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Gabriel Knight 2 – The Beast Within

Kapitel 3: Der schwarze Wolf

Eröffnungsfilm

Gabriel Knight träumt von verschiedenen menschlichen und tierischen Gestalten.

Huberhof

Wir erwachen im Wohnzimmer der Hubers und lesen die neue Zeitung auf dem Tisch. Es wird über einen neuen Todesfall berichtet:

Der letzte - und bisher grausamste - Vorfall versetzte die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Behörden sehen machtlos zu. Heute morgen gegen 1 Uhr haben die Killerwölfe ihr sechstes Opfer gefordert, und dies mitten in der Innenstadt. In einer Nebenstraße der Dienerstraße, nicht weit vom Marienplatz und dem Rathaus, schlugen die Mordbestien wieder zu.

Die Leiche wurde gegen 1:15 in der Althofstraße entdeckt; die Pflastersteine im Hof waren noch mit Blut bedeckt.

Marienplatz

Von Anwalt Übergrau erhalten wir Graces Brief:

Wie Du sicher weißt, bin ich in Rittersberg. Ich hatte keine Lust, in New Orleans zu sitzen und Dir den ganzen Spaß zu lassen. Wenn es außerdem so läuft wie das letzte mal, wirst Du Hilfe brauchen.

Ich habe die Nachforschungen angestellt, von denen mir Gerde erzählte. Anbei findest Du ein Buch, das Du vielleicht nützlich findest. Es sieht ein bißchen überholt aus, aber da ich mich vorher noch nie mit Werwölfen beschäftigt haben, ist das schwer zu beurteilen.

Es gibt sogar hier in der Stadt eine Werwolfsgeschichte. Ich habe einige Anhaltspunkte gefunden, die auf einen Werwolf mit dem Namen "Der Schwarze Wolf" verweisen. Er taucht an einigen Orten auf, darunter 1750 in Rittersberg. Er stand irgendwie in Beziehung zu Ludwig II., einem bayrischen König, der 1886 starb.

Das ist alles Geschichte, ich weiß, aber irgendetwas sagt mir, daß es wichtig ist. Ich weiß noch nicht, wohin ich von hier aus gehe, außer daß ich mehr über Ludwig II . herausfinden will. Höre Dich in München nach dem "Schwarzen Wolf" um und sieh, was Du herausfinden kannst. Gib mir Bescheid, ob ich Nachforschungen über Ludwig anstellen oder zu Dir kommen soll.

Ich schicke dies an Deinen Anwalt, aber ich muß mit Dir direkt Kontakt aufnehmen. Schicke Deine Adressen und Telefonnummer SOFORT. Herr Huber will sie mir nicht geben.

Sei vorsichtig und SCHREIB MIR.

Grace

Gabriel scheint Graces Ankunft in Deutschland gar nicht recht zu sein, am liebsten möchte er sie loswerden ("Frauen an den Herd ... ähem ... in den Buchladen"). Wir fragen Übergrau nach Ludwig II und den Schwarzen Wolf, erfahren aber nichts Neues.

Huberhof

Gabriel möchte Grace von sich fernhalten und schickt sie auf eine Rundreise zu den Schlössern Ludwigs II. Er schreibt einen entsprechenden Brief an Grace.

Marienplatz

Bei der Post geben wir den Brief an Grace auf.

Im Jagdclub ist nur Xaver. Wir unterhalten uns mit ihm. Auf die Frage "Was ist eigentlich der Schwarze Wolf?" reagiert Xaver völlig unerwartet mit einem kategorischen "NEIIIIN!". Dr. Klingmann sei erst seit wenigen Wochen Clubmitglied und er sei es nicht zufällig - wie Gabriel - geworden. Die Königlich-Bayrische Hofjagdloge sei schon sehr alt, aber 1970 von Baron von Glower neu gegründet worden. Der Club habe - außer Gabriel - nur fünf Mitglieder. Die Mitglieder würden sich einmal monatlich zur gemeinsamen Jagd treffen.

