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Rätselgedicht Nr. 1747

von Agnes Franz

Lokal-Scharade (2+2+1 Silben)

Die ersten beiden werden oft beneidet,
Als wohne ihnen nie der Kummer bei.
Man wähnt, da Gold und Purpur sie umkleidet,
Sie wären von des Lebens Sorgen frei.

Doch irrt man leicht. Oft sucht man dort vergebens
Das Glück, das uns die Dritt' und Vierte beut.
Und fehlt die Blüte in dem Kranz des Lebens,
So hat er dauernd nie das Herz erfreut.

Die Kleinod ruht nicht in des Reichtums Schoße,
Es wohnet nicht im glanzgeschmückten Saal,
Verschwiegen, wie die stille Waldesrose,
Erblüht es nur im mildern Sonnenstrahl.

Wo lieb' und Treue ihre Hütten bauen,
Wo fromme Huld auf andrer Freude denkt:
Da ist das süße Kleinod auch zu schauen,
Das uns schon hier des Himmels Wonne schenkt.

Als von der letzten Silbe ich hernieder
Aufs schone Ganze sah, und sanft und mild
Der Abend kam auf purpurnem Gefieder,
Verklärung gießend über das Gefild':

Da fühlt' ich klar, in dieses Tales Gründen,
Im schonen Kreis der Lieb' und Häuslichkeit,
Da sei das seltne Kleinod aufzufinden!
Zur Heimat war das Ganze ihm geweiht!

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(unbekannt)

Verweise

Scharaden, Franz