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Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n ►gelöst◄

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Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n ►gelöst◄

Beitragvon hatti » 05.10.2020 15:52

Franz Brentano

Charadoide

Zwei Teile, von einer und von zwei Silben

Sklaven, in dem G a n z e n reifet
Nicht die Frucht des eignen Strebens;
Doch, wer ohne e r s t e Hälfte
Lebt die z w e i t e seines Lebens,
Wehe seiner Freiheit! Wehe!
Lebt er doch noch mehr vergebens.

Lösungsvorschlag:
Lösung oder Tipp: Anzeigen
erste Hälfte: Plan
zweite Hälfte: Tage
das Ganze: Plantage


Edit: Rätsel als gelöst gekenzeichnet
Zuletzt geändert von hatti am 14.10.2020 07:18, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon Engelchen » 05.10.2020 18:36

Brentano schreibt zu den Charadoiden:

Ähnlich wie den Homonymen die Homoionymen, stehen die Charadoiden den Charaden nahe. Ihre Besonderheit ist nur die, dass sie die Worte nicht nach Silben, sondern willkürlich in Teile zerlegen, wie etwa das Wort »Eidotter« nicht in »Ei« und »Dotter«, sondern in »Eid« und »Otter«.
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon hatti » 08.10.2020 15:26

Du hast Recht. Nach dieser Definititon müsste das Rätsel mit dieser Lösung unter "Charaden" einzuordnen sein.
Eine andere Lösung, die zu einer "Charadoide" passen würde, will mir aber nicht einfallen.
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon Suchender » 08.10.2020 23:27

wenn ich auch meinen senf dazugeben darf:
ich finde es offensichtlich, dass hattis Lösung richtig ist. es könnte nur sein, dass bei der Teilung von Plan-tage auch eine andere Variante nämlich Plant-age bestand. (?)
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon Engelchen » 09.10.2020 18:35

Vielleicht hat's auch etwas mit der Aussprache zu tun!?
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Brentano hat ja Homonyme als Homoionyme eingestuft, wenn die Betonung (Aussprache) eines Lösungswortes unterschiedlich ist (Gebet, gebet).
Das g in Plantage wird ja anders ausgesprochen, als das g in Tage.
Also deswegen Charadoide statt Charade?


Aber etwas ist mir trotzdem noch unklar.
Lösung oder Tipp: Anzeigen
Wenn man planlos in den Tag hinein lebt, dann gefährdet man seine Freiheit?
Allgemeingültig sicher nicht, bei Sklaven evtl.?
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon Beaker » 09.10.2020 19:42

Weitere Möglichkeiten für die eventuell falsche Klassifizierung, könnten in einem Fehler beim Verlag oder durch Brentano selbst liegen. Schon hier haben offensichtliche Lösung und angegebene Klassifikation nicht zusammen gepasst. Nach meiner Erinnerung gibt es noch weitere Fälle.

Engelchen, ich kann mir vorstellen, dass Brentano Müßiggang verurteilte und als Missachtung der "dem Menschen verliehenen Freiheit" wertet. Einer so vergeudeten Freiheit könnte er die Freiheit absprechen.
Und aus eigenen Erfahrungen im Müßiggang, muss ich ihm zum Teil recht geben :D
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon Otto » 10.10.2020 09:00

Hattis Lösung ist wirklich bestechend. Ich könnte das Rätsel als Scharade bezeichnen und in den Anmerkungen auf Brentanos Klassifikation eingehen (falls jemand doch noch eine Scharadoiden-Lösung findet). Gegenstimmen?

(Sobald ich das Gedicht aufgenommen habe, derzeit ist ja noch Hatti für »gelöst« zuständig.)
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon hatti » 13.10.2020 13:36

Otto: Da ich nicht weiß, wie man <gelöst> eingibt, mchte ich dich bitten, das zu übernehmen.
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Re: Rätsel-Gedicht - Sklaven, in dem G a n z e n reifet

Beitragvon Otto » 13.10.2020 15:40

@hatti: Wenn man mit der Maus über einen eigenen Beitrag fährt, erscheint ein »bearbeiten« Button. Diesen klicken, dann kann man seinen Beitrag editieren, auch den Titel. Und wenn man nicht weiß wie man die ►gelöst◄ Pfeile hinkriegt, dann hilft Kopieren+Einfügen (Copy+Paste). Versuche es einmal!

Ist auch hilfreich, um eigene Tippfehler zu korrigieren. Wenn man inhaltlich etwas ändert, sollte man dies am Ende des Beitrags anmerken. Beispiel:
- - - - -
Edit: Schiller durch Goethe ersetzt.
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