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Rätselgedichte, Rätselreime, Worträtsel und Versrätsel

Ich mache hart, ich mache weich, ich mache arm, ich mache reich, man liebt mich, doch nicht allzu nah. Zu nah wird alles aufgezehrt, doch stirbt der, der mich ganz entbehrt. – Ich bin das Feuer!

Dieses und ähnliche Rätsel finden Sie auf den folgenden Seiten, insgesamt über tausend. Viele davon stammen von klassischen Autoren wie Schiller, Goethe oder Brentano; andere aus der volkstümlichen Überlieferung.

Paule Dehmel Theodor Koerner Gustav Theodor Fechner Stine Andresen Friedrich Schiller Franz Brentano

Ein Rätsel ist die umschreibende Darstellung eines nicht genannten Gegenstandes, um das Nachdenken des Lesers oder Hörers zum Auffinden desselben anzuregen; es ist [...] wesentlich ein freies Spiel des Geistes, wobei es aus Witz und Geistesgegenwart ankommt, und wobei es noch aus geistreiche Unterhaltung, aus ein gegenseitiges Messen des Scharfsinnes und der Erfindungsgabe abgesehen ist. [Johannes Baptista Friedreich, "Geschichte des Räthsels", 1860]

Das Rätsel ist ein Spiel des Verstandes, der sich bemüht, einen Gegenstand so darzustellen, dass er alle Merkmale und Eigenschaften desselben schildert, so widersprechend dieselben an und für sich betrachtet auch sein mögen, ohne jedoch den Gegenstand selbst zu nennen. [Oskar L. B. Wolff, "Poetischer Hausschatz des deutschen Volkes", 1839]

Wir benötigen Ihre Hilfe!

Rätsel, deren Lösung wir nicht kennen:

28, 93, 120, 217, 368, 391, 452, 454, 597, 600, 621, 652, 675, 756, 757, 770, 784, 798, 834, 925, 1022, 1035, 1074, 1080, 1099, 1104, 1138, 1141, 1144, 1157, 1164, 1198, 1277, 1280, 1288, 1328, 1402, 1410, 1413, 1425, 1451, 1457, 1468, 1477, 1490, 1494, 1508, 1511, 1522, 1531, 1533, 1538, 1560, 1582, 1590, 1606, 1608, 1609, 1621, 1627, 1631, 1650, 1655, 1663, 1667, 1677, 1700, 1721, 1722, 1747, 1800, 1804, 1845, 2001, 2013, 2037, 2049, 2210, 2219, 2228, 2246, 2272, 2284, 2291, 2406, 2416, 2456, 2465, 2480, 2502, 2620, 2626, 2633, 2677, 2681, 2740, 2755, 2766, 2771, 2881, 2893

Rätsel, die wir nicht ganz verstehen:

442, 616, 966, 1044, 1111, 1162, 1193, 1207, 1219, 1221, 1228, 1233, 1235, 1239, 1262, 1307, 1312, 1332, 1370, 1427, 1446, 1453, 1463, 1513, 1700, 1714, 1760, 1796, 1807, 1847, 1879, 1880, 1915, 1932, 1933, 1958, 1971, 2003, 2004, 2051, 2068, 2089, 2127, 2135, 2152, 2156, 2162, 2186, 2212, 2214, 2221, 2237, 2261, 2265, 2267, 2270, 2329, 2339, 2369, 2377, 2387, 2396, 2403, 2415, 2418, 2432, 2449, 2458, 2510, 2513, 2515, 2533, 2536, 2538, 2543, 2550, 2580, 2615, 2719, 2733, 2743, 2750, 2819, 2873, 2876, 2887

Siehe die roten Texte bei den Anmerkungen, u. U. erst sichtbar, wenn die Lösung angezeigt wird, da sonst die Lösung verraten werden würde.

Übersichten und Indizes

Rätselarten

Für einige Rätsel-Unterarten haben wir ob deren Bedeutung eigene Seiten gewidmet.

Ein Rätsel kann durchaus zu mehreren Rätselarten gehören, beispielsweise eine Scharade, bei der ein Teilwort ein Homonym ist.

Rätselautoren

Rätselautoren mit umfangreichem Werk (d.h. mehr als ~5 Rätseln) haben wie eigene Seiten gewidmet; weitere Autoren finden Sie in der Vollständigen Liste der Rätselautoren.

