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Rätselgedicht Nr. 1168

von Alois Cobres

Scharade (2+1 Silben)

In den Hütten, wo an kahlen Wänden
Kein Gemälde, selbst kein Kleid mehr hängt,
Wo man dich mit ausgestreckten Händen,
Gaben bettelnd, vor der Tür empfängt,

Ist das Erste in der Kinder Blößen,
In des Mann's und Weibes schlechter Tracht
Sehr geschickt, dir Mitleid einzuflößen,
Das dem weichen Herzen Ehre macht.

Auf dem Schlachtfeld, wo aus Feuerrohren
Tod, Verderben für den Kämpfer dringt,
Kannst du viel vom ersten Worte hören,
Das so manchen zur Besinnung bringt.

Den bei teuren Fress- und Saufgelagen
Nicht dasselbe bei den Nächsten rührt,
Bis er selbst an heißen Kriegestagen
Praktisch es im Übermaße spürt.

Im Spitale, wo man schwere Wunden,
Wo man Aussatz und Geschwüre heilt,
Wird es warnend auch für den gefunden,
Der an Laster Orten gern verweilt,

Wo sich bei schmeichelnden Sirenen
(für der feilen Minne teuren Gold)
Die den weichen Wüstling nur verhöhnen,
Lange Krankheit, harte Leiden holt.

In der Schöpfung ungeheurem Raume
Findet man das Zweite überall,
Denn es lebt und singt am Baume
Und bewohnt den Wald, den Berg, das Tal.

In des Meeres schauerlichen Tiefen,
Auf Gebirgen, in der erde Schoß,
Wie die Grotten, die beständig triefen,
Lebt es ausgebreitet klein und groß.

Es bewohnt der Menschen Eingeweide,
Und durchirrt mit Leichtigkeit die Luft,
Es zerstört, und wird sich selbst zur Beute,
Ist geschäftig selbst in stiller Gruft.

Tief im stets mit Schnee bedeckten Norden
Hat das Ganze seinen Aufenthalt,
Und man findet dort wohl ganze Horden,
Doch am liebsten in dem dicksten Wald.

Nützlich ist es, ganzen Nationen
Bietet es Erhaltungsmittel dar,
Nahrung, Kleidung, ja bequem zu wohnen
Schafft zu Hütten es das Dach sogar.

Dient das Ganze dir nicht zum Beweise,
Dass der Schöpfer alle Menschen liebt,
Und im kalten, wie im warmen Kreise
Allen Mittel der Erhaltung gibt

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Elend + Tier = Elendtier

Verweise

Scharaden, Cobres