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Rätselgedicht Nr. 8

Verfasser unbekannt

Rätsel

Was ich lebend steche tot,
Dem helf' ich tot aus Todesnot.

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Der Skorpion

Anmerkungen

Der letzte Vers bezieht sich möglicherweise auf die Anwendung toter Skorpione in der mittelalterlichen Medizin [der Verfasser des Rätsels ist unbekannt, das Rätsel findet sich mindestens seit 1800 in diversen Rätselsammlungen – es könnte durchaus sein, dass es aus dem Mittelalter stammt]:

So nahm man das Pulver von gedörrten und geriebenen Kröten zu sich, trug solche gedörrten Kröten in Säckchen genäht als Amulette auf der Brust oder stellte Salben aus gedörrten Kröten, Spinnen und Skorpionen her. [kleio.org]

Beziehungsweise:

Als giftiges Tier fand der Skorpion unterschiedlichste Verwendungen in der Volksmedizin. Nach Megenberg konnten Skorpionsasche, in Wein getrunken, und Skorpionsöl, mit dem man die Stichstellen einreiben musste, gegen das Gift der Tiere helfen. Das „Skorpenöl“ wurde gewonnen, indem lebende Skorpione in Olivenöl getaucht und dieses dann erhitzt wurde. Mit diesem Öl sollten sich verschiedenste Beschwerden heilen lassen, darunter Wunden, Koliken, Gicht und Ohrenschmerzen. In Tirol verwendete man das Öl sogar gegen Harnwegsbeschwerden und die Pest sowie gegen Bienen- und Wespenstiche. Die Galle der Skorpione wurde gegen Augenleiden und zur Hautverschönerung eingesetzt. [Wikipedia]

Wir danken Katharina Matyssek und Emma für diese Erklärungen.

Verweise

Worträtsel, Volksgut