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Rätselgedicht Nr. 2154

von Alois Cobres

Rätsel

Einen Vogel will ich dir beschreiben,
In Europa darfst du nicht verbleiben,
Schiffe nach Amerika dich ein;
Stets geschäftig, munter, unverdrossen
Wird er dort mit seinen Tischgenossen
In der Nähe bunter Fluren sein.

Ausgezeichnet schön ist sein Gefieder,
Schade nur, er singt dir keine Lieder,
Die Natur entzog ihm das Organ,
Durch Gesang die Menschen zu erfreuen,
Gute Kost zu suchen, schwärmen, schreien,
Ist es, was der Flatterhafte kann.

Wirst du die zwei ersten Silben trennen
Von der Letzten, wird sie der nur kennen,
Wer der neuen Römer Sprache spricht:
Doch sie sind selbst in der fremden Sprache
Eine ziemlich unbekannte Sache,
Ihren Nutzen wissen Tausend nicht.

Gierig sieht man die Gelehrten greifen
Nach dem letzten Paare, anzuhäufen
Suchen sie dasselbe auf Latein
Dumme Menschen finden kein Behagen
Um Belehrung sie, und Rat zu fragen,
Ihren Umgang halten sie für Pein.

Dir der Weisheit Schätze aufzuschließen,
Und die Ruhe Stunden zu versüßen,
Ist ihr schöner, und erhabner Zweck:
Als gefährlich selbe zu verschreien,
Wagen häufig unerfahr'ne Laien,
Schimpfen selbe unverschämt, und keck.

Schön geziert, und niedlich ist das Ganze,
Dessen Kleid vom Kopf bis hin zum Schwanze
Sicher jedes Kenner Aug entzückt:
Unvermögend seid ihr meine Damen!
In dem Putze selbes nachzuahmen,
Denn des Schöpfers Hand hat es geschmückt.

Diesem Künstler müsst ihr alle weichen,
Edelsteine, Perlen, Gold erreichen
Nicht des Ganzen Schimmer, Schmuck, und Pracht:
In der Schönheit selbst der kleinsten Wesen
Könnt ihr, wie in einem Buche lesen,
Dass er alles unnachahmlich macht.

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Kolibri

Verweise

Worträtsel, Cobres