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Rätselgedicht Nr. 7985

von Rudolf Treichler

Homonym

Sie tritt uns freundlich stets entgegen,
Behäbig, mütterlich und still,
Bedeutet einen wahren Segen
Dem, der die Ruhe finden will.

Sie ist so einfach, so bescheiden,
Belädt sich gern mit andrer Last,
Gewährt dir ihre schlichten Freuden,
Solange du ihr lieber Gast.

Wenn du, gestärkt von ihrer Güte,
Sie nun verlässt — ohn' Dank und Gruß! —
Magst mit beflügeltem Gemüte
Nun weiter ziehn mit frohem Fuß —

Zu ihrer stolzen »Schwester« Hause,
Das die bewohnt in Prunk und Pracht,
Darin der lauten Welt Gebrause
Zu jener steht wie Tag zur Nacht.

Auch sie empfängt den armen Müden
Mit ihrer kühlen Eleganz,
Doch bietet sie dir keinen Frieden,
Nur Unrast hinter Glas und Glanz.

Sie gibt dir nur — wenn du gegeben,
Auf dich genommen Schuld und Last,
Sie bleibt dir treu dein ganzes Leben,
Bis — deine Schuld bezahlt du hast!

Wer nennt sie wohl, die beiden Schwestern
Die eine niedrig, arm und hart,
Die andere prächtig, heut wie gestern,
Und beide — nötige Gegenwart!

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Bank

Anmerkungen

1. Sitzbank; 2. Geldinstitut

Verweise

Homonyme, Treichler, Forum