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assekurieren und verwoadaglt

Diskussionen über Wörter und Texte des Wienerischen. Haben Sie ein Wort gehört, dessen Bedeutung Sie nicht kennen und von dem Sie glauben, daß es Wienerisch ist? Wollen Sie über eines der Wörter in unserem Lexikon diskutieren? Dies ist das richtige Forum dafür!

Moderatoren: Angela, Otto

assekurieren und verwoadaglt

Beitragvon Duderl » 10.08.2005 09:24

Grüße die Linguisten!
Wer weiss wie man die o.a. Wörter ins Hochdeutsche übersetzen würde?
Ich hab ehrlich gesagt kein Plan....

Danke,
Duderl

hier der Zusammenhang:
"Numerus Clausus Austriacus"

Der Ansturm deutscher Studenten macht unseren Medizinunis schwer zu
schaffen. Das Problem: wir müssen deutsche Bewerber gleich behandeln wie die
Österreicher.
Die Lösung: Der Numerus austriacus medicinalis. Ein Eignungstest, der
deutsche und österreichische Bewerber mit völlig identischen Fragen aus dem
praktischen medizinischen Alltag konfrontiert. (Die dezente Heranziehung
minimal identitätsstiftender
Austriazismen muss dabei erlaubt
sein.)


Die Eignungstestfragen:


1. Ein wamperter Tschecherant steht blunznfett mit einer Eitrigen auf einem
Fensterbankl im Mezzanin. Sind notfallmedizinische Maßnahmen aus ärztlicher
Sicht angezeigt?

2. Darf raunzendes Pflegepersonal scheanglnden Tachinierern ein Jaukerl
geben, während diese büseln?

Sie besuchen ein Wiener Kaffeehaus und geben sich als Medizinstudent(in) im
1. Semester zu erkennen. Die korrekte Anrede durch den Ober lautet:
a. Herr/Frau Metzgerlehrling
b. Awezahrer & BAföG-Zutzler
c. Herr/Frau Doktor oder gleich Herr/Frau Medizinalrat.

4. Ein Zniachtl von einem Patienten verkutzt sich: Seine Birne sieht
plötzlich aus wie ein Paradeiser. Ist es korrekt, die Birne des Patienten
einzufatschen, sollte man ihm ein Pulverl geben oder reicht es, wenn er ein
gutes Papperl bekommt?

5. Wären die obgenannten Methoden geeigneter, wenn unser Patient statt dem
Friedhofsjodler ein Schlagerl gehabt hätte?

7. Muss jemand mit marodem Beuschl, der fesch weitertschickt, den Löffel
abgeben?

8. Ein schaasaugerter Patient reißt einen Stern. Nach dem Buserer hat er
einen Dippel. Er hat einen ziemlichen Fetzen. Er speibt sich in der
Notaufnahme an. Kann zum entfernen des Gespiebenen auch der Fetzen des
Patienten verwendet werden? Wenn nein -
warum nicht?

9. Ein verwoadaglter, nicht assekurierter Strassenmusiker kommt mit der
Quetschn am Arm ins Spital. Die Quetschn wird nicht behandelt. Kann er mit
der Quetschn am nächsten Tag wieder musizieren?

10. Ein Chirurg darf nicht tramhappert sein, sondern muß bei seiner Hackn
aufpassen wie ein:
a. Schuhmacher(in)
b. Engelmacher(in)
c. Haftelmacher(in)

11. Unterm Bett eines Patienten liegt ein Lurch. Was tun sie?
a. Lassen sie die Station evakuieren und verständigen das amphibische
Institut.
b. Sie versuchen mit Hilfe des Patienten den Lurch zu fangen.
c. Sie rufen den Reinigungsdienst und lassen auch gleich den Nachtscheam
ausleeren.
Duderl
 

Beitragvon Otto » 11.08.2005 20:40

assekurieren = versichern
Assekuranz = Versicherung

in diesem Zusammenhang: nicht krankenversichert

verwoadaglt = verdorben

in diesem Zusammenhang wohl eher: heruntergekommen

~ÔttÔ~
Otto
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Beitragvon jerry » 12.08.2005 03:19

da otto woa schnölla ... :wink:

und ea hot mit oin recht.

owa: normalaweis wiad "vawoadaglt" aundas braucht, quasi ois "vadraht" oda "zaquetscht" oda "zdruckt".

wos mi owa intressian tatat: wo is dea medizinische frogebogn hea? :shock:

:D

jerry
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Beitragvon Duderl » 12.08.2005 12:43

Na habe die Ehre!

