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Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

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Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Beaker » 15.04.2015 23:04

Von Franz Brentano
Worträtsel

Die schwermütige Tänzerin

Mein Leben ist Terpsichore geweiht;
Doch, kann mein Tanz dir Lust gewähren,
Weiß selbst ich nichts von Fröhlichkeit.
Wem andern ward ein Los so reich an Zähren?
Wie eine Blume stehe ich vor euch,
Doch krankhaft bleich.

Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer,
Im Grabe find ich sie, sonst nimmermehr.
O, schon mir nah seht ihr es gähnen,
Das gibt ein Lächeln mir, durchzitternd noch die Tränen.


Vermutlich auch zum polarisieren gut:
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Zuckerwatte
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Otto » 16.04.2015 06:11

Erschließt sich mir nicht.
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Engelchen » 23.04.2015 12:27

Ich versuche es auch mal:

Lösung oder Tipp: Anzeigen
Gänsekiel - ein Federkiel, eine Schreibfeder

Die Schreibfeder tanzt über einen Bogen Papier, dabei laufen ständig die Tränen (Tinte).
Dem Schreiber kann das Schreiben Lust gewähren.
Die weiße (krankhaft bleiche) Feder erinnert an eine Blume. ?

Die letzten vier Zeilen kann ich nicht so richtig interpretieren:
Ruhe findet der Gänsekiel, wenn er abgenutzt und damit unbrauchbar geworden ist. Dann bleibt das Blatt gähnend leer, nur ein paar letzte Tropfen zittern noch ...?

So oder so ähnlich könnte ich es mir vorstellen.

???
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Andrea1984 » 14.07.2015 16:51

Vielleicht ist einfach die Liebe damit gemeint ?
Dös is Leiwand, Oida.
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Otto » 14.07.2015 21:39

Die Liebe erschließt sich mit nicht. WIeso ist "das Leben der Liebe" dem Tanz geweiht? Tanzt die Liebe?

Wier wäre es mit sowas wie "Schmetterling" oder "Kerzenflamme"? "Mücken" eher nicht. Was tanzt denn noch, evtl. auch im übertragenen Sinn? Laut Roman Polanski die Vampire, aber die sind es wohl nicht.
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Lupiro » 19.07.2015 22:19

Kerzenflamme fnde ich nicht schlecht.
Wachstropfen = Tränen
Am Ende stehen die Tropfen höher als der Docht und bilden das Grab.
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Otto » 20.07.2015 11:52

Ja, klingt nicht schlecht, diese Interpretation. Könnte mich damit anfreuden, je länger ich nachdenke. Meinungen dazu?
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Waldkircher » 27.08.2015 19:46

Die Kerzenflamme scheint mir die bisher plausibelste Lösung zu sein. Aber was ist mit dem Lächeln? Wie könnte das zur Flamme passen?
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Otto » 06.09.2015 17:04

Vielleicht einfach eine Kerze ... die Flamme tanzt ... die Wachstropfen sind die Zähren ... die Kerze ist "wachs"bleich ... im Grab ist die Kerze abgebrannt ... dann "gähnt" die Dunkelheit ... die letzte Zeile bezeichnet das letzte Aufflackern der verlöschenden Kerze.
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Re: Rätselgedicht Nr. 1144 Die schwermütige Tänzerin

Beitragvon Waldkircher » 19.08.2016 11:31

Und wie wäre es mit der Pusteblume?, mit den weißen Flugschirmen (“Zähren“??), die ja eigentlich Früchte sind, “wie eine Blume“ wirkend, doch eben krankhaft bleich. Als Blume im eigentlichen Sinn würde man eher den gelben Löwenzahn ansprechen.
Auffällig finde ich das #kann mein Tanz dir Lust gewähren..., was ja als Feststellung und nicht als Frage formuliert ist. Die Pusteblume wird doch, sofern nicht vom Wind bewegt, von Kindern aus reinem Vergnügen angeblasen...
Das Grab, das man nah gähnen sieht, wäre dann einfach die Wiese, auf der die Pflanze , was ja in ihrem Sinne und somit ein gewisser Trost ist, sich wieder aussät. (#das gibt ein Lächeln mir, durchzitternd noch die Tränen)
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