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Rätselgedicht Nr. 2032

von Alois Cobres

Scharade (1+1 Silben)

Die närrischen Menschen! wer sollte es meinen?
Sie können sich selten in etwas vereinen,
Sie schimpfen, und loben das nämliche Ding,
Was einer erhebt, ist dem Zweiten gering.

So geht es dem Ersten, die Meisten erröten
Vor Schamgefühl nicht mehr, die Wüteriche töten
Im Leichtsinn dasselbe, verachten das Wort,
Begehen noch lachend, und scherzend den Mord.

Erscheint nur das Zweite, dann werden die Kecken,
Verblendeten Menschen gewaltig erschrecken,
Sie halten vor Ängsten den Atem gepresst,
Weil Mut, und Besinnung sie gänzlich verlässt.

So sind sie, die Toren, wer müsste nicht lachen,
Sie fürchten es mehr, als den höllischen Drachen,
Den mancher verspottet, beschimpft, und verlacht,
Bis selber am Todbett sich fürchterlich macht.

Es mischt sich das Ganze in tausend Gestalten,
In alles, man sieht es fast überall walten,
Hier reißt es darnieder, dort bauet es auf,
Es hasst aller Dinge gewöhnlichen Lauf.

Man nennt es mit Recht einen großen Tyrannen,
Gewohnt immer hoher den Bogen zu spannen,
Es macht sich an alles, erschüttert den Thron,
Und spricht den Gebräuchen der Sterblichen Hohn.

Lösung anzeigen

Zeit + Geist = Zeitgeist

Verweise

Scharaden, Cobres