Danke, engelchen, ich finde meine Interpretation der letzten zwei Zeilen auch absolut überzeugend
Der Dichter ist sozusagen ein Feiler, wenn er an seinen Versen feilt.
In der letzten Zeile ist "feiler" ein Adjektiv, das Adjektiv "feil" steht auch im Duden ("veraltend für verkäuflich").
Wenn man "feiler Publizist" googlet, kommen ganz oben gleich zwei Fundstellen aus alten Büchern:
http://www.google.at/search?hl=de&safe=off&q=%22feiler+publizist%22Was die zwei Bindestriche betrifft, ich glaube, mit denen verhält es sich so:
Sie stehen für einen Namen mit zwei Silben, einen Zeitgenossen Brentanos, der im Verdacht stand, sich die Gunst der Medien zu erkaufen. Brentano hat die Gedichte ja ursprünglich für einen privaten Kreis geschrieben und wollte den Namen später wohl nicht in gedruckter Form sehen, entweder aus Angst vor Repressalien oder weil er dem Gemeinten nicht die Ehre erweisen wollte, ihn zu verewigen. (Ich sehe gerade, Otto hat inzwischen so etwas Ähnliches geschrieben.)
(Edit, Nachtrag: Ach so, dieses Gedicht ist ja wahrscheinlich gar nicht von Brentano)