A-H: Carl Joseph von Adelsheim, Niklas Ludwig D'Ambach, Stine Andresen, Robert Franz Arnold, Johann M. Berger, J. C. Bernher, Franz Brentano, Ernst Buschor, Ignaz Franz Castelli, Alois Cobres, Paula Dehmel, Angela Döhring, Jean Dufresne, August Gottlob Eberhard, Franz von Elsholtz, Karl August Engelhardt, Leopold Enk von der Burg, Gustav Theodor Fechner (Dr. Mises), Agnes Franz, Leopold von Goeckingk, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Güll, Rudolf Hagenbach, Wilhelm Hauff, Friedrich Haug, Johann Peter Hebel, Theodor Hell, Karl Henrici, Carl Gottlob Hergang, Georg Daniel Hirtz, Johann Josef Ignaz Hoffmann, Ida Hofmann, Karl Franz von Holzing, Walther Horwitz, Ernst von Houwald

I-Q: Karl Jacht, Jacob und Johann Janitschka, Wilhelm Jordan, Carl Johann Kette, Johannes Friedrich Kind, Theodor Körner, Carl Anton Kortum, Karl Kraus, August Friedrich Langbein, Heinrich von Levitschnigg, Carl Philipp von Lohbauer, Wilhelm Marx, Friedrich von Matthisson, Isaak Maus, Johann Meyer, Paul Möbius, Immanuel Gottlieb Moser (J. G. M.), Heinrich Möwes, Gerhard Adam Neuhofer, Alfred Neumann August Graf von Platen

R-Z: Friedrich Rückert, Samuel Friedrich Sauter, Friedrich Schaefer, Carl Schall, Friedrich Schiller, Friedrich Schleiermacher, Klamer Schmidt, Franz Eilhard Schulze, Marie Schumacher, Elise Sommer, Hermann Steinke, Karl Stelter, Friedrich Stoltze, Gustav von Struve, Otto Sutermeister, August Thiemann, Heinrich Wilhelm Josias Thiersch, J. R. R. Tolkien, Carl Trummer, Wilhelm Usener, Christian Felix Weiße, Karl und Hedda Wolff

Rätselsammlungen

Bruno Arbeiter, Robert Franz Arnold, Hans Bauer, Ulrich Bentzien, Helga Biebricher, Jürgen Dahl, E. S. Freund, Joseph Frick, Theodor Hell, Volker Schupp, Karl Simrock, August Thiemann, Johann Gottlieb Ziehnert

Periodika

Witzfunken und Lichtleiter

Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis

Rätsel mit und ohne Lösungen

Lösungen

Wir kennen selbst nicht die Lösungen zu allen Rätseln; auch gibt es zu manchen Rätseln wahrscheinlich mehrere Lösungen. Einige Verfasser haben keine Lösungen veröffentlicht – es ist durchaus möglich, dass sie andere Lösungen im Sinn hatten als die bei uns angegebenen. (Alternativ-) Lösungsvorschläge sind herzlich willkommen!

Lösungen können und sollen auch in unserem Forum diskutiert werden. Dies ist im allgemeinen fruchtbarer als eine Diskussion per Mail.

Anmerkungen zu einzelnen Rätseln

Zu vielen Rätseln gibt es Anmerkungen, die zum einen den Rätseltext erklären, zum anderen das Lösungswort. Ein Teil dieser Anmerkungen ist sofort sichtbar, beispielsweise wenn ein heute nicht mehr gebräuchliches Wort "übersetzt" wird. Andere Anmerkungen werden erst mit der Lösung sichtbar.

Anmerkungen sind natürlich niemals vollständig. Es ist eine Gratwanderung, zu entscheiden, was anmerkungswürdig ist uns was nicht; schließlich sollen ja keine allgemein bekannten Trivialitäten erklärt werden. Auch sind heute, im Zeitalter des Internets mit Suchmaschinen, Wikipedia und anderen fei zugänglichen Lexika, einige Anmerkungen vielleicht überflüssig. Wie auch immer, die Grenze ist unscharf.

Eine besondere Art der Anmerkungen sind Fragen, die wir selbst zu dem jeweiligen Rätsel haben, das wir in diesem Fall nicht ganz verstehen. Auch diese Anmerkungen werden meist erst mit der Lösung sichtbar.