Schen donk fia die Ontwoatn :)

Assekuriert woar ma noch ungefea ana hoibn stund ah klor.
Vawoadaglt würd i eha mit "windschief" oder ähnlichn übersetzn (mittlerweile *gg*)

Udn den Frogebogn hob i üwa a Email kriagt - oiso authentisch is der auf jedn Foi ned!

Schens Wochenend,
Duderl
Duderl
 

Beitragvon Otto » 12.08.2005 14:48

Habe eben das Wienerisch-Wörterbuch aktualisiert. Bis auf ein Wort aus dem Text war schon alles drin. Und zu "verwoardagelt" habe ich die zusätzlichen Bedeutungen ergänzt, Danke an alle Mitschreiber! :-)

~ÔttÔ~
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Beitragvon BiBi » 14.08.2005 17:30

wos mi owa intressian tatat: wo is dea medizinische frogebogn hea?


War letzte oder vorletzte Woche in den Salzburger Nachrichten. Gibt noch einen 2. Teil. Mal schaun ob ich den noch habe.

lg BiBi
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Teil 2

Beitragvon BiBi » 14.08.2005 17:37

[/quote]http://www.salzburg.com/sn/archiv_artikel.php?xm=1645626&res=9

BiBi
 

Teil 2

Beitragvon BiBi » 14.08.2005 17:41

hoitas, hob zeast aufs foische knopferl druckt


http://www.salzburg.com/sn/archiv_artikel.php?xm=1645626&res=9
BiBi
 

Beitragvon jerry » 15.08.2005 00:50

danke für den link, BiBi !!!

:D

lg
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2. Teil - Numerus austriacus medicinalis

Beitragvon Gast » 13.09.2005 18:30

12. Dem Wiener Bürgermeister geht im Wahlkampf das Geimpfte auf. Warum ist eine konservative Therapie hier keinesfalls angezeigt?

13. Wirkt sich auf die von Ihnen gewählte Behandlungsmethode aus, dass der Häupl seiner Oidn den Weisl gegeben hat?

14. Sie haben eine Blinddarmoperation konsequent vagoglt. Pompfüneberer nehmen sich nun des Patienten an. Alles paletti oder eigentlich ka Gaudi?

15. Ist es tatsächlich leiwand, dass die Assistenzärzte einihackln und barabern wie net gscheit und der Primar die ganze Marie einsteckt?

16. Auf dem (OP-)Tisch liegt eine Eitrige mit Buckel. Welches (OP-)Besteck verwenden Sie?

17. Müssen Sie bei einem Österreicher, der über Schmerzen in den Füßen klagt, auch die Oberschenkel untersuchen?

18. Im Mikroskopierkurs kriegen Sie beim Scheangln durch den Zuwezahrer Schädlweh. Lassen Sie sich vom Professor trotzdem weiter karniefeln?

19. Ist Schuhplattln ansteckender als Schafblattern ?

20. Exkurs Strahlenmedizin: Wieviel Millirem hat ein Millirahmstrudel?

21. Läuft es in jedem Fall unter "ambulanter Eingriff", wenn Sie Patienten definitiv am Tag der Operation hamdrahen?
22. Fortpflanzungsmedizinische Spezialfrage (v. a. für Med-Uni-Innsbruck-Bewerber). Ausgehend von dem Axiom "Bevorsch von an Oberlander a Bussl kriagsch, hasch von an Unterlander scho a Kind" sind die Einwohner welcher Tiroler Region sexuell am aktivsten?

23. Der neunte Hieb:
a. ist wie jeder Hieb ein geistiger Defekt.
b. kann auf der Bluatwiesen dazu führen, dass man ein Bankl reißt.
c. ist der Standortbezirk des AKH Wien.

24. Wenn 4 von 5 Deutschen unter nervösen Stimmungsschwankungen leiden, heißt das, dass einer von fünf Deutschen seine nervösen Stimmungsschwankungen genießt?
Gast
 

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