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Rätselgedicht Nr. 8671

von Anonymus

Anagrammoid

Trallirum, trallarum! – So singt, wer mich hat,
Er leb' auf dem Lande, er wohn' in der Stadt;
Mit ruhigem Herzen und heiterem Sinn
Hüpft er auf dem Pfade des Lebens dahin.

Pflückt munter die Blümlein, die neben ihm stehn.
Und kriecht ins Gebüsche, wenn Stürm' ihn umwehn.
Er tanzt über blumige Auen hinweg,
Und springt über Steine und Dornen ganz keck;

Beim frohen Gelage, bei Sorgen und Müh
Beschleicht sein Herz Missmut und Kummer doch nie.
Und führt ihn endlich das Schicksal ans Grab.
So hüpft er mit furchtlosem Herzen hinab.

Auf dreizehn der Füß' tanz' ich hin und her;
Doch sind in mir Worte wohl vierzig und mehr,
Wenn man meine Füße zerteilt und versetzt.

Als: [1] Was wird im guten Konzerte ergötzt?
[2] Was mancher, der traurig im Ehestand lebt,
Wohl, wieder zu werden, oft wünschet und strebt.
[3] Was, Puder gleich, manchmal die Herbstflur bestreut.
[4] Ein Mann, der den Gaumen der Großen erfreut.
[5] Was öfters die Besten der Menschen begehn.
[6] Worauf manche mehr, als aufs Herze wohl sehn.
[7] Für Räubergesindel ein sicherer Ort.
[8] Sprich, was dann entsteht, wenn man sticht oder bohrt.
[9] Ein Kerker, worinnen selbander man sitzt,
Für Freude oft juchheit, für Sorgen oft schwitzt.
[10] Was der schätzt, den rühmlicher Stolz noch beseelt.
[11] Was keiner, der Gottes Geschöpfe liebt, quält.
[12] Die Röhre, durch welche die Töne man drückt,
[13] Was jeden der letztern treu rückwärts dir schickt.
[14] Was ist der, der mehr als er brauchet, besitzet?
[15] Ein Mensch, der das Beste am Menschen nicht nützet.
[16] Ein Baum, welcher brennbare Äpfel nur trägt.
[17] Was man mit dem Besen aus Zimmern wegfegt.
[18] Wie wird der gefegete Unrat genennt?
[19] Was oft wegen Unrechts im Herzen entbrennt.
[20] Ein starker, für viele bestimmter Gesang.
[21] Ein Schwarzwild, für Weiber ein siegreicher Fang.
[22] Wie Abends die Sonne die Wolken bemalt.
[23] Was oben am flammenden Feuer stets strahlt.
[24] Was bleibt denn zurück, wenn die Flamme verfliegt?
[25] Ein Mann, welcher meistens beim Degenkampf siegt.
[26] Der Fisch, welcher Brüder verfolget und raubt.
[27] Ein Baum, der seit Jahrhunderten sich belaubt.
[28] Was hat man, wenn man ohne Aufenthalt läuft?
[29] Der Fluß, welcher jede Erinnrung ersäuft.
[30] Der prächtige Ort, den der Weise verlacht.
[31] Zylinders, von menschlichen Haaren gemacht.
[32] Die klugen zehn Jungfrau'n vergaßen es nicht.
[33] Im Winter ein grünes, wohlschmeckend Gericht.
[34] Was sich auf den groben Klotz grobes gehört.
[35] Was in großen Städten manch Mädchen entehrt.
[36] Was quält dann, wenn Speisen zu ofte man isst.
[37] Ein Wohnort für Fische, drinn's Wasser nicht fließt.
[38] Ein Mann, dem die Herde entgegen oft brüllt.
[39] Setz' eins noch hinzu, so ist's Dutzend erfüllt.
[40] Wie alles der weiseste König benennt.
Mein Logogriph ist's auch; drum setz' hier sein End.
Doch, was er verhüllt, gehört nicht mit zum Lauf
Der irdischen Dinge, hört ewig nicht auf;
Von Tugend geleitet, von Weisheit erzeugt,
Ist's das, welches ewig von Menschen nicht weicht.
Errät'st und verdienst du's: dann soll es in Scherz
Und Freude dich leiten, und trösten im Schmerz

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Fröhlichkeit

Anmerkungen

1. Ohr; 2. frei; 3. Reif; 4. Koch; 5. Fehler; 6. Rock; 7. Höhle; 8. Lach lies: Loch.; 9. Ehe; 10. Ehre; 11. Tier; 12. Kehle; 13. Echo; 14. reich; 15. Thor; 16. Fichte; 17. Kot; 18. Kehricht; 19. Eifer; 20. Chor; 21. Floh; 22. rot; 23. Lohe; 24. Kohle; 25. Fechter; 26. Hecht; 27. Eiche; 28. Eile; 29. Lethe; 30. Hof; 31. Locke; 32. Öl; 33. Kohl; 34. Keil; 35. Feilheit; 36. Ekel; 37. Teich; 38. Hirte; 39. eilf; 40. eitel

Verweise

Anagrammoide, Anonymus