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Rätselgedicht Nr. 7718

von H. Oesterling aus Ermsleben

Scharadoide (1+1+1 Silben)

Ich geb' dir in deine zwei tüchtigen Backen
Ein deutsch-französisches Wörtchen zu knacken.

Erste Silbe.

Mein Erstes musst du haben, willst reisen du bequem
Denn die Gesetze fragen doch immer: trau, schau, wem? –
Weich ausgesprochen, bin ich den Musikern bekannt,
Man streichelt in Konzerten mich oft mit lieber Hand. –
Ich bild auch enge Schluchten von steiler Bergeshöh',
Ich wurde selbst geschichtlich, wie bei Thermopylä.

Zweite Silbe.

Doch meine zweite Silbe, sie ist fast gar zu klein,
Die kannst du leicht erraten, es macht dir nicht viel Pein,
Ein Liedlein der Studenten, das fängt sich mit mir an,
Dann knüpft's von Schmausereien und Trinken sich daran.
Das Possessivum weiblich, drück' ich in Frankreich aus,
Dies umgedreht, dann bin ich beim Kartenspiel ein Daus.

Dritte Silbe.

Die Letzte deutsch gelesen, da deut' ich einen Hang,
Der zeigt sich oft im Lernen, im Wissen, Raub, Mord, Zank.
Französisch sie gelesen, bin ich am rechten Ort,
Doch kling ich so im Deutschen wie ein veraltet Wort,
Vertrete da bisweilen die Wörter: schon, auch seit, –
Gleich vorn im Mantelliede erfasst du mich beim Kleid.

Das Ganze.

Und einmal warst du selber gewiss ein Ganzes schon,
Doch kannst du's täglich werden, geh nur zur Poststation,
Und löse dir ein Plätzchen, nimm den im Wagen ein, –
Nun lass den Schwager fahren, in alle Welt hinein.
Sei freundlich mit dem Schwager, nicht mürrisch ernst und streng
Dann bläst der recht fidele sein Liedlein: »Schnetterdeng!«

https://de.wikipedia.org/wiki/Thermopylen 

Lösung anzeigen

Pass + sa + Gier = Passagier

Verweise

Scharadoiden, Deutscher Post-Almanach