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Rätselgedicht Nr. 7902

von von Rudolf Treichler

Homonym

[1]Sie legt ihn um den Hals, den zarten,
Um Nacken, Schultern rund und schmal —
In allen Farben, Stoffen, Arten,
In Stadt und Land, in Park und Saal.

Auch in der Mehrzahl — ganz natürlich,
Tun ihre Dienste sie getreu:
Wenn's kühl im Sommer, zart und zierlich,
Im Winter — dick, wie's immer sei.

[2]Doch setzt du nun die Mehrzahl wieder
Als simple Einzahl nochmals ein —
Dann wird sie für die Namensbrüder
Zur holden »Schwester«, fest und fein.

[3]Sie dient zum Schutze vielen Früchten,
[4]Doch auch gar mancherlei Getier, —
Die harten schätzt du wohl mitnichten,
Doch manche weiche schmecken dir! —

[5]Nun bietest du die edle, runde ...
Dem andern zur Erquickung dar,
Dass ihm — und ihr! — ihr Inhalt munde:
Heiß oder kalt, trüb oder klar.

[6]Und schließlich — diesmal nur im Scherze —
Fühlt sich der Mensch in ihr gar »schön«!
Mög es euch denn — zu meinem Schmerze,
Wenn's hier erschien! — nicht widerstehn!

Lösung anzeigen

der Schal, die Schale

Anmerkungen

1. Kleidungsstück: langes, schmales Tuch, das um den Hals gelegt oder geschlungen wird; 2. flaches, meist rundes oder ovales, oben offenes Gefäß; 3. eine Frucht umgebende, festere äußerste Schicht; 4. äußere Hülle der Schalentiere; 5. Gefäß, in dem Speisen oder Getränke serviert werden: 6. Kleidung (»sich in Schale werfen« = sich schick anziehen)

Verweise

Homonyme, Treichler