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Rätselgedicht Nr. 1984

von August Gottlob Eberhard

Rätsel

Ich armer, unglücksel'ger Schelm!
Ich aß und trank, ich schlief und wachte
mit Waffen, Panzerhemd und Helm;
da kam ein Petrus, eh' ich's dachte,
und störte meiner Freiheit Glück,
so gut ich auch mich zog zurück!
Man schlug mich freilich nicht in Fesseln,
allein Gefangner bleib' ich doch!
Man warf mich auf ein Bett von Nesseln,
wo alles durcheinander kroch.
Für eines Festes lust'ge Stunde,
ward ich nun leider auserwählt
zum Ritter einer Tafelrunde,
und gleichen Rittern zugezählt.
Geblendet nie von eines Ruhmes
betrüglich hellem Irrlichtschein,
ach! musst' ich doch des Märtyrtumes
grausamsten Tode selbst mich weihn,
und mit unsäglich heißen Qualen
für unverlangten Purpur zahlen!
Mit meiner eignen Waffe schnitt
die Parze ab den Lebensfaden;
allein es zehren keine Maden
an meinem armen Leichnam mit.
Du suchst umsonst nach meinem Herzen;
doch schaust du recht in mich hinein:
so triffst du wohl auf einen Stein;
nur meine nicht, dass ich für Schmerzen
drum müsse unempfindlich sein.

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Krebs

Verweise

Worträtsel, Eberhard