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Henry Ernest Dudeney

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Das Rätsel des Reve

The Canterbury Puzzles, Nr. 1

Der Reve war ein gerissener Mann und so etwas wie ein Gelehrter. Wie Chaucer uns erzählt, »konnte kein Prüfer von ihm gewinnen» und »niemand konnte ihn in Verzug bringen«. Der Dichter bemerkte auch, dass er "immer den hintersten Teil des Weges ritt". Das tat er, damit er ohne Unterbrechung die phantasievollen Probleme und Ideen ausarbeiten konnte, die ihm durch den Kopf gingen.

Als die Pilger in einem Gasthaus am Wegesrand einkehrten, fielen ihm eine Reihe von Käsesorten unterschiedlicher Größe auf, und er rief nach vier Hockern, um ihnen ein eigenes Rätsel zu zeigen, das sie während ihrer Rast unterhalten würde. Dann legte er acht Käselaibe unterschiedlicher Größe auf einen der Hocker, wobei der kleinste Käse ganz oben lag, wie auf der Abbildung deutlich zu sehen ist.

»Dies ist ein Rätsel«, sprach er, »das ich einst meinen Mitbürgern in Baldeswell, das ist in Norfolk, gestellt habe, und, beim heiligen Joce, es gab keinen Mann unter ihnen, der es richtig lösen konnte. Und doch ist es ganz leicht, denn alles, was ich will, ist, dass ihr, indem ihr einen Käse nach dem anderen von einem Schemel auf den anderen schiebt, alle Käse auf den Schemel am anderen Ende bringt, ohne jemals einen Käse auf einen zu legen, der kleiner ist als er. Demjenigen, der dieses Kunststück mit der kleinsten Anzahl von Zügen vollbringt, werde ich einen Schluck von dem Besten geben, das unser guter Gastgeber bereitstellen kann.«

Um dieses Rätsel in möglichst wenigen Zügen zu lösen, zuerst mit 8, dann mit 10 und schließlich mit 21 Käsen, ist eine interessante Herausforderung.

Anmerkung: Eine Variante dieses Rätsels ist unter der Bezeichnung »Die Türm von Hanoi« bekannt.

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