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Regeln, Notation und Glossar
Und vieles anderes mehr!
Allgemeine Schachregeln
Es gelten die allgemeinen FIDE Schachregeln
auch im Problemschach, speziell auch in der Retroanalyse, soweit sie
nicht durch spezielle Regeln (s.u.) eingeschränkt oder erweitert werden.
Spezielle Regeln im Problemschach
Die speziellen Regeln im Problemschach sind im
festgelegt. Da in der Retroanalyse auf die Vergangenheit einer Partie geschlossen
werden muss, sind einige spezielle Regeln bzw. Ergänzungen zu den allgemeinen
Regeln erforderlich.
- En Passant ist erlaubt, wenn
bewiesen werden kann, dass der letzte Zug der Doppelschritt des Bauern
gewesen ist, der geschlagen werden soll.
- Die Rochade ist erlaubt, wenn nicht
bewiesen werden kann, dass eine der daran beteiligten Figuren schon
gezogen haben muss.
- A posteriori: Wenn bewiesen
werden kann, dass es zwei Möglichkeiten gibt, die einander ausschließen, dann
ist diejenige zulässig, die zuerst durchgeführt wird; diese invalidiert
sozusagen die andere.
- 50 Züge Unentschieden: Eine
Stellung ist unentschieden, wenn bewiesen werden kann, dass in den
letzten 50 Zügen keine Figur geschlagen, kein Bauer gezogen und leine Rochade
stattgefunden haben.
Begriffe und Notation
Aufgabenstellungen
Es gibt im Prinzip beliebig viele Aufgabenstellungen. An dieser Stelle
werden nur die gebräuchlichsten kurz angehandelt.
- Matt (in n Zügen): Weiß zieht an und setzt Schwarz in n Zügen matt
(bei bester Gegenwehr von Schwar)
- Selbstmatt (in n Zügen): Weiß zieht an und zwingt Schwarz, Weiß in
n Zügen matt zu setzen (bei bester Gegenwehr von Schwarz).
- Hilfsmatt (in n Zügen): Schwarz zieht an und Weiß setzt nach n
Zügen matt, wobei Weiß und Schwarz miteinander kooperieren.
- Matt in einem Zug: Meist gibt es mehrere Mattzüge uns es ist
herauszufinden, welcher davon legal ist. Wenn sowohl weiß als auch schwarz
einen Mattzug haben, ist herauszufinden, wer eigentlich am Zug ist.
- Färbe die Figuren: Die Figuren im Diagramm sind weder Schwarz noch
Weiß, sondern neutral und sie so zu färben, dass ein bestimmtes Ziel (meist:
die einzig mögliche legale Stellung) erreicht wird.
- Figureneinsetzung: Eine oder mehrere Figuren sind zusätzlich auf
das Brett zu stellen, sodass ein bestimmtes Ziel (z.B. eine legale Stellung)
erreicht wird.
- Löse die Stellung auf: Es ist herauszufinden, wie eine vertrackte
Stellung entstanden sein könnte, ohne dass eine exakte Beweispartie
existiert.
- Wer ist am Zug: Es ist herauszufinden, ob Schwarz oder Weiß am Zug
ist.
- Was waren die letzten N Züge:
- Zugwechsel in N Zügen: Nach N Zügen ist die gegebene Stellung
wieder zu erriechen, nur dass nun die andere Partei am Zug ist.
Themen
- Phönix: Ein Phönix ist eine Figur, die geschlagen wurde und dann
als Umwandlungsfigur wiedergeboren wurde.
- Ceriani-Frolkin: Ein Bauer wandelt in eine Figur um, die
anschließend geschlagen wird; also nicht mehr in der Diagrammstellung
aufscheint.
- Schnoebelen: Eine Bauer hat umgewandelt und die Umwandlungsfigur
wurde auf dem Umwandlungsfeld geschlagen.
Märchenschach-Regeln
Es gibt weit über 100 gängige Märchenschachregeln; möglicherweise
sind im Laufe der Zeit noch viel mehr erfunden worden. An dieser Stelle
hier werden nur die gebräuchlichsten kurz abgehandelt.
Märchenschach-Figuren
Es gibt weit über 200 gängige Märchenschachfiguren; möglicherweise sind im
Laufe der Zeit noch viel mehr erfunden worden.
Falls nicht anders angegeben ("die Partie begann mit Maos statt Läufern"),
können Märchenschach-Figuren nur durch Bauernumwandlung entstehen.
Links
Die offiziellen FIDE-Regeln in Deutsch und Englisch:
Die meisten anderen Regeltexte sind Übersetzungen und Adaptionen der
englischen Originale: