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Rätselgedicht Nr. 2820

von Alois Cobres

Rätsel

Sollst du nie der Völker Glück begründen?
Nie der stets geplagte Mensch dich finden?
Sehnen wir vergebens uns nach dir?
Wort! dein ernstes Schweigen scheint zu sagen,
Überflüssig sind dergleichen Fragen,
Denn ihr suchet mich umsonst allhier.

Menschen, die sich um die Luft beneiden,
Die sie atmen, jeden Anlass meiden,
Zu versöhnen sich mit ihren Feind:
Solche Wesen müssen mich entbehren,
Meine Freude ist mir einzukehren,
Wo die Liebe sich mit mir vereint.

Wirst du immer unsre Erde fliehen?
Werden Fürsten sich umsonst bemühen,
Zu vereinen durch dein schönes Band
Ihre Völker, die sich stets bekriegen,
Wechselweis sich in den Haaren liegen
Bald in Westen, bald im Morgenland?

Leider ist sehr klein der Hoffnung Schimmer,
Was die Menschen stiften, geht zu Trümmer
Schnell, es wird auf schlechten Grund gebaut:
Untertanen, wie Regenten brüsten
Sich, so oft sie Gegner überlisten,
So, dass keiner mehr dem andern traut.

Dort in den beglückten Regionen,
Wo der Tugend treue Freunde wohnen
Herrscht es ohne Störung, ungetrübt:
Nicht wo tolle Leidenschaften wüten,
Hass und Zwietracht sich die Hände bieten,
Und die Feindschaft ihre Rechte übt.

Soll die Welt das Wort denn nie genießen,
Kann es sich zu herrschen nicht entschließen,
Ach! dann ist nicht viel das Leben wert:
Mensch! die erste Silbe magst du sagen,
Diese weiß es dir bestimmt zu sagen,
Doch die Antwort gibt sie nur verkehrt

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Eintracht

Verweise

Worträtsel, Cobres