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Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

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Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Engelchen » 19.03.2016 11:29

Rätselgedicht Nr. 2531

von Carl Wilhelm Sauter

Worträtsel

Es ist stets überall, doch in der Mitte
Von Ewigkeit schon, und die Zeit, die Sitte
Kann nie es bringen aus dem großen Kreis
Wo nur der Weise findet seinen Preis.

Zwee’n Richtungen, von oben wie von unten
Bleibt es sich gleich, hast du’s noch nicht gefunden,
So sehe auf dein Ich in dieser Welt
Auf deinen Rund, der immer fest dich hält.


Lösungsidee:

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Mittelpunkt ?


►zzz◄
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Suchender » 19.03.2016 13:04

Schon ungefähr - aber überzeugt mich nicht ganz.
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Ich halte es für unwahrscheinlich, dass "Mitte" (da es im Gedicht vorkommt) auch in der Lösung enthalten ist.
Ich dachte zuerst vielleicht Zentrum. Aber je öfter ich das Gedicht durchlese - desto weniger kann ich es verstehen.(???) ...bin mal gespannt was andere dazu finden....
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Engelchen » 19.03.2016 15:28

Hallo Suchender!
Okay, meine Idee will ich gar nicht verteidigen, aber dein(e) Gegenargument(e) ein wenig entkräften.

Gerade erst bemerkt, dass du dich an dem "es" nicht mehr störst. Aber falls jemand darüber stolpern sollte, hier doch die folgende Begründung:

Mit "es" kann der Autor das "Wort", das "Lösungswort" bezeichnet haben, wie in seinem
Homonym Gedicht 1820.


Dass ein Wort oder Teilwort in einem Rätsel genannt wird, ist gar nicht mal so selten.
Beispiele von Sauter selbst sind die Gedichte 1528 und 1648.

Aber mir geht es wie dir. Je öfter ich das Gedicht lese, um so weniger verstehe ich es.

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Vom Punkt komme ich irgendwie nicht los, vielleicht Kernpunkt ?
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Suchender » 19.03.2016 17:11

Ich grübel so über einzelne Passagen...und komme auf folgendes:
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Gewicht - ist überall, man kann es nicht herausnehmen; der weise findet den preis "was es wiegt, das hat es"; Ich würde auch "das Gleichgewicht finden" hineininterpretieren.
@Engelchen:Kernpunkt - Für den ersten Teil kann ich es nachvollziehen, aber im zweiten Teil sehe ich das nicht.
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Otto » 19.03.2016 19:33

We wäre es mit
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Achse
Das würde oben/unten erklären; bei allen alle anderen Lösungsvorschlägen würde ja auch linke/rechts passen.
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Engelchen » 19.03.2016 19:58

Ich grüble die ganze Zeit, was es mit "deinen Rund" auf sich haben könnte. Ist das vielleicht ein Druck- oder Übertragungsfehler?
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Was hält mich fest - der "Grund" - dann könnte das Rätsel etwas mit der Erdanziehung zu tun haben?

@ Otto - vielleicht hat der Autor absichtlich links und rechts nicht genannt, damit man nicht denkt, es sei ein Palindrom.
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Otto » 19.03.2016 20:20

Wenn man mal die Reime vergisst, stellt sich das Gedicht wir folgt dar:

Es ist stets überall,
doch in der Mitte Von Ewigkeit schon,
die Zeit, die Sitte Kann nie es bringen aus dem großen Kreis.

Was ist die Mitte von Ewigkeit? macht keinen Sinn. Also wohl "schon ewig (von Ewigkeit) in der Mitte. Die krude Wortstellung ist den formalen Anforderungen eines Gedichts geschuldet.

Aber wie kann etwas überall und gleichzeitig in der Mitte sein?
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Kirsche » 19.03.2016 22:05

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Ich dachte an die Erde selbst. Sie ist seit Ewigkeiten in ihrer Kreisbahn um die Sonne aber - nur auf unsere Erde selbst bezogen - natürlich immer in der Mitte. Dann wären die letzten Zeilen allerdings überdeutlich > unser Erdenrund
Das mit den Richtungen bezieht sich vielleicht auf die Kugelgestalt


Glücklich bin ich damit nicht. Mit dem Weisen kann ich gar nichts anfangen. Hat das was mit Sternbildern zu tun? Die Weisen aus dem Morgenland finden Jesus?
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Lupiro » 22.03.2016 22:07

Hallo, ich will mich auch mal wieder zu Wort melden.

Wie wäre es mit der Sonne, um die Ich auf der Erde kreise?
Vielleicht ist mit dem Weisen Gott gemeint, vgl. z.B. Gottes Weisheit.
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Re: Gedicht 2531 Es ist stets überall, doch in der Mitte

Beitragvon Waldkircher » 31.07.2016 20:43

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das Heute. Heute ist stets überall, es ist die “Mitte von Ewigkeit“, und seit Ewigkeit in der Mitte der Zeit, daran kann weder die Zeit selbst noch die Sitte etwas ändern. In dieser Einsicht besteht der wahre Wert der Betrachtung von Zeit, wie der (stoische) Weise wohl weiß, denn es gibt nur das Heute (ob wir es als Endpunkt der Vergangenheit oder als den Beginn der Zukunft betrachten; das sind die “zween Richtungen“), wir sind für immer in unserer Gegenwart gefangen, sie ist unsere Perspektive, aus der wir nicht herauskönnen, das “Rund“, das uns festhält.
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