Nr. 675 (Franz Brentano)
Der Drache
Weiß ein beutelüstern Tier
Liegen hinter dichten Gittern.
Weh! vor seiner grimmen Gier
Mögen wir nicht minder zittern.
Hält des Kerkers Dunkelheit
Fest das grause Ungeheuer,
Zeugen Funken, die es speit,
Draußen ein verheerend Feuer.
Hüt' dich vor der Höllenmacht!
Der trägt unheilbare Wunden;
Der ward um den Freund gebracht;
Der hat selbst den Tod gefunden.
(unbekannt)
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