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Rätselgedicht Nr. 4474

von Rudolf Treichler

Homonym

Ihr findet ihn an Ast und Zweigen,
Als frühen Endes Neubeginn,
In stillem Säumen — Sinnen — Steigen —
Erfüllt sich seines Lebens Sinn:

Der Frühling ruft ihn auf zum Leben,
Der Sommer reift ihn stark und schön,
Im Herbst wird er sich schlank erheben,
Im Winter wird er dürre stehen.[1]

Doch auch im eignen Lebensgange
Erlebt ihn oft der Mensch, das Tier:
Erhofft, erwünscht gar froh und — bange
Als Erdenglückes Ziel und Zier.[2]

Doch — wenn dem Sommer sie zu Ehren! —
»Aufblühn« in unserm Angesicht,
Dann werden sie die »Schönheit« stören,
Denn diese »Blüten« schätzt man nicht![3]

So leben immer neu sie weiter,
Wie ihnen Maß und Ziel verliehn,
Ja — »sprossend« selbst an Steig und Leiter,
Woll'n sie uns freundlich aufwärts ziehn.[4]

Lösung anzeigen

Spross, Sprosse

Anmerkungen

1. Trieb; 2. Nachkomme, Abkömmling; 3. Sommersprosse; 4. Leitersprosse

Verweise

Homonyme, Treichler