Übertragung in aktuelles Deutsch

Viele Texte stammen aus alten Büchern und folgen der damals gültigen Rechtschreibung. Wir haben die Rechtschreibung sachte den heutigen Gepflogenheiten angepasst. Unsere Sammlung soll ja primär unterhalten und nicht zu Lesefrust führen. Beispiele: Räthsel wird zu Rätsel, sämmtliche zu sämtliche, zwey zu zwei, blos zu bloß, todt zu tot und dgl. Wir haben auch offensichtliche Druckfehler meist kommentarlos korrigiert.

Falls wir Kommentare direkt in den Rätseltext eingefügt haben, stehen diese in eckigen Klammern; ansonsten stehen sie unter Anmerkungen und sind teilweise erst sichtbar, wenn die Lösung aufgedeckt wird.

In Buchtiteln (ausnahmslos) und in manchen Zitaten haben wir die Originalschreibung beibehalten.

In einigen wenigen Fällen macht der Unterschied zwischen alter und neuer Rechtschreibung Probleme. Beispiel: Die Lösung eines Rätsels ist das Homonym Thor, zum einen der nordische Gott Thor (Donar), zum anderen aber Thor in der Bedeutung von Narr. Jener Tor wurde damals eben als Thor geschrieben. Solche Sonderfälle werden individuell bei dem jeweiligen Rätsel behandelt.

Die meisten Quellen sind in Fraktur gesetzt. Fraktur kennt keine Kursivschrift; hervorgehobene Wörter sind meist  g e s p e r r t  gedruckt. Diese Hervorhebungen sind bei und kursiv dargestellt.

Textvarianten

Viele Rätselgedichte sind öfters abgedruckt worden; die einzelnen Varianten unterscheiden sich meistens minimal, manchmal auch erheblich. Bei mündlich überlieferten Volksrätseln ist das auch nicht anders zu erwarten, fühlen sich da doch viele Herausgeber bemüßigt, die Texte zu "verbessern".

Aber auch von Rätselgedichten bekannter Rätselautoren gibt es Varianten. Ein Beispiel dafür ist Nr. 989 von Johann Peter Hebel. Wir zitieren aus Hebels gesammelten Werken; das Rätsel ist aber auch im Freisinger Wochenblatt Nr. 12 von 1847 abgedruckt. Textvarianten:

a) bald ist's bei uns, bald wieder überm Meer,
b) bald ist's bei uns, bald über fernem Meer,

a) Die dritte wird nicht schwer mehr scheinen;
b) Die Dritte wird so schwer nicht scheinen,

a) Dem Storchennest dies Rätsel gleicht?
b) Ihr denkt vielleicht schon etwas, das dem Rätsel gleicht;

a) Die Schnitterin es leicht entbehrt.
b) kein Podagrist es gern entbehrt.

Die kursiv gesetzte Zeile stammt ziemlich wahrscheinlich nicht von Hebel selbst; Hebel hätte nie eine Zeile eingefügt, die (in diesem Fall) nicht genau 8 Silben hat. Wahrscheinlich hat der Herausgeber da herumgepfuscht, weil ihm das Storchennest nicht gefallen hat.

Aus Hebels Briefen wissen wir übrigens, dass er umfangreich mit Herausgebern über Textvarianten diskutiert hat.

Zur Auswahl der Rätsel

Es gibt viele gedruckte Rätselsammlungen am Markt, wenn auch größtenteils nur mehr antiquarisch erhältlich. Diese haben einen entscheidenden Nachteil: Die Anzahl der darin enthaltenen Rätsel ist begrenzt; der Platz reicht in der Regel nur für einige hundert Rätsel. Die Herausgeber müssen sich also beschränken, eine möglichst breite Auswahl treffen. Da hat zur Folge, dass sich diese Sammlungen in großen Teile überschneiden, sind doch die Auswahlkriterien ähnlich und nur die Geschmäcker verschieden.

[Bei einigen Autoren – beispielsweise Brentano, Fechner, Körner, Rückert und Schleiermacher – haben wir angegeben, welche Rätsel in welcher Auswahl – Arbeiter, Bauer, Bentzien, Dahl, Freund, Schupp – zu finden sind.]

Dieses Problem haben wir hier nicht. Der Platz im Internet ist praktisch unbegrenzt; wir können unsere Sammlung jederzeit ergänzen und müssen uns nicht bei jedem Rätsel fragen, ob wir es aufnehmen sollen oder nicht – es könnte je noch ein besseres kommen.

