Darstellung des Lösungsbegriffs«

Apollodor von Athen war ein athenischer Maler, der im letzten Drittel des 5. Jahrhunderts v. Chr. wirkte. Sein Ruhm basierte auf zwei von ihm eingeführten Neuerungen in der Malerei. Der bis dahin vorherrschenden kolorierten Umrisszeichnung, deren Vertreter etwa der etwas ältere Polygnotos war, fügte er die Schattenwirkung hinzu und erreichte dadurch als erster Plastizität und dreidimensionale Körperlichkeit in seinen Gemälden.

Apollon ist in der griechischen und römischen Mythologie der Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs.

Die Dorer waren neben u. a. den Achaiern, Ioniern und Aiolern eine indogermanische, altgriechisch sprechende Bevölkerung, die wahrscheinlich ursprünglich im nordwestgriechischen Raum (Epirus) und Makedonien lebte.

Die dorische Ordnung ist eine der fünf klassischen Säulenordnungen. In der Hierarchie der Ordnungen steht sie zwischen der toskanischen und der ionischen Ordnung.

Quelle

Friedrich Wilhelm Riemer: Gedichte. Bd. 1. Jena: Frommann, 1826.

Verweise

Scharaden, Riemer