ALL EN FR ES IT

Rätsel und Puzzles Logo

≡ ► ◄ ▲

Rätselgedicht Nr. 1026

von Arthur Schopenhauer

Rätsel

Ein Kobold ist's, zu unserm Dienst geworben.
Uns beizustehn in unsrer vielen Not.
Im Elend wären Alle wir gestorben,
Ständ' er uns nicht tagtäglich zu Gebot.

Doch strenger Zucht bedarf's, ihn zu regieren
Dass stets gefesselt bleibe seine Macht;
Man darf ihn aus den Augen nicht verlieren,
Ihn keine Stunde lassen außer Acht.

Denn seine Art ist Teufelslist und Tücke:
Er brütet Unheil, sinnet auf Verrat;
Er stellet unsrem Leben nach und Glücke.
Bereitet langsam grauenvolle Tat.

Gelingt es ihm, die Fesseln zu zerbrechen.
Und wird des lang beseufzten Zwangs er los:
So eilt er, für die Knechtschaft sich zu rächen.
Und seine Wut ist, wie sein Jubel, groß.

Er ist nun Herr, und wir sind seine Knechte:
Umsonst ist jeglicher Versuch fortan.
Zurückzubringen unsre alten Rechte:
Der Zwang ist aus, gebrochen ist der Bann.

Des Sklaven wilde Wut ist losgebunden,
Sie füllet alles jetzt mit Tod und Graus:
In kurzer Frist, in wenig Schreckensstunden.
Verschlinget sie den Herren und sein Haus.

Lösung anzeigen

Der Feuerfunke

Verweise

Worträtsel, Schopenhauer, Arbeiter, Bauer, Schupp