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Gedicht Nr. 9824 -

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Gedicht Nr. 9824 -

Beitragvon Robo » 14.10.2020 08:51

Rätselgedicht Nr. 9824
von Theodor Körner

Scharade (2+1 Silben)
Was uns die ersten Silben freundlich nennen,
Das ist dem Menschen wunderbar verwandt;
Einst werden wir das Rätselbild erkennen,
Von oben sonst den Vätern oft gesandt,
Wenn sich die Seele wird vom Körper trennen
Und einziehn in das alte Vaterland;
Da mag es freundlich in der Jugend Prangen
Mit zarten Liebestönen uns empfangen.

Die dritte Silbe baut sich auf der Erde,
Und ist dem Menschen immer wert und lieb;
Und leichter trägt er seines Tags Beschwerde,
Wenn's drin nur froh und ohne Kummer blieb.
Ach, wie so gern er zu ihm wiederkehrte,
So ihn das Schicksal in die Ferne trieb;
So er hinaus muss in das wilde Leben,
Er scheidet still, doch bleibt er ihm ergeben.

Das Ganze prangt auf steilen Felsenhöhen
Als ein Vermächtnis der Vergangenheit,
Durch seine Mauern flüstert Geisterwehen
Wie stille Träume jener bessern Zeit.
Und wo hinaus die trunknen Blicke sehen,
Hat die Natur den Brautschmuck ausgestreut.
Als sollte hier die dritte Silbe prangen,
Die beiden ersten würdig zu empfangen.

zzz

Körner ist ein Romantiker, darum drängt sich mir nach Abzug des ganzen Prangens und Schwelgens unter einigen Bedenken diese Lösung auf. Einiges passt nicht gut, aber das kann auch die Romantisierung sein.

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Elternhaus

Wunderbar verwandt: außer bei Adoption unausweichlich
Von oben den Vätern gesandt: Häuser werden vererbt
altes Vaterland: Christliche Vorstellung vom ewigen Leben bei Gott
in der Jugend prangen / uns empfangen: Hm, davon redet die Bibel nicht, dass nach der Wiederauferstehung Verwandtschaft noch zählt. Es könnte bei einigen Familien auch zu schweren Problemen führen...

baut sich auf der Erde - außer bei Hausbooten so üblich
immer wert und lieb - (in Richtung Otto und Angela guck :D)
Beschwerde / Kummer - Krach im Haus ist Stress
wiederkehren / Schicksal in die Ferne - Zu seinem Haus zurückkehren

Im Teil 3 stören mich die Felsenhöhen, aber das mag bei Körners Elternhaus so gewesen sein. Die stillen Träume einer besseren Zeit kann die sorglose Jugend vor seinem Eintritt ins Lützowsche Freikorps sein, oder generell die Zeit vor Napoleon. Wenn man aus dem Elternhaus hinausschaut auf den Platz, wo man sein eigenes Haus gebaut hat. Oder das Haus, in das seine Schwester hineinverheiratet wird und in ihrem Haus die Eltern würdig empfängt?


Alles sehr spekulativ.
Robo
 
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Re: Gedicht Nr. 9824 -

Beitragvon Engelchen » 14.10.2020 12:12

@Robo - du als "Alteingesessener" müsstest das doch wissen!?

Siehe hier: viewtopic.php?f=2&t=3327

Und dann verrate ich dir noch ein Geheimnis: Es ist nicht die Lösung!
Engelchen
 
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Re: Gedicht Nr. 9824 -

Beitragvon Robo » 14.10.2020 13:23

Oh :oops:

Das war keine böse Absicht, nur eine böse Panne. Denn auf der Autorenseite von Körner ist das Rätsel bereits verlinkt, ich habe es also nicht zufällig gefunden.

Dass das zu Ottos Vorbereitungen für November gehörte und es auf der Hauptseite der Gedichträtsel noch unverlinkt war, habe ich nicht bemerkt. Und wenn's eh falsch war, kann man den Thread hier ja löschen :)

Robo
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Re: Gedicht Nr. 9824 -

Beitragvon Engelchen » 01.11.2020 12:44

Scherzhafter Tipp:
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Ich komme von da.
Engelchen
 
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