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Rätselgedicht Nr. 6445

von C. Hanisch

Scharade (1+2 Silben)

»Franz!« – sprach der Vater zu dem lieben Sohn,
Der sich zum Rechtsgelehrten bilden sollte,
Und auf die hohe Schule reisen wollte, –
»Du ziehst mit meinem Segen nun davon:
So reise glücklich, bleib das Erste mir,
Vergiss bei meinen Lehren nie der Zweiten,
Sie werden Dir nicht fehlen bei den Leuten;
Dein Kopf ist's erste, voll von Wissbegier,
Studiere, Franz! studier' so viel du kannst,
Du steigt dereinst zum Rat in kurzer Weile,
Und Ruhm und Wohlstand werden Dir zu Teile, –
Wer weiß, wohin Dich noch das Glück verpflanzt;
Der Fürst, Du weißt's, liebt Wissen und Talent.
Er fordert wohl einmal von Dir das Ganze,
Du zeigt Dich nun in vollem Geistesglanze
Und wirst – o Glück! – geheimer Präsident.
Dein Einfluss mehrt sich täglich, – auch Dein Geld;
Du kaufst das Erst', ein elisäisch Feld,
Und ruhst von Staatsgeschäften dort zu Zeiten,
Fährst gar mit Sechsen oder mit den Zweiten,
Und lebst, ein zweiter Fürst, wie Dir's gefällt.
O Franz! geöffnet ist die Bahn zum Glück,
Als lumen mundi kehre mir zurück!
Sonst müsst' ich schnell das Erst' in Ver verwandeln,
Und Dich, wie dann das Ganze sagt, behandeln.«

Lösung anzeigen

Gut + achten = Gutachten; Ver + achten = Verachten

Anmerkungen

lumen mundi (lat.) = Licht der Welt (eine Bezeichnung für Jesus Christus)

Verweise

Scharaden, Polycheiria