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Rätselgedicht Nr. 2363

von Ernst von Houwald

Homonym

Als ich vor grauer Zeit auf einem Berge stand,
Trug ich auf meinen starken Armen
Für alle Welt ein heiliges Unterpfand
Von Vaterliebe und Erbarmen.

Trägst du mich still, so dass es Keiner sieht,
Dann beug, ich oft als schwere Last dich nieder,
Und doch fühlst du beruhigt dein Gemüt,
Gedenkst du mein aus jenem Berge wieder.

Trägst du mich aber offen an der Brust,
Dann ist gelungen dir manch kühnes Wagen;
Doch besser ist's, du bist dir's still bewusst,
Dass du mich segnend oft geschlagen.

Und schlummert unter'm Rasen dein Gebein,
Ist keiner, der des Grabes mehr gedenket,
So steh' ich an dem Hügel noch allein,
Und spreche still: Hier habt ihr ihn versenket.

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Kreuz

Anmerkungen

Kreuz: 1. Kruzifix; 2. Leid/schwere Bürde; 3. Kreuzorden; 4. Kreuzzeichen; 5. Grabkreuz

Verweise

Homonyme, Houwald, Arnold