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Gedicht 3401 Ich bin und war

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Gedicht 3401 Ich bin und war

Beitragvon Waldkircher » 07.10.2014 19:06

Rätselgedicht Nr. 3401

von Carl Trummer
Worträtsel

Ich bin und war (denk den erhabenen Gedanken)
Im Nichts, und dennoch strahl' ich hoch im Licht.
Durchbrich des Menschengeistes Schranken,
Und suche mich, wo nie geschaffne Schatten schwanken,
Du findst mich nicht.
Ja, um das Schreckliche ganz zu verkünden,
Du bist nicht du, bist ich,
Und wirst gleichwohl hienieden mich
Erraten zwar – vielleicht, doch nie ergründen.

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Vorschlag: Die Seele. Auf sie weist einiges hin. Die ersten Zeilen lassen sich als Exkurs in die christliche Seelenlehre, nach der die Seele unmittelbar aus dem Nichts erschaffen wird, im Gegensatz etwa zur platonischen Idee der Präexistenz, lesen. Die Seele ist der göttlichen Gegenwart immer teilhaftig ("hoch im Licht"), dem Menschen aber weder durch Introspektion noch durch Verstand wirklich zugänglich. ("Du findst mich nicht"). Dennoch macht sie den Menschen aus ("Du bist nicht du, bist ich"). Innerhalb seiner sterblichen Existenz ("hienieden") wird der Mensch die Seele nie ergründen.


[zzz]
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Re: Rätselgedicht Nr. 3401 Ich bin und war

Beitragvon Otto » 07.10.2014 21:06

Auf die Seele bin ich nicht gekommen, eher auf "Denken" oder "Geist" oder "Phantasie" oder dergleichen. Und genau da haperts: Was davon ist die Lösung, falls überhaupt? Die Wahl scheint willkürlich zu sein. Gerade die ersten Zeilen lassen sich mit "Phantasie" besser deuten als mit "Seele".

"Und suche mich, wo nie geschaffne Schatten schwanken" -- dunkel ist der Zeilen Sinn, würde Schiller dichten. Oder so ähnlich.

Wo ist eigentlich unser Engelchen? Wer - wenn nicht dieses - kennt siuch mit Seelen aus?
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Re: Rätselgedicht Nr. 3401 Ich bin und war

Beitragvon Waldkircher » 08.10.2014 18:07

Stimmt, Engelchen fehlt hier definitiv!
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Re: Gedicht 3401 Ich bin und war

Beitragvon Illean » 04.11.2014 19:32

Ich würde zu Gott (aus der Christlichen Mythologie) als Antwort tendieren.
Vorallem Aufgrund der Zeilen: "Du bist nicht du, bist ich, Und wirst gleichwohl hienieden mich Erraten zwar – vielleicht, doch nie ergründen."
Nach der Christlichen Mythologie ist der Mensch (wir) ja sien ebenbild also er. Zudem ist er da er ein gott ist nicht ergründbar höchstens erratbar (sonst wäre er udn unbeknnat).
"Und suche mich, wo nie geschaffne Schatten schwanken" In dieser Deutung, wären die Schatten somit als Metapher für das Böse (~) gemeint, die in gegenwart Gottes schwanken da er alles was gut ist Symbolisiert und das Böse vertreibt jedoch waren sie/das Böse auch nicht geplant in seiner Schöpfung sondern sind mit dem Sündenfall (essen der Frucht der Erkentniss) einhergekommen.
"Im Nichts, und dennoch strahl' ich hoch im Licht." Unter diesen Bedingungen, da Schatten das "Gegenteil" von Licht sind würde diese Zeile auch passen. Er ist im Nichts bzw. im Himmel einen Ort den wir erst nach dem Tod erreichen können und somit für uns "unergründbar" (was dem Nichts zumindest nahe kommt bzw. als Methaper dafür aufgefasst werden kann).
Zudem "Du findst mich nicht." unterstüzt beides und Gott wandelt nicht auf Erden.
"Ich bin und war (denk den erhabenen Gedanken)" ist dann Wörtlich zu nehmen, er ist und war schon immer. Zudem sind seine Gedanken erhaben, da sie Schöpfen, richtig sind und er Gott ist.

Zudem ist Gott ein Gedanken konstrukt der Phantasie als Erklärungsversuch für unbegreifliches und eine Hilfestellung um einen guten Weg zu leiten, weshalb Phantasie interpretation in dem Rätsel auch auf Gott übertragen werden kann.
Gott wäre eien Vereinbarung zwischen Seele und Phantasie, schließt zudem das denken nicht aus.
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Re: Gedicht 3401 Ich bin und war

Beitragvon the riddler » 09.03.2015 20:12

ich würde auf den frei geist setzen!!!
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Re: Gedicht 3401 Ich bin und war

Beitragvon Otto » 10.03.2015 17:16

Wir wäre es mit
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Traum
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