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Rätselgedicht Nr. 1159

von Gustav Theodor Fechner

Scharade (1+2 Silben)

Die Mutter schickt ihr Kindlein aus,
Um Holz zu holen für das Haus;
Das Kind ging mit dem Korb zum Wald,
Den hat es voll gelesen bald.

Als nun getan die Arbeit war,
Ging's nach den schönen Blümlein gar,
Und band zum Strauße, was sie fand;
Noch deckt die erste halb das Land.

Und als sie oftmals sich gebückt,
Zum Heimweg jetzt sie an sich schickt;
O weh! rings alles ist verwirrt;
Das arme Kind hat sich verirrt.

Wie wird dem armen Kind so bang;
Ach, bis zur Nacht ist's nicht mehr lang;
Spricht: „O du böser Blumenstrauß,
Was hast du mich gelockt vom Haus?

Erst saht ihr mich so freundlich an,
Und habt das Mäulchen aufgetan,
Als könntet ihr sprechen und singen schön,
So sagt mir nun, wo ich soll gehn?"

Doch ach, der Blümlein Mund bleibt stumm;
Vergebens sieht sie rings sich um;
Da horch! was klinget durch die Luft?
Der Blümlein hohe Schwester ruft.

Die stets gewohnt, vom hohen Stiel
Zu rufen nach dem Heimatsziel –
Vom Paar der Zweiten dir genannt –
Den Ruf zum Kindlein hat gesandt.

Das Kind, nun aller Sorgen quitt,
Bringt heim zum Holz die Blumen mit,
Die's in dem ersten stehen fand,
Hat nach dem Ganzen sie genannt.

Lösung anzeigen

Schnee + Glöckchen = Schneeglöckchen

Verweise

Scharaden, Fechner