Für die Übersicht sorgen Indizes nach Autoren und Rätselarten; daneben natürlich auch die Volltextsuche.

Allerdings stehen auch wir vor einem Auswahlproblem: Die meisten Rätsel stammen aus der Zeit von 1700 bis 1930; einige davon sind heute nicht mehr oder nur sehr schwer zu erraten. Die Lebensumstände damals waren eben andere, die Küchengeräte von damals gibt es heute nicht mehr. Es würde uns beispielsweise sehr wundern, wenn heute noch jemand eine Lichtputze verwenden würde. Auch die Sprache hat sich weiterentwickelt; damals gebräuchliche Worte sind heute vergessen. Fremdwörter kommen aus dem Lateinischen oder Griechischen, nicht aus dem Englischen.

Viele Rätsel, die heute nur mehr schwer geraten werden können, aber aus dem einen oder anderen Grund interessant sind, haben wir trotzdem aufgenommen und teilweise mit Anmerkungen ergänzt. Der geneigte Leser sollte sich aber immer vor Augen halten, wie die Lebensumstände um 1860 herum waren, bevor sie über deren Lösung nachdenken.

Warum haben wir hier keine modernen Rätsel? Zum einen wegen des Urheberrechts und zum anderen, weil Rätselschreiben aus der Mode gekommen ist.

Es gibt es nicht wenige Rätsel, die heute als politisch inkorrekt gelten und deren Aufnahme diverse Gutmenschen auf den Plan ruft. (Ein Gutmensch ist das Gegenteil von Mephistopheles: "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft.") Das hat uns schon einige böse Mails eingetragen, aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir kämen wir dazu, die Verfasser zu zensieren?

Zu den Autorenangaben

Von vielen Rätseln ist die Urheberschaft unklar. Das kann mehrere Gründe haben:

Wir geben uns große Mühe, den jeweiligen Verfasser der Rätsel herauszufinden und anzugeben. Dabei können uns natürlich Fehler und Irrtümer unterlaufen; wir bitten diese zu entschuldigen und uns ggf. über Fehlgriffe zu informieren. Der häufigste Fehlgriff ist wohl, dass wir einen Herausgeber für denn Verfasser gehalten haben.

Quellen und Copyright

Viele Rätsel sind von bekannten Autoren (beispielsweise Goethe, Schiller, Fechner, Brentano, Schleiermacher) verfasst. Wir haben (mangels Wissen) ganz sicher nicht alle Autoren angegeben; bitte um entsprechende Hinweise.

Siehe dazu auch unser Literaturverzeichnis und die Werksangaben bei den einzelnen Autoren.

Wir sind jedenfalls bemüht, zu jedem einzelnen Rätsel Quellenangaben zu machen. Bei den ersten 800 ist das noch nicht der Fall, die Quellenangaben werden mit der Zeit nachgetragen.

Nachschlagwerke

Aufgrund der heutigen Urheberrechtsgesetze ist es kaum möglich, aktuelle Rätsel zu veröffentlichen; die meisten Rätsel stammen daher von Autoren, die vor 1940 verstorben sind, aus dem Zeitraum zwischen 1750 und 1930. Damals war das Wissen um unsere Welt noch anders, auch die Sprache war anders. Manchmal lohnt sich daher ein Blick in historische Nachschlagwerke; viele davon gibt es kostenlos im Internet:

Aber auch aktuelle Nachschlagwerke gibt es kostenlos im Internet:

In den Anmerkungen zu vielen Rätseln gibt es oft auch direkte Links zu den entsprechenden Lexikon-Einträgen.

Literatur über Rätsel

Fast alle modernen Rätselsammlungen enthalten einen mehr oder weniger langen Abschnitt über die Geschichte des Rätsels und die Rätselarten, beispielsweise bei Bauer, Bentzien, Dahl und Schupp (die wir nicht ins Internet stellen dürfen, da sie urheberrechtlich geschützt sind). Einige interessante Vorwörter gibt es aber doch hier bei uns:

Die folgenden Werke sind gemeinfrei, da ihr Verfasser schon seit mehr als 70 Jahren tot sind:

*) Wir sind dabei, diese Texte, die nicht mehr urheberechtlich geschützt sind, vernünftig für das Internet aufzubereiten.

Die folgende Werke sind noch urheberrechtlich geschützt; wir können sie daher nicht – auch nicht auszugsweise – veröffentlichen:

Viel Spaß!