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Rätselgedicht Nr. 4410

von Alois Cobres

Homonym und Logogriph

Der Arme speise an Sommertagen,
Wenn ihm ein guter Braten fehlt,
Das Rätselwort doch mit Behagen,
Es kostet ihm nur wenig Geld.

Wer mag dasselbe wohl entbehren?
Der Arme wie der Reiche nicht,
Es ist, wer soll das Wort nicht ehren?
Ein trefflich kühlendes Gericht.

Es kann bei großen Fressereien,
Wo man die Kosten gar nicht spart,
Darauf ein jeder Gast sich freuen,
Man richtet es auf manche Art.

Wird ihm der Kopf dann abgehauen.
Und schneidet man hinweg den Fuß,
Dann zeigt ein Volk zu ihm Vertrauen,
Das man mit Recht verachten muss.

Wer Lust hat, sich zu überzeugen,
Dass die Behauptung Wahrheit sei,
Der sieht im Stamme, in den Zweigen,
Das Bild der echten Tyrannei.

Mit blinder Wut, wie Tiger würgen,
Verheeren, brennen ohne Not,
Das lehrt, Jahrhunderte verbürgen,
Es dir, des Stifters Schandgebot.

Und doch, wer sollte es wohl glauben!
Verteidigt es so mancher Christ,
Ein Christ? O nein! Wenn Sie erlauben,
Verteidigt es der Egoist.

Dasselbe Wort, so zugeschnitten
Versetzt Dich in eine kleine Stadt,
Die freilich keine deutschen Sitten,
Jedoch des Wortes Namen hat.

Und suchst du gar, dich zu vergnügen,
Zum Spaß es weiter auf Latein,
So wird es wohl, hinweg zu stiegen
Das allerbeste Mittel sein.

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Salat, Ala

Anmerkungen

Ala: 1. Reiterverband im Militärwesen des antiken Rom?!; 2. Ort in Portugal oder Schweden oder Italien (es gibt mehrere Orte dieses Namens); 3. ala (lat.) = Flügel

Die Ala war im Heereswesen des antiken Rom ein Verband von (in der Kaiserzeit) 500 bis 1.000 Reitern. Die Alae zählten zu den Auxiliartruppen. Im Laufe der Zeit erhielten sie ein immer größeres taktisches und gegen Ende des römischen Reiches auch strategisches Gewicht.

Stimmt unsere Interpretation der Strophen 4 bis 6? Was ist mit Strophe 7 gemeint? Evtl. eine vierte Bedeutung?

Verweise

Homonyme, Logogriphe, Cobres