Man kauft mich teuer, / legt mich dann aufs Stroh.
Verliert man mich, / so ist man herzlich froh,
schreibt mich nicht aus.
In zweifelhafter Wahl / kauft man mich lieber noch einmal.
Anmerkungen
Die Lösung ist im wesentlichen unverstanden.
Warum legt man einen Rausch aufs Stroh?
Schreibt mich nicht aus?
also meine bescheidene phantasie zu diesen stellen (gefettelt von mir)
man "kauft sich den rausch" um ihn dann auszuschlafen... das tat man zu hebels zeiten auf stroh. man legte sich (und damit legte man den in sich befindlichen rausch auch) eben auf stroh. ob in betten als gepreßte strohmatratzen oder strohsäcke für die "besseren" leute, in dienstboten/gesindequartieren lose im bettgestell, und sonst eben dort, wo man unterschlupfte oder grade umfiel, um auszuräuscheln... in einem notunterschlupf beim vieh, im pferdestall oder auf der gasse (wo oft stroh gestreut wurde, va. wenns viel geregnet hatte und es gatschig war).
in manchen gegenden gibts tlw. noch den ausdruck: "i schmeiß mi jetzt ins stroh" für schlafengehen.
"man schreibt mich nicht aus" heißt nichts anderes, als daß man nicht danach sucht, also ihn (den rausch) nicht "wieder zurück haben" will.
wer oder was gesucht wird, wurde und wird (zur suche) ausgeschrieben: eine verlust- oder vermißtenanzeige wurde damals auf anzeigesäulen etc. affichiert. ähnlich wie heut im supermarkt an den schwarzen brettln oder den kleinanzeigen der zeitungen. eine stellen"ausschreibung" hat den selben sinn-ursprung, ebenso wie "zur fahndung ausschreiben". man suchte öffentlich etwas oer jemanden. ausschreiben hat hier nicht die bedeutung wie einen satz oder ein wort ausschreiben.
nur: nach einem gerade mit bösem kater vergehendem/vergangenem rausch fahndet keiner, ist man froh, wenn er weg ist, säuft man niiieee wieder ... bis eben zum nächsten gusto... dann "kauft" man den nächsten ... in zweifelhafter wahl...
ist so meine erklärung.
liebe grüße,
die windfrau