Der Clubraum ist verlassen. Auf einem Tisch finden wir eine Zeitschrift.

Durch eine weitere Türe gelangen wir in den hinteren Flur des Clubs. Von diesem führt eine Türe auf die Straße; eine weitere ist abgeschlossen.

Vor dem Clubhaus steht ein Polizeifahrzeug. Hier muß der in der Zeitung erwähnte Mord passiert sein. Kommissar Leber ist anwesend, will aber nicht mit uns sprechen. Wir versuchen, ihm den Analysebericht vom Labor zu geben, aber auch der scheint ihn nicht zu interessieren. Wir bieten den Bericht den Leuten vom Schweizer Fernsehen an. Als die Reporterin anfängt, uns zu interviewen, kommt Kommissar Leber und drängt uns ziemlich heftig beiseite. Wir sollen ihn später im Kommissariat besuchen und keinesfalls mehr mit der Medien sprechen.

Polizeistation Prinzregentenplatz

Kommissar Leber erzählt uns über den Fall. Bisher habe es fünf Morde gegeben, alle am helllichten Tage. Das erste Opfer habe es vor 32 Tagen gegeben, 2 Tage, nachdem die Wölfe ausgebrochen seien. Die beiden Jungs seien vor 20 Tagen gestorben, das Huber-Mädel vor 6 Tagen, das letzte Opfer gestern. Alle Morde bis auf den letzten seien im Umfeld von 30-40 Autominuten um München geschehen. Das letzte Opfer sei der Pelzhändler Großwirt, 52 Jahre alt, gewesen. Die Opfer seien eindeutig an Bißwunden gestorben. Es war eindeutig immer das gleiche Mördertier.

Gabriel stellt Vermutungen an, die von Kommissar Leber nicht weiter kommentiert werden. Die Gerichtsmediziner hätten wohl die Art des Tieres nicht identifizieren können (eine Mischung zwischen Hund und Wolf?). Vielleicht verstecke sich das Tier in einer Wohnung und ist deshalb nicht zu finden.

Auf unsere Frage nach einem großen schwarzen Wolf erinnert sich Kommissar Leber an einen Fall von 1989. Ein Mädchen sei damals im Bayrischen Wald bei Kirchel verschwunden. Eine alte Frau hätte damals behauptet, einen großen schwarzen Wolf gesehen zu haben, der das Mädchen geholt hätte. Aber im Bayrischen Wald gäbe es schon seit 50 Jahren keine Wölfe mehr.

Gabriel erzählt Kommissar Leber herzlich wenig. Er sei als Detektiv im Auftrag der Hubers tätig. Als Indizien hätte er einen Pfotenabdruck und eine Haarprobe. Den Analysebericht verheimlicht er Kommissar Leber, ebenso alle Unterlagen von Grace.

Kommissar Leber ermahnt uns, ihm alle Neuigkeiten zu berichten, sonst nähme er Gabriel den Pass ab.

Marienplatz

Anwalt Übergrau beauftragt auf unseren Wunsch seine Sekretärin, Nachforschungen in Zeitungsartikeln der letzten 10 Jahre über vermißte Personen anzustellen.

Im Kuckucksuhrenladen am Marienplatz kaufen wir um 60 Mark einen Spechtwecker und nehmen ihn gleich mit.

Im Club deponieren den Wecker bei der Topfpflanze im hinteren Flur und gehen in den vorderen Flur zu Xaver. Als der Wecker anfängt zu klopfen, geht Xaver nach hinten nachsehen. Wir haben jetzt Gelegenheit, sein Pult zu untersuchen. In der Schublade finden wir einen Schlüsselbund und stecken ihn ein, gerade noch rechtzeitig, bevor Xaver zurückkommt.

