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Paarungsverhalten der Borkenkäfer

Wissenschaft

Studie über das Paarungsverhalten der Borkenkäfer im 1. Quartal 1999 unter Berücksichtigung der Auswirkung der Witterungsverhältnisse auf der nördlichen Halbkugel und im Süden Europas.

Der Borkenkäfer ist ein niedliches Getier. Er treibt sich gern auf Baumwipfeln herum und knabbert für sein Leben gern an Rinden und Gräsern. Sein Körperbau unterscheidet sich nur geringfügig von der Ostaustralischen Wäschespinne, die wie der Borkenkäfer ein Wiederkäuer ist. Bei der Partnersuche ist unser kleiner Freund sehr wählerisch. Er stöbert in Moosen und Gräsern bis er seine Auserwählte gefunden hat, welche ganz bestimmten Idealen zu entsprechen hat. Das Borkenkäferweibchen ist meist rund und ockerfarben. Bei den jüngeren Exemplaren ist oft eine getupfte Oberschale anzutreffen, wobei die Tupfen sich bei den älteren Käferkühen zu einem quadratischen Gitternetz zusammenfügen. Bevorzugt werden von den Borkenkäfermännchen meist blonde Weibchen, da diese sich durch ihren wohlgeformten Körper auszeichnen und einen ausgeprägten Sexualtrieb haben.

Hat der possierliche kleine Zeitgenosse die potentielle Mutter seiner Borkenkäferbabies gefunden, stürzt er sich mit roher Gewalt auf sie und zeugt ohne Rücksicht auf Verluste zehn bis siebzehn Nachkommen. Im Zusammenhang mit der Paarung des Borkenkäfers wurden in den letzten Jahrzehnten viele Missverständnisse und Fehlinformationen, von ernstzunehmenden Wissenschaftler und Insektenforschern aufgeklärt.

So behauptete z.B. Grzimek in einer Abhandlung von 1876, dass der Borkenkäfer einen Nackenbiss anwendet, um sein Weibchen gefügig zu machen. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass er die Borkenkuh mit Grasfasern an einen Baum fesselt, was diese mit großem Vergnügen über sich ergehen lässt.

Hat die Befruchtung stattgefunden (siehe auch: Aufsatz über das Auftreten von Impotenz beim Borkenkäfer), ist das Weibchen in der Regel schwanger.

Die Trächtigkeit des weiblichen Borkenkäfers dauert 17 Tage und führt zu einer großen Gewichtszunahme. Im Normalfall schwillt die Käferkuh bis auf dreifache Größe an.

Am 18. Tag legt das Weibchen seine Junge dem stolzen Papa ins Nest, wo diese bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres aufgezogen, gehegt und gepflegt werden.

Lesen sie in der nächsten Ausgabe "Aufzucht und Pubertät der Borkenkäfermädchen und -jungen" (mit Taschengeldberechnungstabelle)