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Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

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Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Beaker » 30.11.2018 00:53

Rätselgedicht Nr. 5201
von Franz Brentano

Des Guten zu viel

Süß bin ich und dem Kindeshunger Wonne,
Da schwind ich rasch wie Schnee im Strahl der Sonne.
Doch, schwingt die junge Phantasie die Flügel,
So schwell ich, wachse über alle Hügel
Und sperr ihr Paradies als breiter Riegel.


Das Rätsel ist hier bisher mit dem Lösungsvorschlag: Wasser als Eis und Überschwemmung? unter "Rätsel, bei denen wir die Lösung vermuten" geführt.

Mir kam bei dem Rätsel mein Lieblingsbuch als früher Hedonist in den Sinn...

Tipp als Bildausschnitt von Pieter Bruegel dem Älteren:
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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/77/Durchgefressen.jpg


Süße Grüße
Beaker
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Re: Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Engelchen » 30.11.2018 01:40

Mein erster Gedanke damals war

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Grimms Märchen "Der süße Brei" und jetzt "Pays de Cocagne".
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Re: Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Beaker » 30.11.2018 09:21

Wohl die Lösung:

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Engelchen, der süße Brei aus gleichnamigem Rätsel, wäre auch schon eine stärkere Lösung als Eis gewesen.

Der Brei, welcher einen nur mit Aufwand durchdringbaren Berg vor dem Schlaraffenland bildet, ist jedoch bei der letzten Zeile deutlich stärker. Neben der metamorphorischen Bedeutung hat das Wort Riegel im Steinriegel auch die konkrete Bedeutung Wall. Aus dem ursprünglichen Wall aus Hirsebrei ist in den heutigen Fassungen der Geschichte Grießbrei geworden. Ob der Wandel zum Grießbrei schon zu Brentanos Zeit vollzogen war, kann ich nicht sagen.
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Re: Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Engelchen » 30.11.2018 10:21

Oder könnten es auch
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die Weintrauben sein, die sich auf den Hügeln hinter den Steinriegeln befanden?
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Re: Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Otto » 15.01.2019 19:17

"Aus dem ursprünglichen Wall aus Hirsebrei ist in den heutigen Fassungen der Geschichte Grießbrei geworden" - - Warum dann nicht gleich »Grießbrei« als Lösung?
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Re: Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Beaker » 15.01.2019 19:55

"Warum dann nicht gleich »Grießbrei« als Lösung?"
Süßer Grießbrei war vor der Zeit des Industriezuckers vermutlich unbekannt (oder großer Luxus). Hirsebrei hingegen, schmeckt angeblich auch ohne Hilfsmittel süß.
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Re: Gedicht Nr. 5201 Des Guten zu viel

Beitragvon Otto » 15.01.2019 22:37

"Süßer Grießbrei war vor der Zeit des Industriezuckers vermutlich unbekannt (oder großer Luxus)." --

"Der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf wies 1747 erstmals den Zuckergehalt der Runkelrübe nach. Der Aufstieg der Zuckerrübe als Zuckerlieferant begann mit Napoleons Kontinentalsperre von 1807 bis 1813."

Also lange vor Brentanos Zeit, da war Zucker schon billig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zuckerr%C3%BCbe
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