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Rätselgedicht Nr. 1294

von Gustav Theodor Fechner

Rätsel

Mein Leben das ist arm und nächtig;
Viel lieber lebt' ich schön und prächtig;
Ein hoher Herr tritt an mein Haus,
Im schönsten Schmuck, mit reichen Taschen;
Ei, denk ich, könnt'st du was erhaschen!
Und strecke meine Finger aus.

Das scheint dem Herrn nicht zu gefallen;
Er, der sonst schenket alles allen,
Hält streng ob meinen Fingern Wacht,
Und gleich wird jeder abgeschnitten
Vom Diener, der folgt seinen Tritten,
So wie ich ihn nur lang gemacht.

Schad' wär' es um die armen Dinger;
Zum Glück doch wachsen neu die Finger,
Und immer neu streck' ich sie aus;
Und wie der reiche Herr sich wehre,
Zuletzt mit langen Besen kehre
Ich doch ihm noch die Taschen aus.

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Spargel

Anmerkungen

Der "hohe Herr" ist der Frühling

Verweise

Worträtsel, Fechner