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Rätselgedicht Nr. 1604

von Johann Gottfried Herder

Rätsel

A:

Ein kleines zart Luftvögelein
Hat Knochen nicht noch Beinelein,
Es schwebt am Himmel sonnenklar,
Nährt sich vom Kot der Götter gar
Und schwirrt und schwirrt ums blaue Rund
Und kommt nicht wieder auf Erdengrund;
Denn 's hat, gesagt, nicht Beinelein,
Heißt Paradiesesvögelein,
Trinkt Tau und lebt so sonder Müh.

B:

Ah! Hof-Esprit!

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Paradiesvogel

Anmerkungen

Früher war der Glaube weit verbreitet, dass der Paradiesvogel keine Füße hätte, ständig in der Luft schwebe, nur vom Tau lebe und keinerlei Nahrung benötige. [Meyers-1905] [Herder-1854] [Brockhaus-1837] Dieser Irrglaube entstand, da die Eingeborenen gefangenen Paradiesvögeln sofort Köpfe und Füße abschnitten.

Quelle

Johann Gottfried Herder, Werke. Erster Theil. Gedichte, Berlin 1879, S. 356.

Verweise

Worträtsel, Herder