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Rätselgedicht Nr. 8609

von Anonymus

Anagrammoid

Mich hat Bequemlichkeit erfunden;
Man weiht mir gern die Abendstunden;
In meinem Schoß am Ofen pflegt
Man sich, eh' man zur Ruh sich legt.

Oft sammelt man zu meinem Leibe,
Damit nichts unvollkommnes bleibe,
Aus dreien Reichen der Natur,
Doch manchmal auch aus zweien nur.

Nimm meine vierzehn Quaderstücke,
Aus denen mich der Mensch erbaut,
Versetze vorwärts und zurücke
Sie, kleide sie in andre Haut.

Was gilt's, du bau'st daraus zusammen
Wohl hundert fünf und zwanzig dir.

[1] Zuerst den Mann, der nicht die Flammen,
Den Tod nicht achtete; der dir
Ein Beispiel ist, dass man nie wanken
Von dem muss, was für wahr man hält.
[2] Sein Freund, dem's viele Menschen danken,
Dass sie des Papstes Joch nicht quält.
[3] Das, was zuweilen deine Seele,
Zuweilen deinen Körper drückt.
[4] Die Blume, die beim Frühgesang der Philomele,
Das Mädchen sich zum Schmuck des Busens pflückt.
[5] Ein Eisenfresser. [6] Eine Hülle
Für dein Gesicht. [7] Des Reuters Sitz.
[8] Beim Wohlergehn des Herzens Fülle.
[9] Dem mangelt so Verstand, als Witz.
[10] Der Umgang gleichgestimmter Seelen.
[11] Wo uns die Morgensonne grüßt.
[12] Ein Ort, den sich die Großen wählen
Zur Kühlung, wenn es möglich ist.
[13] Der Teil an dir, der dich belehret,
Wenn dir's am A B C noch fehlt.
[14] Das, was im Winter Tiere nähret.
[15] Was dich nach jeder Trennung quält.
[16] Des Haares Farbe, die das Alter,
Doch manchmal auch der Gram erteilt.
[17] Was nicht die Flur mehr netzt, wenn kalter
Dezemberwind aus Norden heult.
[18] Was dir die Sonn' aus fernen Höhen
Zur Wärm' und zur Erleuchtung schickt.
[19] Der breite Weg zum Fahren, Reiten, Gehen.
[20] Was dich im stillen Grab' beglückt.
[21] Wo sich das Heer im Krieg zusammen
Versammelt. [22] Was du dabei leid'st,
Wenn Haus und Hof verzehren Flammen.
[23] Den du mit deiner Mahlzeit weid'st.
[24] Der Teil an dir, der dich belehret.
Was schwarz aussieht, rot oder weiß.
[25] Die Nuß, in der ein Wurm gezehret.
[26] Dem Dichter macht's oft Müh' und Schweiß.
[27] Der Arm des Baums. [28] Die große Tugend,
Die erst den Freund zum wahren Freunde macht.
[29] Man straft damit die wilde Jugend
Beim Militär, die Worte nicht geacht't.
[30] Die Fehler, die dein böser Wille,
Nicht, die dein schwaches Herz begeht.
[31] Die labende und süße Stille,
Nach der der Müde sehnlich fleht.
[32] Ein kleines Wild, mit dessen Namen
Man oft den Schüchternen belegt.
[33] Was dünn ist. [34] Und wozu den Saamen
Natur, dir nie ins Herz gelegt.
[35] Worinn die Europäer alle,
Ja, alle wohnen, reich und arm.
[36] Ein Heer steht still bei dieses Wortes Schalle.
[37] Wobei dem Wünschenden wird warm.
[38] Das letzte Haus, das man dir bauet.
[39] Wie dir der Frost die Glieder macht.
[40] Worauf der Jäger steht, wenn er nach Wilde schauet.
[41] Die Zeit, die wechselt mit der Nacht.
[42] Der Menschen Kleid im Paradiese.
[43] Womit dein Freund dir oft genützt.
[44] Die schön beblümte bunte Wiese.
[45] Ein tragbar Tier, das Mut besitzt.
[46] Ein Vater von gedruckten Kindern.
[47] Ein Tier, das sich vom Stehlen nährt.
[48] Was sich gedörrt nur lässt durchwintern.
[49] Wo jede Sache hingehört.
[50] Der Saft, den man den Früchten raubet,
Um zu erhalten dunkle Nacht.
[51] Ein Name, den der Mensch erdacht
Für's höchste Wesen, das er glaubet.
[52] Der tiefe Nachbar von den Höhen.
[53] Wie man den Weg in Städten nennt.
[54] Ein harter Stoff, durch den doch Strahlen gehen.
[55] Was dich oft tief im Herzen brennt,
Hast du es übereilt begangen.
[56] Die Zeit, wo dich die Jugend flieht.
[57] Die schöne Farbe frischer Wangen.
[58] Ein Pausewort in Davids Lied.
[59] Ein Stab, mit dem man sonsten prangte,
