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Gedicht 6532 Tief kann mein Ganzes Euch erniedrigen ►gelöst◄

BeitragVerfasst: 01.01.2018 12:28
von Suchender
Rätselgedicht Nr. 6532

von Adolf Emmerich Kroneisler
Logogriph (Fünf Buchstaben)

Tief kann mein Ganzes Euch erniedrigen, verletzen;
enthauptet Ihr's jedoch, so dürft' es Euch ergetzen.
Ihr alle ratet's flugs, nur bitt' ich dennoch Euch:
denkt mir an »Tadel« ja nicht gleich!

vielleicht...
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Lehre - Ehre

Gruß
Suchender

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 01.01.2018 16:40
von Engelchen
Angegebene Lösung in einem Zeitungsblatt:
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Drang - Rang

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 01.01.2018 20:40
von Suchender
Die angegebene Lösung verstehe ich nicht.

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 04.01.2018 14:02
von Otto
Ich verstehe beide Lösungsvorschläge nicht so ganz. Die Lehre kann verletzen? Der Drang kann verletzen?

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 04.01.2018 17:31
von Suchender
Ich sehe es im Sinne von:
Jemandem eine Lehre zu erteilen; und "Das soll dir eine Lehre sein"
Eine Lehre erteilt zu bekommen kann m.E. schon verletzen.

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 04.01.2018 21:54
von Engelchen

Tief kann mein Drang
(nach Ruhm und Macht) Euch erniedrigen, verletzen;

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 05.01.2018 14:22
von Otto
Also, Lehre/Ehre überzeugt mich mehr als Drang/Rang. Letzteres stammt ja wahrscheinlich auch nur von einem Redakteur oder Leser, nicht von Kroneisler selbst. Einverstanden?

Re: Rätselgedicht Nr. 6532 - Tief kann mein Ganzes Euch erni

BeitragVerfasst: 05.01.2018 21:14
von Engelchen
Otto hat geschrieben:Also, Lehre/Ehre überzeugt mich mehr als Drang/Rang. Letzteres stammt ja wahrscheinlich auch nur von einem Redakteur oder Leser, nicht von Kroneisler selbst. Einverstanden?

Nein!

Ich zitiere aus der Abendzeitung:

Ein halb Dutzend Doppelrätsel
von E. A. Kroneisler.

Vorbemerk. Unter Doppelrätsel wird ein solches Rätsel gemeint, bei welchem ein Wort, das bezeichnet sein könnte, im Rätsel selber angegeben und nun die Erratung eines andern Wortes erwartet wird, dessen Sinn jedoch vom angegebenen Worte ganz abweicht.

Die Welt nämlich hat nunmehr so viele Rateherren und Rateherrinnen, daß wir in Zukunft uns keineswegs mit bloß einfachen Rätseln jederzeit zu begnügen brauchen, so gewiß auch die in Ehren zu halten sind. Was aber den, ohnehin fast entschlafenen Rätselbund anbelangt; so stiftete man ihn nur für das Einfache. Er darf demnach seine Rechte nicht etwa, wie freilich sonst mancher öffentliche Abgaben-Einnehmer tut, auf das Doppelte ausdehnen. Also darf auch bei den Doppelrätseln kein Oedip zur Abgabeleistung besonders herangezogen werden; es wäre denn, daß einer freiwillig sich dazu verstände, zum Besten des öffentlichen Schatzes jenes Rätselbundes. Vielmehr wird bei diesen Doppelrätseln, wie bei ehrlichen einfachen, die ausserhalb des Bundstaates zur Welt kommen, die Auflösung durch bloße Nennung des Wortes, in einem der nächsten Blätter immer von selbst erfolgen.


Zu allen 6 (halb Dutzend) Doppelrätseln wurden (wie versprochen) die Lösungen in einem der nachfolgenden Blätter genannt.
Ich bin daher davon überzeugt, dass alle angegebenen Lösungen von Kroneisler stammen.

Dass dieses Rätsel weitere Lösungen haben kann, beweist eigentlich auch Gedicht 6424.
Also Ja! auch zu dem Lösungsvorschlag von Suchender.