In hinteren Flur nehmen wir den Wecker wieder an uns. Der Schlüssel sperrt die bislang verschlossene Türe.

Wir deponieren den Wecker erneut in der Topfpflanze und gehen wieder in den vorderen Flur. Als der Wecker wieder klopft und Xaver erneut nachsehen geht, legen wir den Schlüssel in Xavers Pult zurück.

Die nun offene Türe im hinteren Flur führt über eine Treppe hinunter in den Zeremonienraum. An den Wänden hängen Waffen, Trophäen und Bilder. Auf der Anrichte liegt ein Notizbuch:

Preiss 30.-
Aigner 500.-
Hennemann 100.-

Ich muß mit den Leuten reden, damit ich endlich mein Zeug bekomme.

Ich muß die Nummer von ...

Während wir noch die Bilder betrachten, kommt Baron von Zell herein und wirft uns hinaus. Den Raum dürfen nur Mitglieder betreten. [Wir sind doch auch Mitglied?] Er beschimpft Xaver, der nicht aufgepaßt und den Raum unverschlossen gelassen habe, und nimmt das Notizbuch an sich. [Es gehört offensichtlich ihm.]

Im Hauptraum sprechen wir noch einmal mit Baron von Zell. Auf die Frage nach dem schwarzen Wolf antwortet er - genau wie Xaver - mit einem kategorischen "Nein".

Baron von Zell erzählt, daß er und Baron von Glower früher öfter zusammen gejagt hätten, heute nicht mehr so oft. [Das klingt etwas nach einer etwas abgekühlten Freundschaft.] Er selbst sei von Glower "überlegen". Nein, zum Jagen im Ausland sei keine Zeit, die nicht aus Deutschland stammenden Trophäen seien legal erworben. Wir verabschieden uns.

Perlach

In der U-Bahn gibt es jetzt ein neues Ziel, Perlach, den Wohnort von Baron von Glower. Wir werden freundlich empfangen und zu einem Glas Wein eingeladen. An der Wand hängt eine Maske. Sie sei indianisch und stamme aus Brasilien.

Alle Clubmitglieder müssen eigene Verdienste geleistet haben. Preiss sei ein erfolgreicher Strafverteidiger. Hennemann sei in der Politik und aussichtsreicher Kandidat für das höchste Amt im Staate. Von Aigner habe eine Fleischfabrik und eine Brauerei geerbt, beides aber stark vergrößern können. Baron von Zells Familie habe die Aktienmehrheit einer der ältesten Bayrischen Banken.

Der Jagdclub sei mehr als ein Club; die Mitglieder teilten auch die Ansicht, daß die Menschen mit der Natur wieder in Einklang kommen sollten. Der zivilisierte Mensch sei genetisch verkümmert. Diese Degeneration könne aufgehalten werden; der Mensch könne seine ursprünglichen Instinkte zurückgewinnen. Wie weit dies geschehen könne, müsse erst noch herausgefunden werden. Die Jagd helfe den Mitgliedern, mit ihrer Raubtierseele in Kontakt zu treten. Ob man diese Philosophie zu weit treiben könne? Hoffentlich nicht.

Wir fragen nach dem Schwarzen Wolf. Baron von Glower läßt sein Glas fallen. Nachdem er sich wieder gefangen hat, gibt er zu unserer Überraschung zu, von ihm gehört zu haben. Die Natur könne grausam sein. Ein Wildtier nähme, was es zum überleben bräuchte; es tue dies mit Respekt. Nur der Mensch morde. Die Philosophie der Clubmitglieder erlaube solche Morde nicht. Baron von Glower wäre über eine Aufklärung der Morde sehr froh, da diese dem Club schaden würden.

Bevor wir uns verabschieden, werden wir nochmals in den Club und auch zu einem weiteren Privatgespräch mit Baron von Glower in dessen Haus eingeladen.