Tyrannen Mode drängte ihn
Hinweg, [60] was da der Mensch erlangte,
Als die Vernunft ihm ward verliehn.
[61] Sie war das beste Weib, und fehlte,
Denn sie war Mensch. Vergebt es ihr!
[62] Viel' Blumen, die ein Band vermählte.
[63] Des Fingers Plätzchen am Klavier.
[64] Was schön poliert ist. [65] Was erschüttert.
[66] Der alten Ritter Schutz und Staat.
[67] Womit der Mensch das Rindvieh füttert
Aus Not, wenn er nichts besser's hat.
[68] Metall, durch Kunst und Fleiß verfeinert.
[69] Ein Schalentier, von fernem Strand.
[70] Was oft die beste Tat verkleinert.
[71] Ein Fluss im schönen Sachsenland.
[72] Worauf der Fuß des Menschen gehet.
[73] Ein Instrument, das dann nur klingt,
Wenn es ein scharfer Wind durchwehet.
[74] Was jeder Mangel mit sich bringt.
[75] Die Mutter jener raschen Tiere,
Die dir bequem und nützlich sind.
[76] Willst du's nicht werden, Mädchen, führe
Dich ehrbar auf, mein schönes Kind.
[77] Womit man sonst erzwingen wollte,
Dass der, der Böses ausgeübt,
Die Missetat bekennen sollte.
[78] Was Leidenden das Mitleid gibt.
[79] Die Zähne mancher Tier' im Walde.
[80] Der, welchem andre untertan.
[81] Ein Ruf, der bei der Jagd oft schallte.
[82] Ein Tor, durch das man sehen kann.
[83] Ein Mann aus einem rauen Lande.
[84] Was Manns꞊ auch Weiberköpfe ziert
Und deckt. [85] Der Menschheit größte Schande,
Wo eins das andre irre führt.
[86] Was dich bei widrigem Geschicke,
Treff's dich, treff's andre, überfällt.
[87] Wie heißt die kleine, schmale Brücke,
Die weder Pferd noch Wagen hält?
[88] Ein Tierchen, das mit heller Kehle
Im Lenz und Sommer dich erfreut.
[89] Was nie beherrscht die edle Seele.
[90] Ein Blümchen, das der Herbst dir beut.
[91] Ein Tier, das seine harten Haare
Zur Reinigung des Kleids dir gibt.
[92] Wie jeder Stein ist. [93] Im Spätjahre
Des Windes Hauch. [94] Was, der dich liebt,
Mit Händedruck, mit Wärme bietet,
Ein andrer nur aus Höflichkeit.
[95] Ein Tier, das Eier legt, nicht brütet.
[96] Wie's Bier leicht wird zur Sommerszeit.
[97] Ein kleiner Teil von einem Pfunde.
[98] Ein Körper ohne Fleisch und Fett.
[99] Worin man Kaffee führt zum Munde.
[100] Bist du's: so sehnst du dich ins Bett.
[101] Das Fleisch, eh' man es kocht und brühet.
[102] Ein schönes, sanftes Instrument.
[103] Der schwarze Staub, der aufwärts fliehet
Von einem heißen Element.
[104] Die Krankheit, die dein Eingeweide
Zu Adern macht. [105] Ein flüchtig Wild.
[106] Sind es die Mädchen: macht's die Freude.
[107] Auch ein Geschirr, das angefüllt
Mit Feuchtigkeit, ins Glas sich leeret.
[108] Wie du das letzte Stückchen nennst.
[109] Was nie der Reuter gern entbehret.
[110] Woran du Freunde oft erkennst,
Wenn du sie nur von hinten siehest.
[111] Auch das, um dessen Güte du,
Buchhändler, dich mit Recht bemühest.
[112] Ist's schwarz: so führt's Gewinnst dir zu
Im l'Hombre. [113] Eine kleine Schlange,
Die dich zwar sehr empfindlich sticht,
Doch, sei nicht für die Folgen bange,
An dieser Wunde stirbst du nicht.
[114] Worin sich jeder Mensch befindet,
Bald glücklich, bald höchst unbequem,
Doch schickt er sich darein: so schwindet
Der Druck, er macht sich's angenehm.
[115] Ein Lager, unbequem und harte.
[116] Was mit dem Hunger nicht besteht.
[117] Das höchste Blatt der deutschen Karte.
[118] Was allzeit war, und nie vergeht.
[119] Ein Mark von einem Baum, zur Speise
Für Kranke und Gesunde gut,
[120] Die Übereilung, die der Weise
Flieht, der mit Überlegung alles tut.
[121] Das Wasser, scharf gemacht durch Asche.
[122] Wohin des Feuchten Überfluss
Du leitest. [123] Das, womit die rasche
Und böse Tat der kleinen Kinder muss
Bestrafet werden, willst du gut sie haben.
[124] Ein Ton der aus der Kehl' erschallt.
[125] Was für die Zukunft du musst haben,
Willst du nicht Mangel leiden bald.

