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Rätselgedicht Nr. 3920

von Marie Schumacher

Homonym

Der kostet meist viel Müh und Zeit,
Bis ihm die Welt Beachtung leiht,
Doch wer mit feiner besten Kraft
An solcher Geistesarbeit schafft,
Dem liegt Genuss und Lohn
In diesem Wirken schon.

Das braucht zum Werden den Verstand
Weit wen'ger als die fleiß'ge Hand,
Die es aus jedem Stoff geschickt
In allen Farben webt und stickt,
Wobei ihr die Maschinen
Als beste Hülfe dienen.

Der trägt ein gar verschied'nes Kleid:
Hier strahlt's in Gold und Herrlichkeit,
Und dort sich's schmucklos und veraltet
Zur dürft'gen Hülle nur gestaltet:
Doch wunderbar, bei ihm die Welt
Nicht immer auf das Äuß're hält.

Das ist dir in bescheid'ner Weise
Sehr nützlich auf der Lebensreise:
Getrenntes kann es leicht vereinen,
Auch vorteilhaft als Putz erscheinen
Was wurde, wenn sie es nicht hätte,
Wohl aus der weiblichen Toilette!

Der wird, je nach des Inhalts Wert,
Oft sehr gesucht und hochgeehrt;
Doch wie die Schale ist der Kern
Von Übereinstimmung so fern!
Hier unterhält er, dort belehrt er,
Mitunter aber auch betört er.

Das bleibt arm und gering,
Ein leicht» vergänglich Ding,
Hat's Kunstfleiß noch so schön ersonnen;
Doch von Natur und Herz gesponnen,
Dau'rt oft es ans durchs ganze Leben
Und kann das höchste Glück dir geben.

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Band

Anmerkungen

1. Buch (der Band); Gewebestreifen (das Band)

Verweise

Homonyme, Schumacher