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Gabriel Knight 2 – The Beast Within

Kapitel 4: Telefax von Thomas Chaphill

Telefax-Nachricht

Von: Thomas Chaphill
An: Grace Nakimura / Rittersberg
Bezüglich: Ihre Anfrage
Seiten: Viele

 

Miss Nakimura,

Ich habe meine Meinung geändert. Bitte behandeln Sie diese Unterlagen jedoch mit äußerster Vertraulichkeit. Viel Glück bei Ihrem Vorhaben,

T. Chaphill

 

11. Juni 1872

Louis hat mich überzeugt, die Angelegenheit gründlicher zu überdenken, bevor ich handle. Ein Ausflug soll es sein, nach Schachen. Ich fühle, weder dies noch sein Drängen werden meine Absichten ändern. Der Vertrag bedeutet den Untergang meines geliebten Bayern udn muß doch geschehen.

 

3. Juli 1872

Der Schmerz wird so unerträglich, daß ich kaum mehr die Feder zum Schreiben halten kann, doch der "Schrecken" ist weit schlimmer als sie "Pein". Er behauptet, es sei ein Unfall gewesen und daß wir nun wirklich eins werden können. Es sei ein großes Abenteuer. Ich glaube ihm in einem Augenblick und im nächsten fühle ich die Flammen der Hölle nach mir zügeln. Gott sei meiner Seele gnädig!

 

5. Januar 1874

Bei der Macht Mariens, Mutter Gottes, gelobe ich, der äußersten Sünde zu entsagen und im Fleische standhaft zu bleiben. Beschworen bei der Macht der Lilie.

L & R.

 

30. August 1874

Ich werde nicht wanken, sondern aufrichtig bleiben! Ich werde nicht aufgeben, gleich wie groß die Pein oder das Verlangen. Möge Gott mir Kraft und Willen geben, so werde ich diesen Vorgang kontrollieren. Kraft der Größe und der macht der Monarchie und ihrer Helfer. De Par Le Roi.

L & R.

 

10. September 1880

Es ist alles beendet- Elisabeth warnte mich, und endlich habe ich die Wahrheit erkannt. Oh, giftigste Schlange in meinem eigenen Busen! Oh, unwürdigste Kreatur, die je atmete! Mein Judas! Mein Teufel! Könnte ich mein herz herausreißen und ihm in den Schmutz hinterherwerfen, wahrlich, ich würde es tun!

 

12. Dezember 1880

Er kommt weiterhin, der Teufel. Ich werde niemals mehr in seine scheußliche Fratze schauen. Er hat Angst, ich könnte sprechen. Und in der Tat, ich könnte! Um ihn zu zerstören, könnte ich! Nun, da die Dinge offen liegen, frage ich mich, wenn ich an den Unfall denke, ob es wirklich ein Unfall war oder ein Plan, mich zu töten? Sollte dies der Fall sein, warum hat er dann sein Werk nicht vollbracht, anstatt mich dieser Pein auszuliefern? Könnte er mich so gehaßt haben? Bei Gott, ich wünschte, er hätte dort ein Ende gemacht.

 

10. Juni 1881

Schrecke! Verzückung! Heute Nacht fühlte ich während Ws Musik ein Ziehen -- der Schrecken überkam mich fast auf der Stelle! Ich änderte sodann die Musik, und es war vorbei. Was kann das bedeuten?! Ich muß mich dem Großen Freund anvertrauen -- vielleicht weiß er, was geschehen ist.

 

2. August 1882

Die Experimente verlaufen immer besser. W. hat sich als loyal und entschlossen erwiesen, gerade wie ich stets von ihm hinsichtlich meiner Erlösung geglaubt habe. Er meinte, er hätte nun die Formel, und es bedürfe nur mehr der letzten Schliffe an der vollendeten Oper und der Zeichnung des Diagramms für die Kristalle. Kann es wirklich ein Ende finden? Ich wage kaum zu hoffen!

 

April 1883

Der Große Freund ist tot! Wie ungerecht, daß er gerade jetzt von mir genommen wurde! Wo ist meine Gelegenheit zur Erlösung? Warum hat Gott mich zweifach verdammt?

 

10. Oktober 1885

Wir brauchen endlich Mittel für die Kristalle. Die lügen, alle lügen! Meine eigenen Diener! Was soll ich tun? Muß ich eines meiner geliebten Schlösser verkaufen? Die Kristalle MÜSSEN angefertigt werden! Ich bin täglich weniger vermögend, meinen eigenen Willen unter Kontrolle zu halten (wie lange werde ich noch der äußersten Sünde wider stehen können?), und die Musik ist ohne die Hilfsmittel wertlos. Die Zeit rennt davon -- die Kristalle müssen gefertigt werden!