So nimm dann, Leser, dies Gerichte.
Ich wünsche guten Appetit.
Und hast du es verzehrt: so bitt'
Ich dich, verzieh' nicht das Gesichte.
Komm, reiß dich von dem Missmut los,
Und lege dich in meinen Scho0!

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Großvaterstuhl

Anmerkungen

1. Huß; 2. Luther; 3. Last; 4. Rose; 5. Rost; 6. Larve; 7. Sattel; 8. Lust; 9. Thor; 10. vertraut; 11. Ost; 12. Grotte; 13. Ohr; 14. Heu; 15. Trauer; 16. grau; 17. Thau; 18. Strahl; 19. Straße; 20. Ruhe; 21. Lager; 22. Verlust; 23. Gast; 24. Auge; 25. hol; 26. Vers; 27. Ast; 28. treu; 29. Arrest; 30. Laster; 31. Rast. 32. Hase; 33. lauter; 34. Haß; 35. Haus; 36. halt! 37. harre! 38. Sarg; 39. starr; 40. Lauer; 41. Tag; 42. Haut; 43. Rath; 44. Aue; 45. Ross; 46. Autor; 47. Ratte; 48. Groß lies: Graß.; 49. Ort; 50. Oehl; 51. Gott; 52. Tal; 53. Gasse; 54. Glas; 55. Tat; 56. Alter; 57. rot; 58. Sela; 59. Rohr; 60. Gut; 61. Eva; 62. Straus; 63. Taste; 64. glatt; 65. Stoß; 66. Tross; 67. Stroh; 68. Stahl; 69. Auster; 70. Sage; 71. Sale; 72. Sohle; 73. Orgel; 74. Sorge; 75. Stute; 76. Hure; 77. Tortur; 78. Trost; 79. Hauer; 80. Herr; 81. Hussa! 82. Gatter; 83. Russe; 84. Hut; 85. Trug; 86. Graus; 87. Steg; 88. Vogel; 89. arg; 90. Aster; 91. Saue; 92. hart; 93. rau; 94. Gruß; 95. Laus; 96. sauer; 97. Lot; 98. hager; 99. Tasse; 100. loß; 101. roh; 102. Laute; 103. Ruß; 104. Ruhr; 105. Reh; 106. lose; 107. Lase; 108. Rest; 109. Gurt; 110. Gestalt; 111. Verlag; 112. As; 113. Otter; 114. Lage; 115. Streu; 116. satt; 117. Taus; 118. stets; 119. Sage; 120. Hast; 121. Lauge; 122. Gosse; 123. Rute; 124. Laut; 125. Vorrat

Verweise

Anagrammoide, Anonymus