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Rätselgedicht Nr. 1041

von Alois Cobres

Rätsel

Der reiche Erbe einer Tonne
Von Golde, doch im Kopfe leer.
Genoss die lächerliche Wonne,
Und wies die vollen Kassen her.

Ein Schmeichler, der den Gimpel kannte.
Setzt ihm ein Wörtchen in den Kopf,
Sich selbes zu verschaffen, brannte
Vor Ungeduld der dumme Tropf.

Verstand, und Tugend sich zu kaufen.
Vermag er nicht durch all sein Geld,
Wie soll man nun das Wörtchen taufen?
Die Ehre? himmelweit gefehlt.

Verstand und Tugend, Ruhm und Ehre,
Verschafft nicht eine Tonne Gold,
Dem Frommen, Mutigen beim Heere,
Dem weisen Manne sind sie hold.

Das Wörtchen kann so viel nicht heißen,
Wohl recht! denn steht es ganz allein.
Wer wird darum sich dann noch reißen.
Es ist so nichtig, ist so klein.

Doch kömmt es nur voran zu stehen
Bei einem Wort als Prädikat,
Dann pflegt es den oft aufzublähen.
Der dieses stolze Wörtchen hat.

Soll es wohl Achtung dem verschaffen.
Dem es an Weisheit, Mut gebricht?
Nur Spott, verdientes Lächeln strafen
Den Thoren, denn er bleibt ein Wicht.

Wie heißt nun wohl das Wunder Wesen ,
Das schwache Köpfe so entzückt?
Im Wochenblatte wirst du's lesen.
Das Ding, es wird dort eingerückt.

Bezähme Leser die Begierde,
Es ist so groß, so wichtig nicht.
Und gibt nur jenem Ruhm und Würde,
Dem es nicht an Verdienst gebricht.

Lösung anzeigen

von (Adelsprädikat)

Anmerkungen

Die Rätsel 1031, 1053, 1041 und 1015 (in dieser Reihenfolge) gehören zusammen. Siehe dazu auch die Anmerkung auf der Indexseite von Cobres.

Verweise

Worträtsel, Cobres