[Ein sehr aufschlußreiches Gespräch. Aber hilft es uns wirklich weiter? Baron von Glover ist verbindlich, scheinbar offen; Baron von Zell abweisend. Wer ist der Wolf im Schafspelz?]

Polizeistation Prinzregentenplatz

In der Polizeistation in Kommissar Lebers Zimmer betrachten wir ausführlich die Karte an der Wand:

Der letzte Nacht in der Innenstadt ermordete heißt Karl Grossberg, 185 cm groß und 125 kg schwer, Tel. 5554432, Stockmannstraße 405. Gabriel vermutet, daß dieser Mord anders sei als die anderen Morde. Die Angaben zu Grossberg notieren wir uns heimlich [Notizbuch auf den Zettel auf der Karte anwenden].

Huberhof

Wir rufen Grossberg an [Notizzettel auf das Telefon anwenden]. Seine Sekretärin ist am Apparat. Wir erfahren, daß wir nicht in Grossbergs Adreßbuch stehen, Herr von Aigner aber sehr wohl. Wir fragen nach einem Kontoauszug (mit dem Gedanken einer Zahlung Grossbergs an Herrn von Aigner - oder umgekehrt - im Hinterkopf), aber die Polizei hat alle Unterlagen mitgenommen.

Marienplatz

Im Club treffen wir Herrn Preiss. Er benimmt sich sehr seltsam und schüttet Whisky in sich hinein. Er bezeichnet sich selbst als Frauenheld. Die Clubphilosophie "funktioniere". Mörder? Die Natur kümmere sich schon um diese und merze sie aus.

Baron von Zell sei in letzter Zeit zu allen sehr grob. Er habe sich sehr geändert, das habe vor ca. einem Jahr angefangen. Vor fünf bis sechs Wochen gab es heftigen Streit zwischen den Baronen. Von Zell warf von Glower Schwäche vor; von Glower meinte, von Zell habe sich "ungeschickt angestellt". Von Zell sei immer schon sehr ehrgeizig gewesen. Von Zell habe anderen Clubmitgliedern finanziell schon mal ausgeholfen, glücklicherweise habe Herr Preiss dieser Hilfe nie bedurft.

Hennemann sei ein Säufer, er hätte keine Chance mehr.

Der Schwarze Wolf? Ja, er habe schon von ihm gehört, könne sich aber nicht erinnern, wann und wo. Klingt jedenfalls vertraut.

Die anderen Clubmitglieder treffen ein. Preiss hat etwas mit von Glower zu besprechen.

An der Bar sprechen wir mit Herrn Hennemann und Herrn von Aigner. Morgen sei ein Jagdausflug geplant, nach Ettenberg im Bayrischen Wald. Ob Gabriel mitkommen wolle? Baron von Glower hat nichts dagegen. Baron von Zell protestiert lautstark und heftig, fügt sich aber schließlich.

Wir bringen den Mord, der gleich um die Ecke passiert ist, zur Sprache und erwähnen den Namen des Toten. Von Aigner erblaßt, leugnet aber, Grossmann zu kennen.

Baron von Zell und Herr Klingmann unterhalten sich vor dem Kamin. Das Gespräch zwischen Zell und Klingmann scheint interessant zu sein, aber die beiden hören immer auf, wenn wir uns nähern. Wir stören sie einige male; schließlich nehmen wir die Zeitschrift vom Tisch zwischen den beiden. Wir verstecken unser Diktiergerät unter der Zeitschrift [Diktiergerät auf die Zeitschrift anwenden] und legen dann die Zeitschrift zurück auf den Tisch zwischen von Zell und Hennemann.

Bald darauf beenden von Glower und Preiss ihr Gespräch; von Glower kümmert sich nun um uns. Baron von Zell macht noch eine Szene, wird aber von von Glower zurechtgewiesen und ignoriert. Die Gesellschaft löst sich auf.

Huberhof / Schlußfilm

Vor dem Haus finden wir ein blutiges Etwas ...


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