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Blüht ein Blümlein auf der Halde (1138)

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Blüht ein Blümlein auf der Halde (1138)

Beitragvon Otto » 13.07.2012 14:44

Rätsel

Blüht ein Blümlein auf der Halde
Ewig ungepflückt,
Liegt ein Schatz im Märchenwalde
Jedem Aug entrückt,
Wohnt ein Glück in tiefen Schächten
Wunderbar und heiß,
Davon nur in langen Nächten
Unsre Sehnsucht weiß.

(Ernst Goll, Lösung unbekannt)

Siehe Rätselgedicht Nr. 1138

[zzz]
Otto
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Re: Rätsel Nr. 1138 (Blüht ein Blümlein auf der Halde)

Beitragvon Engelchen » 13.07.2012 15:40

Beim ersten Lesen dieses Rätsels hatte ich eine Assoziation zu einem erst kürzlich gelesenen "Gedicht".

Sie und Er - ein Fragespiel

Sie:
Was schimmert so lieblich am wallenden See,
was strahlet so freundlich aus duftendem Klee?
Es lächelt vergebend, wenn man es bricht --
O sage! sage!
Er - Ein Vergiß mein nicht!

Er:
Was rankt sich so innig an's Heidekraut,
wie an den Geliebten die zagende Braut?
Es birgt sich fürchtsam in Demuts-Schein --
O sage! sage!
Sie - Gedenke mein!

Sie:
Kennst du die Worte, ihr leisester Schall
durchdringet mit Leben das glänzende All?
Sie bringen Hoffnung, wenn Freude wich --
O sage! sage!
Er - Ich liebe Dich!



Daraus meine Lösungsidee für das Goll-Rätsel

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Gedenkemein, gibt es auch als Wald-Gedenkemein.
Ist eine Pflanze und würde hier aber auch im übertragenen Sinne angewandt.


Die wenigen Infos, die ich über Ernst Goll habe, lassen mich vermuten, dass er sich vielleicht aus Liebeskummer aus dem Fenster gestürzt hat. Seine (wohl letzten) handschriftlichen Zeilen habe ich mal versucht zu entziffern:

Ich hab mein Herz in deine Hand gelegt
nun ist ihm gut --
Horch, wie es ruhvoll und beseligt schlägt
in deiner Hut.
Vielleicht ermattet sein gelinder Schlag,
von Glück betört
dann hab(?) ich bis zum (hab ich noch den) letzten Lebenstag
dir angehört.


...........................
Edit: Muss mich korrigieren. Diese handschriftlichen Zeilen sind von 1910, können daher nicht seine letzten Aufzeichnungen sein.
Zuletzt geändert von Engelchen am 13.07.2012 19:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rätsel Nr. 1138 (Blüht ein Blümlein auf der Halde)

Beitragvon Engelchen » 13.07.2012 18:44

Ich nochmal und immernoch leicht angehaucht ob dieses Sehnsuchtgedankens. Sein (Ernst Goll) Schicksal hat mich berührt (dazu reichen manchmal wenige Zeilen). Mit 25 Jahren und so einem Talent, ich glaube da ist ein hervorragender Dichter viel zu früh gegangen.
Gesprochen wird von einer Gedichtsammlung, ob weitere Rätsel darin enthalten sind, ist mir nicht bekannt. Eher vermute ich, dass dies hier gar kein Rätsel im eigentlichen Sinne sein sollte, sondern dass Goll eine Art Liebeserklärung an (für) seine Angebetete schrieb. (ohne dabei einen Namen zu nennen). Dann wird es schwer (bis unmöglich) sein, hier eine Lösung zu finden.

Es sind meine Gedanken zu dieser "Geschichte".
Wenn ihr das nüchterner seht, nur zu ... (vielleicht irre ich mich ja)
Engelchen
 
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Re: Rätsel Nr. 1138 (Blüht ein Blümlein auf der Halde)

Beitragvon ascot » 14.07.2012 20:51

Ich zweifle auch, ob es ein Rätselgedicht ist.

Falls es eines ist, meine Lösung:
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Ein Blümlein, ein Schatz und ein Glück :wink:
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